Bundestag: Verhandlung der 5G-Petition von E. Meßmer (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 21.09.2019, 01:32 (vor 78 Tagen)

Am 23. September verhandelt der Petitionsausschuss in Berlin unter Leitung von Marian Wendt (CDU/CSU) voraussichtlich ab 12 Uhr die 5G-Petition des Petenten Eduard Meßmer. Die Sitzung wird ab 17 Uhr zeitversetzt im Parlamentsfernsehen, im Internet und auf mobile Endgeräte übertragen. Über Annahme oder Ablehnung der Petition entscheidet der Ausschuss in einer späteren Sitzung.

Petent Meßmer verweist auf die gesundheitlichen Risiken, die aus seiner Sicht mit einem flächendeckenden 5G-Mobilfunkstandard verbunden sind.

Bei dem neuen 5G-Standard würden Millimeterwellen bis zu 200 Gigahertz genutzt, heißt es in der Petition. Diese Strahlung werde von der menschlichen Haut absorbiert oder von Pflanzenblättern aufgenommen. Der 5G-Mobilfunkstandard werde – nicht zuletzt mit der dafür erforderlichen Antennendichte – die Exposition von elektromagnetischen Feldern im Hochfrequenzbereich in einem unvorstellbaren Ausmaß erhöhen.

Petent: Krebsrisiko und genetische Veränderungen

Die zu befürchtenden Wirkungen umfassen seiner Aussage nach ein „erhöhtes Krebsrisiko, zellulären Stress, einen Anstieg gesundheitlicher freier Radikale, unkalkulierbare genetische Veränderungen, Änderungen der Strukturen und Funktionen im Reproduktivsystem, Defizite beim Lernen und Erinnern, neurologische Störungen und negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden“. Die Risiken des globalen 5G-Standards reichten jedoch weit über die Menschheit hinaus, zumal sich auch Hinweise zu unerwünschten Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt erhärtet hätten, heißt es in der Petition, die knapp 55'000 Mitzeichner gefunden hat.

Petent Meßmer fordert daher, Verfahren zur Vergabe von 5G-Mobilfunklizenzen auszusetzen und die Einführung des 5G-Mobilfunkstandards zu unterbinden, „solange wissenschaftlich begründete Zweifel über die Unbedenklichkeit dieser Technologie bestehen“.

Abschließendes Ausschuss-Votum erst später

Im Verlauf der öffentlichen Sitzung erhalten Petenten die Möglichkeit, ihr Anliegen kurz darzustellen, um dann Fragen der Ausschussmitglieder zu beantworten. An der Sitzung nehmen auch Mitglieder der Bundesregierung teil, die von den Abgeordneten zu den Themen befragt werden können. Ein abschließendes Votum wird der Ausschuss in einer seiner späteren Sitzungen abgeben.

Hintergrund
Als Ouvertüre für die Sitzung des Petitionsausschusses veranstalten Mobilfunkgegner am 22. September vor dem Reichstagsgebäude in Berlin eine Kundgebung.

[Admin: Hintergrund hinzu gefügt am 25.09.2019, 18:30 Uhr]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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