Nur ein Sommermärchen: 0,01 W/kg in 200 m Entfernung! (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 20.07.2009, 16:50 (vor 4941 Tagen) @ Doris

Aber vielleicht weiß noch jemand was, zu den 0,01 W/kg in 200 m Entfernung zu einer Basisstation.

Zuweilen hat der Mensch einfach nur Tomaten auf den Augen!

Also, die Sache ist die, Mr. Morgan erzählt uns hier ein Sommermärchen. Er hat sich schlicht um eine Kommastelle vertan und hätte 0,001 W/kg schreiben sollen, statt 0,01 W/kg. Kann ja mal passieren, wenn man von so vielen Nullen umgeben ist ... ;-)

Aufgefallen ist mir der Fehler erst heute beim Rücksprung zu unserer alten Diskussion vor rund 1 Jahr zum selben Thema, dort lautet die Angabe nämlich 1 mW/kg, was nun einmal 0,001 W/kg sind und nicht 0,01 W/kg. Jetzt könnte einer einwenden, dass schon damals Hensinger zu dusselig war, um von Salford richtig abzuschreiben. Dies aber ist nicht der Fall, denn auch im Original von Salford heißt es eindeutig 1 mW/kg.

Auch dieser kleinere Wert ist noch immer sehr fragwürdig hoch, diese Geschichte steht jedoch wieder auf einem anderen Blatt, immerhin ist der Morgan-Wert jetzt allein durch genaueres Hingucken schon um den Faktor 10 gesunken.

Dass sich so ein Fehler unentdeckt durch die Reihen der "kompetenten" schweizer Sendemastengegner von der dortigen Bürgerwelle bis Diagnose-Funk fortpflanzen kann, ist ebenfalls aufschlussreich. Dumm ist, dass das faule Obst längst weiter verteilt wurde und technisch wenig bewanderte Frontleute wie Dr. Markus Kern es, wie ich fürchte, in "Fortbildungskursen" ungeprüft verfüttern. Dies wäre Fortbildung im Sinne des Wortes, denn danach ist die Bildung fort.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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