Individuelle Sensibilitäten: Xeroderma pigmentosum (Forschung)

Dr. Ratto, Mittwoch, 16.04.2014, 11:10 (vor 2717 Tagen) @ H. Lamarr

kann so eine "individuelle Sensibilität" bei Hyper-Sensiblen ums millionenfache höher sein als bei normalkonditionierten Menschen?

Ich denke schon, oder zumindest fast - stellen Sie sich einen Nussallergiker vor, da reichen schon einige Milligramm. Millionenfach mehr wäre dann 1 kg, davon wird einem Gesunden zwar auch schlecht, aber er überlebt es. Die Empfindlichkeit der Sinnesorgane (Riechen, Sehen, Hören) schwankt zwar in der gesunden Population nicht ums Millionenfache, Faktor 100 oder 1000 ist aber möglich.

Unter individueller Sensibilität würde ich verstehen, dass zwei gesunde Menschen ...

Wen man individuelle Sensibilität nur auf die gesunde Population bezieht haben Sie natürlich Recht. Dann würden aber auch alle Kranken rausfallen, und ES haben meistens eindeutige Beschwerden und sind nicht Gesund, unabhängig von der Ursache. Das was Sie hier meinen bezeichne ich häufig als "normale physiologische Variabilität", wobei ich das "normal" auf die durchschnittliche gesunde Population beziehe. Da sind dann schon Menschen mit Kreislaufproblemen, Diabetes, Allergiker usw. nicht drin. Hätten z.B. Felder einen gesundheitlich relevanten Einfluss z.B. auf den Blutdruck, würde ich erwarten, dass sich der Blutdruck unter Exposition nicht nur signifikant ändert, sondern dass er auch den normalen medizinisch definierten Bereich verlässt und z.B. ein Bluthochdruck entsteht. Wäre die Änderung signifikant, aber noch im normalen Bereich der Gesunden, wäre zwar ein Effekt da, diesen würde ich aber nicht als gesundheitlich relevant bezeichnen, oder nur als gesundheitlich relevant für Kreislaufpatienten - wie Kaffee und Alkohol.

Ich glaube aber, Leszczynski meint mit dieser Aussage:

individuelle Empfindlichkeit, liegt in unserer genetischen Diversität begründet. Es ist eine Tatsache, dass individuelle Sensibilität existiert.

etwas anderes. Er spricht von Empfindlichkeit, mein also besonders sensible Personen, wie z.B. Allergiker. Unter genetischer Diversität kann man natürlich auch die seltensten Gendefekte mit einbeziehen, und dann landen wir tatsächlich bei den Mondscheinkindern. Ich denke, er meint die gesamte physiologische und genetische Variabilität der gesamten Menschheit, ohne jegliche Ausnahmen. Dann kann man natürlich nicht ausschließen, dass es irgendwo einen einzigen mit einem speziellen Defekt geben könnte. Daraus zu schließen, dass es ES gibt bzw. geben muss finde ich übertrieben.

Tags:
Blutdruck, Diabetes, Bluthochdruck, Signifikant


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