Salford: Die BHS und Mobilfunkbasisstationen (Allgemein)

Kuddel, Montag, 20.07.2009, 21:25 (vor 4943 Tagen) @ Doris
bearbeitet von Kuddel, Montag, 20.07.2009, 21:50

Er bemerkte, dass die niedrigste Exposition von 0.01 W/kg, bei welcher die BHS am durchlässigsten ist, einen Meter von einer mobil telefonierenden Person oder 200 m von einer Mobilfunk-Basisstation (Sendemast; „Antenne“) entfernt zu erwarten ist.[/color]

Diese Aussage muss falsch sein !

Irgendjemand bringt da wohl was durcheinander.

Sehe ich auch so.

Nehmen wir an, eine fiktive, voll ausgelastete Monster-Mobilfunkstation sendet zur Hauptverkehrszeit auf mehreren Kanälen eine äquivalente Strahlungsleistung von in Summe P=5000 Watt EIRP.
In 200m Entfernung ergibt sich damit in der Hauptkeule eine Strahlungleistungsdichte von
S=P/(4*Pi*d²) = 5000/(4*3,14*200*200) = 0,01W/m²

Nanu, die Zahl klingt vertraut, nur die Einheit ist eine andere.
Hat da jemand Strahlungsdichte mit SAR verwechselt ?

Welcher Ganzkörper SAR ergäbe sich daraus ?
Nehmen wir an, der Mensch habe ein Gewicht von 70kG, eine Oberfläche von ca 0,7m² und absorbiere die gesamte Leistung (in Realität wird ein Teil der Leistung reflektiert). Dann ergibt sich ein Ganzkörper SAR von "worst case"
(0,01W/m² * 0,7m²)/70kG = 0,0001 W/kG. Der lokale SAR auf der Bestrahlungsseite des Körpers dürfte ca um Faktor 10 höher liegen, wären 0,001W/kg.

Selbst in dieser "worst case" Betrachtung ist das immer noch um Faktor 10 weniger, als von Herrn Morgan behauptet wurde.

Eine normale Basisstation hätte auch nur 1/10 der von mir oben angenommenen Leistung , womit in 200m Abstand eher mit 1/100 des SAR zu rechnen ist, bei der Salford glaubt einen Effekt gefunden zu haben. Auch Salford hatte schon einen Dramatisierungsfaktor von 10 eingebaut...

K

Tags:
Morgan, Klarstellung, SAR-Wert, EIRP


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