Dr. Ulrich Warnke zu "Angst vor Elektrosmog" ▼ (Allgemein)

Doris @, Donnerstag, 24.04.2008, 18:32 (vor 4737 Tagen) @ Kuddel

Den Eindruck habe ich gerade nicht gewonnen.

Sowohl meine Bekannte als auch ich räumen beide ein, dass die Psyche eine sehr große Rolle spielt. Ich halte deshalb an unserer ERfahrung fest (und bei ihr war es eben intensiver, weil der Zeitpunkt länger war), weil wir zum damaligen Zeitpunkt keine Information zu dem Thema hatten und erst im Nachhinein erkennen konnten, dass diese Symptome schon im zeitlichen Zusammenhang zu den langen Telefonaten standen. Ich mache zwar heute noch bei der seltenen Nutzung eines DECTs eine Erfahrung, aber ich kann heute nicht mehr ausschließen, ob unterschwellig eine Angst, oder ich würde bei mir eher sagen eine Erwartung mit eine Rolle spielt. Allerdings muss man auch bedenken, nicht alles was man spürt muss gleichzeitig eine negative gesundheitliche Auswirkung bedeuten. Da muss man ja auch noch differenzieren.
Auffallend ist auch, dass die Menschen, die zwar durchaus an Symptome durch Funk glauben und auch erfahren haben, aber eben alles kritisch hinterfragen sich als nicht elektrosensibel bezeichnen.

Doch die Elektrosensiblen räumen Angst ein, die mit eine Rolle spielen kann, aber eben bei anderen und nicht bei ihnen. Sie selber sehen bei sich ja einen eindeutigen Zusammenhang zwischen ihren Beschwerden und dem Einfluss HF/NF.

aber nach einigen Tagen bis Wochen stellt man fest,oops, meine Symptome kommen wieder.

Und da finde ich, wird es schon schwierig, denn in dem Moment, wo sich das im Kopf festgesetzt hat, kann es einen beeinflussen, weil es vielleicht unterschwellig schon erwartet wird.
Für mich sind es die Ersterfahrungen von Menschen, die keine Ahnung von dem Thema haben und wo ich dann feststelle, das habe ich bei den Schilderungen von ES genauso gehört, die mich nach wie vor glauben lassen, dass es so was gibt.

Wenn jemand durch ungünstige Plazierung einer Mobilfunkanalge bei sagen wir 100mW/m² nach und nach, nach selbstkritischer Prüfung die Überzeugung erlangt, daß es am Mobilfunk liegen kann,

Für Sie als Techniker muss die Höhe der Intensität eine Rolle spielen um Sie zu überzeugen. Das glaube ich auf jeden Fall. Und es ist schon so, auch neue Auffälligkeiten, die ich erfahre, die hängen eigentlich immer mit hohen Werten zusammen und passen ins Bild der Wissenschaft. Was für mich als Frage offen ist, vielleicht macht eine Überreizung über einen länger Zeitpunkt es möglich, dass man sensibler werden kann und vielleicht deshalb schon auf schwache Felder reagiert.

Es wird nicht "suggeriert", sondern ich vertrete meine Meinung.

Es wird suggeriert, heißt und bedeutete auch nicht "Sie" suggerieren. Dieses Thema über Angst und allgemein darüber, ob es Menschen gibt, die auf schwache Felder so reagieren, wie diese es darstellen, ist ja nicht neu, sondern kehrt ja immer wieder.

mehr als einem Jahr der Diskussionen ist mein persönliches Resumee, daß ich ich bei der Mehrzahl der Elektrosensiblen jegliche Selbstzweifel vermisse und das macht die meisten davon für mich unglaubwürdig

wobei hier berücksichtigt werden muss, dass es vermutlich keine 50 Namen sind, die im Netz insgesamt auftauchen, ansonsten wird nur über "viele" "immer mehr" Menschen leiden, gesprochen. Die Elektrosensiblen kennen zwar selber wieder andere, aber wir kennen sie nicht und deshalb kann man die Erkenntnisse ja auch nur auf sehr wenige beziehen, mit denen man diskutiert hat. Hier im Forum waren es in jüngster Zeit, also seit Sie dabei sind, gerade mal 3 - 5, die sich auf Diskussionen einließen. Und wieviel kennen Sie im eigenen Umfeld, bei denen Sie wirklich persönlich werten können, wie glaubwürdig die für Sie wären. Wahrscheinlich niemand. Ich selber kenne auch nur interessante Schilderungen von Menschen, die sich nicht als ES bezeichnen und dann kenne ich einen ES, der ins kritisierte Bild passt.

Viel Neues gibt es sowieso nicht zu diskutieren, solange keine neuen Fakten auf den Tisch kommen.

Fakten von wem?

Ist das nun ein unterschwelliger Vorwurf, daß ich dieses Thema nochmal aufgreife ?

Ganz sicher nicht. Erstens habe ich es gar nicht so gesehen, dass Sie das Thema nochmals aufgegriffen haben, sondern ich habe mich eher gewundert, ob Sie diese Warnke-Angst-Geschichte damals nicht mitbekommen haben und zweitens hat sich keiner der ES hier im Forum wegen Ihnen verabschiedet.

> > Wissen Sie was das Problem ist, dieser Auffassung sind allerdings auch

die Kritiker, denen unterstellt wird, dass gerade sie Ängste schüren. :-(

Das will ich nicht in Abrede stellen. Man darf sich dann aber nicht wundern, wenn sich in einem Land der freien Meiungsäußerung Gegenstimmen entwickeln.

Ich wollte damit eher ausdrücken, die meisten- hier namentlich kritisierten Frontleute - vertreten ebenfalls diese Meinung, man darf der Bevölkerung auf keinen Fall Angst machen und sie sind der Meinung sie tun das ja auch nicht, sie sagen nur die Wahrheit. Wo wollen Sie da ansetzen?

Auch Frau Selsam nehme ich ab, daß Sie aus ehrenhaften Motiven handelt. Nur ob es für die "Sache" wirklich hilfreich ist, wenn liebevolle, aber unprofessionelle Arbeit als Argument zur Überzeugung von Entscheidungsträgern vorgebracht wird, wage ich zu bezweifeln.

Richtig, aber wie wollen Sie da was verändern. Und die Elektrosensiblen, die unabhängig davon ob berechtigt oder unberechtigt, oft harte Kritik manchmal wirklich unter der Gürtellinie erfahren, die sind ja froh, wenn sie jemand haben, der ihnen glaubt. Wobei wenn man mal in sich reinhorcht, ist das doch auch verständlich.

Wie soll dieses Problem gelöst werden?

Eine Patentlösung habe ich auch nicht.

Ihre aufgeführten Punkte (die ich rausschneiden musste, weil der Text zu lang ist) sind durchaus mehr als korrekt und da habe ich auch nichts zu entgegen. Deshalb fordere ich selber ja auch immer wieder eine deutliche Strategieänderung.

Irgendwo hatte ich kürzlich gelesen, daß Evi Gaigg sich einen neuen Wirkungskreis gesucht hat, weil ihr die Arbeit im bisherigen Wirkungskreis zu unprofessionell war. Das hat mich beeindruckt.

Das haben Sie im RDW Forum gelesen bei der Diskussion "Kernaussagen gestrichen" als sich RDW mit Lothar Geppert auseinandersetzte. Die Argumentation von Frau Gaigg mag durchaus beeindruckend sein, ihr Wechsel fand statt von Gigaherz (unprofessionel ??) zu Diagnose Funk (professionell ??) Ich kann Diagnose Funk nicht werten, im RDW Forum wurde heftig gewertet. Evi Gaigg hat in diesem Forum früher auch mitdiskutiert. Ich glaube bis 2005/06 finden Sie was von ihr. Damals eskalierte es zwischen Betroffenen und den anderen Schreibern hier und ein paar ES verabschiedete sich schon damals.

Gruß
Doris

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=20693

Tags:
Diagnose-Funk, Elektrosensible, Geppert


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