Stichprobe: Petitions-Unterstützer erwies sich als echt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 30.06.2012, 01:01 (vor 3217 Tagen) @ Lilith

Oder sind etwa auch die Unterschriften nicht richtig? Zu vermuten ist es.

Um das anhand einer Stichprobe herauszufinden, habe ich einen Unterstützer mit ungewöhnlichem Namen ausgesucht, einen, der in der Szene völlig unbekannt ist. Via Google war er schnell zu identifizieren und ich habe Kontakt zu ihm aufgenommen mit der Frage, ob er tatsächlich die Petition mitgezeichnet hat. Die Antwort war eindeutig: Ja, er hat!

Ich bin dann mit dem Mann, ein Manager (mit Doktortitel) in gehobener Position, kurz in Dialog getreten, denn er zeigte sich überzeugt, dass Mobilfunk schädlich sei. Aus seiner Sicht ist nicht die Frage ob, sondern wie stark die Schädigung ist. Seine Überzeugung hat er aus einem anekdotischen Erlebnis in der eigenen Familie, ein Familienmitglied genas angeblich nach Entfernen eines DECT-Telefons von einer unerkannt mit dessen Anschaffung einsetzenden unangenehmen "Nebenwirkung" (Zittern). Dieses Zittern machte der Person beruflich schwer zu schaffen. Klar, dass solche Erlebnisse eine starke Überzeugung zur Folge haben. Auch "Doris" z.B. fand über ein DECT-Erlebnis zur Mobilfunkgegnerei und es dauerte Jahre, bis sie sich eingestehen konnte, dass dieses Erlebnis auch 1000 andere Ursachen hat haben können.

Ich habe dem Mann meinen Standpunkt aufgezeigt und wir haben uns gegenseitig wie zivilisierte Menschen respektiert, es gab nicht den Hauch von Pöbelei, wie dies anderswo an der Tagesordnung ist. Nach meinem Hinweis auf die Wertlosigkeit einer Stichprobengröße von 1 und das Entfallen der Verblindung (sichtbares Abbauen der DECT-Station) bei dem Familienmitglied war der Dialog jedoch zuende. Vielleicht durchbrach mein Vorschlag, das DECT testhalber heimlich noch einmal in Betrieb zu nehmen, den Fluchtkreis des Mitstreiters. Auch dies beobachte ich häufig: Wenn es konkret wird, und die Überzeugung Gefahr läuft, verloren zu gehen, erlahmt die Dialogbereitschaft schnell und gründlich.

Interessant fand ich den Hinweis auf die Erstinfektion, der in dieser Form immer wieder mal zu hören ist. Demzufolge sei das betroffene Familienmitglied in der Phase der Ratlosigkeit "von irgend jemand darauf hingewiesen worden, es könnte an der Strahlung des Schnurlostelefons liegen".

Daran lässt sich mMn gut erkennen, wie tief bereits die Desinformation in die Bevölkerung eingesickert ist - für 1001 Wehwehchchen findet sich über kurz oder lang "irgendjemand", der einen Zusammenhang mit Funk herstellt. Die Szene unterwandert auf diese Weise langsam aber sicher die Bevölkerung nach exakt dem gleichen Muster, wie es schon bei der Homöopathie oder der Rutengeherei funktioniert hat. Die Petition ist ein kleines Mosaiksteinchen in diese Bild, damit soll mit fremder Hilfe (Unterstützer) Aufmerksamkeit erregt werden. "Doris" hat das mal so formuliert: Jeden Morgen steht ein Dummer auf, du musst ihn nur finden!

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Homöopathie, Glaube, Flucht, Zwang


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