We ACT: Fake-Petition gegen 5G von AZK beworben (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 21.03.2019, 00:32 (vor 237 Tagen) @ H. Lamarr

Rechtes Milieu: Gegenwärtig wirft die Suche nach dem Titel der Petition bei Google 25 echte Treffer aus. Eindrucksvolles ist nicht dabei. Der Blog ondoor.de ist mehrfach in der Trefferliste vertreten. Jeder darf sich nun gerne seine eigene Meinung bilden, an welchem Rand des politischen Spektrums der Blogger zu verorten ist. Das Interesse des linken und rechten Randes an einer versteckt staatsfeindlichen Instrumentalisierung der Mobilfunkdebatte für ihre Zwecke ist hier im Forum mehrfach dokumentiert. Braune Esoterik hat in der Anti-Mobilfunk-Szene seit langem einen festen Platz, wenn auch nur den von Außenseitern.

Seit 13. Februar 2019 bewirbt die Schweizer Religonssekte AZK die 5G-Fake-Petition mit einem ihrer kitschigen Videos:

Die Mitwirkung der AZK ist eine weitere Erklärung dafür, warum die 5G-Fake-Petition so vermeintlich viel Zuspruch findet. Denn die Sekte kann aktuellen eigenen Angaben zufolge etwa 3000 Anhänger mobilisieren, die ihrerseits zugunsten der Petition Verwandtschaft und Bekanntschaft in Marsch setzen können.

Die Bereitschaft der Sektenführung zur Täuschung zeigte sich am 14. November 2009 in Stuttgart. Üblicherweise mobilisieren Mobilfunkgegner bei "Großdemonstrationen" bestenfalls 200 bis 300 Personen, in Stuttgart aber marschierten zwischen 1300 und 2000 Demonstranten auf. Wie sich erst unmittelbar vor der Demonstration herausstellte, steckte die AZK dahinter. Sie karrte aus der Schweiz und Deutschland mit Bussen Sektenmitglieder nach Stuttgart, die sich dort als heftig protestierende Mobilfunkgegner ausgaben. Der Clou aber stellte sich ein Jahr später heraus. Die AZK plante schon 2009 einen Anti-Mobilfunk-Spielfilm und fädelte es so ein, dass anlässlich der Demonstration in Stuttgart die "Massenszenen" des Films gedreht wurden. Auf diese Weise kam die AZK unentgeltlich zu 1300 bis 2000 ahnungslosen Statisten, die glaubten, auf einer Anti-Mobilfunk-Kundgebung unterwegs zu sein. Maßgeblicher Drahtzieher des Täuschungsmanövers auf deutscher Seite war der "Elektrosensible" Uli Weiner. Ein Erfolg wurde der Film nicht, wer wissen will warum, kann sich das schauderhafte Werk <hier> ansehen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Weiner, Täuschung, AZK, Sasek, 5G-Tea-Party, Braune Esoterik


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