Anti-Mobilfunk-Petition: 642 Mitzeichner nach Woche 6 (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.07.2015, 12:09 (vor 2758 Tagen) @ H. Lamarr

Mit 523 Mitzeichnern startet Frau Keller in die letzte Woche, gar nicht so schlecht. Doch irgend etwas muss es bei der Bürgerinitiative gegen den Funkmast mächtig klemmen, dass nicht viel mehr Stimmen zusammen gekommen sind. Wie ich darauf komme, nächste Woche lass ich's raus.

Im Endspurt der sechsten Woche konnte Frau K. noch einmal 119 Mitzeichner mobilisieren, die Petition zu unterstützen. Gestern aber um Mitternacht wurden die Tore geschlossen, nichts geht mehr. Jetzt heißt es abwarten, wie der Landtag auf das Ansinnen reagiert, das Resultat wird in einigen Wochen hier zu lesen sein. Wie sich die Petition der Diana K. im Vergleich zu anderen Petitionen an den Thüringer Landtag geschlagen hat, dies ist hier zu sehen. Eine Petition zur Abschaffung "psychiatrischer Zwangsmaßnahmen" (Stichwort: Gustl M.) bringt es dort nach vier Wochen auf nur neun Mitzeichner, der Petent hat es offenbar versäumt, sich im Vorfeld der organisierten Unterstützung durch Truppen zu versichern.

Nach sechs Wochen Laufzeit sind die vermeintlich vielen 642 Mitzeichner ein doch eher maues Ergebnis. Die Begründung nennt Frau K. selbst in ihrer Petition:

Unser Anliegen wird untermauert von ca. 1700 Unterschriften von Anrainern, Ortschaftsratsmitgliedern, Anwohnerinnen und Anwohnern der Gemeinde Goldlauter / Heidersbach bzw. Unterstützern, die wir im Vorfeld des Bürgerforums am 05.03.2015 gesammelt und der Stadtverwaltung Suhl bereits zur Kenntnisnahme vorgelegt wurden.

Ist es das schöne Wetter, dass die Maurer lieber zum Baden gehen, als zu petetieren? Dazu ist anzumerken: Diese Petition ist nicht mal eben schnell mit Nennung einer E-Mail-Adresse unterschrieben, der Thüringer Landtag will schon genau wissen, wer ihm da auf die Pelle rückt. Die Eingabeprozedur ist daher mühseliger als einen nervenden Unterschriftensammler los zu werden, indem man seinen Friedrich-Wilhelm kurzerhand in die Liste einträgt.

Ob zusätzlich zur Online-Petition abermals Unterschiftensammler von Tür zu Tür gingen und deshalb möglicherweise noch viele Mitzeichner nachgereicht werden ist nicht bekannt.

Wie viele Fremdgänger aus ganz Deutschland sich in diese rein suhlerische Angelegenheit gedrängt haben muss ich erst noch sichten. Bevor sich Diagnose-Funker aus Stuttgart für die Petition stark machten, lag der Anteil der Fremden zu Beginn bei rd. 1/3. Ist es dabei geblieben, haben nur etwa 430 der rd. 37'000 Suhler die Petition unterstützt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Landtag, Thüringen


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