Anhörung: Armer Mann, der nicht weiß was er will (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 25.09.2019, 17:59 (vor 80 Tagen) @ Alexander Lerchl

Sonntag, 22. September 2019, vor dem Reichstagsgebäude in Berlin:

Petent Eduard Meßmer empfängt ab Minute 46:37 die zum Veranstaltungsort heimkehrende Prozession der 5G-Gegner lauthals mit dem Schlachtruf:

Stoppt 5G, das tut weh. Stoppt 5G, das tut weh ...

Einen Tag später ...

Montag, 23. September 2019, vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages:

Petent Meßmer beginnt ab Stunde 1:34:30 seine Antwort auf die Fragen einer Abgeordneten mit dem Bekenntnis:

Ja also, mein Eingangsstatement ... Äh ... bezieht sich nicht ... Äh ... hat die Zielrichtung nicht, 5G von vornherein zu stoppen [...]

Was will er denn nun?

Meßmer fährt fort, "[...] wir wollen erreichen, dass die schädlichen Auswirkungen von Mobilfunk und 5G nicht eintreten."

Der Petent bringt plötzlich Mobilfunk mit ins Spiel (mutmaßlich meint er damit 2G bis 4G) rechnet 5G aber nicht dem Mobilfunk zu. Das ist verwirrend. Noch verwirrender ist, dass er rückwirkend bis zu 2G dem Mobilfunk schädliche Auswirkungen zuschreibt, er sich jedoch in seiner Petition explizit allein gegen 5G wendet (Vergabe von 5G-Mobilfunklizenzen aussetzen und die Einführung des 5G-Mobilfunkstandards unterbinden). Nur, wenn jemand glaubt, auch wenn es dafür keine Belege gibt, Mobilfunk von 2G bis 5G sei gesundheitlich schädlich, dann ist es doch völlig unvernünftig, allein den Stopp von 5G zu fordern! Teilnehmer "Gustav" hat diesen krassen Widerspruch zuvor schon auch bei der Kundgebung in der Schweiz gefunden.

Meine Erklärung: Der Petent ist vor dem Ausschuss hoffnungslos überfordert gewesen. Er überblickte die Tragweite seiner Behauptungen nicht, konnte keine vernünftigen Alternativen benennen, antwortete ausweichend mit inhaltsleeren Phrasen und konnte nicht ein einziges Mal überzeugen. Ich habe in dem Video von der Ausschusssitzung die Körpersprache von Wilfried Kühling beobachtet, ihm war die stumme Verzweiflung über die Äußerungen seines Schützlings deutlich anzumerken. In seiner Not starrte Kühling nahezu durchgängig auf die Unterlagen auf seinem Tisch und tat geschäftig so, als würde er sich Notizen machen. Doch er stocherte nur verzweifelt mit seinem Stift auf dem Papier herum, denn es gab für ihn nichts zu notieren.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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