Millionen Strahlenopfer: Petent ging auch in Brüssel baden (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 23.04.2016, 15:09 (vor 1501 Tagen) @ KlaKla

Schon wieder ein Laie (Grafik-Designer), der den Profiteuren tatkräftig unter die Arme greift.

Am 24. Juni 2012 war der Petent noch guter Dinge. Und ganz und gar ahnungslos. Dies zeigt sein Aufruf zur Teilnahme, den er ausgerechnet im vor sich hin rostenden Forum der Alpenfestung platzierte:

Liebe Freunde,

ich habe gerade eine eigene Petition auf der Avaaz Petitions-Seite erstellt. Sie heißt:
Strahlenbelastung verringern.

Diese Angelegenheit ist mir wirklich wichtig und gemeinsam können wir etwas tun! Jeder, der unterzeichnet, bringt uns unserem Ziel von 100 Unterschriften näher und hilft mit Druck aufzubauen. Seid Ihr dabei?

Klickt hier, um mehr darüber zu erfahren und die Petition zu unterzeichnen:

http://www.avaaz.org/de/petition/Strahl ... erringern/

Kampagnen wie diese beginnen immer klein, aber sie wachsen, wenn Menschen wie wir mitmachen -- bitte nehmt Euch gleich einen Moment Zeit und helft mit, indem Ihr die Petition unterzeichnet und weiterverbreitet.

Herzlichen Dank,

Martin Matuttis

Kommentar: "Kampagnen wie diese beginnen immer klein," und bleiben es, wenn ihre Substanz nur homöopathische Konzentrationen erreicht. Diese Petition versandete deshalb wie alle anderen Anti-Mobilfunk-Petitionen zuvor. Die cleveren unter den Petenten greifen daher zu einer List: Sie basteln sich eigene Webseiten mit Petitionen ohne Verfallsdatum. Dort kommen dann vermeintlich eindrucksvolle Teilnehmerzahlen zustande – freilich erst nach zehn oder 20 Jahren Laufzeit.

Die Pleite von 2012 mit seiner Avaaz-Petition genügte Herrn M. nicht, 2014 probierte er es noch einmal. Am 21. Mai 2014 wandte er sich an den Petitionsausschuss des Europaparlaments, erreichte 1 Unterstützer (vermutlich er selbst) - und wurde bereits im Vorzimmer glatt abgebügelt. Kein Wunder, denn wieder behauptete er frech wie Oskar, dass weltweit Millionen Menschen unter der stetig ansteigenden Strahlenbelastung durch Mobiltelefone, Sendemasten, Wi-Fi und sonstige drahtlose Einrichtungen litten. Ein Protokoll der Ausschusssitzung über seine Petition gibt es nicht, leicht auszurechnen warum nicht.

Zum Stichwort "Elektrosmog" finden sich beim EU-Petitionsausschuss bis dato ganze drei (3) Petitionen. Da steckt noch Erweiterungspotenzial nach oben drin, vorausgesetzt Absahner wollen nicht nur absahnen, sondern für ihr Geschäftsmodell auch etwas leisten. Ginge es nach mir, würde für die Bearbeitung offensichtlich blödsinniger Petitionen eine saftige Bearbeitungsgebühr fällig, zu entrichten vor Freischaltung einer Petition. Petenten mit ernsthaften Anliegen bekämen diese Gebühr nach Bearbeitung erstattet.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Petition, Mitmachaktion


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