Schwindler in Aktion (Forschung)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 15.02.2012, 23:03 (vor 3577 Tagen) @ charles

Dabei entstehen gewaltige Magnetfelder ...

Einspruch, euer Maschinenbau-Ehren!

a) Trafoblech ist für Magnetfelder das, was Kupfer für Strom ist: Bevorzugtes Transportmedium. Soll heißen: Der Eisenkern des Trafos "fängt" das Magnetfeld ein, das verbleibende Streufeld ist nicht gewaltig, sondern, im Vergleich zur Flussdichte im Eisenkern, vernachlässigbar klein.

b) Wir sind uns doch einig, dass Magnetfelder einen Stromfluss erfordern, viel Strom, viel Feld, wenig Strom, wenig Feld. Ein Radiowecker hat ungefähr 5 W Leistungsaufnahme, das macht bei 230 V Betriebsspannung rd. 22 mA Strom, das ist viel zu mickrig, um "gewaltige" Magnetfelder zu erzeugen.

Für mich ist die Empfehlung, keinen netzgespeisten Radiowecker auf dem Nachtkästchen zu haben ungefähr genauso geistreich wie der Tipp, kein Handy dorthin zu legen. Beides ist Blödzinn und speist nur das Munkeln & Raunen, das für "Heiler" und Baubios die schönste Mundpropaganda ist. Meines Wissens wurde bislang weltweit auch kein einziger NF-EHS gefunden, der unterhalb der Grenzwerte im Blindversuch seine sensorische Feldwahrnehmung objektiv zeigen konnte. Sollten Sie eine ernst zu nehmende Studie kennen, bei der doch welche gefunden wurden, wäre ich für einen Link oder bibliografische Angaben dankbar.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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