Die Versicherbarkeit von Emerging Risks in der Haftpflicht (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 23.03.2014, 19:33 (vor 2084 Tagen) @ Gast

Waschzetteltext des Buches Die Versicherbarkeit von Emerging Risks in der Haftpflichtversicherung von Dr. Hannah Teschabai-Oglu:

Klimawandel, Pandemierisiko, zunehmender Terrorismus, elektromagnetische Felder, Gentechnik oder Nanotechnologie - all dies sind Emerging Risks, neuartige Risiken mit ungewissem, möglicherweise aber katastrophalem Schädigungspotenzial. Jene Risiken stellen insbesondere die Haftpflichtversicherer vor gewaltige Herausforderungen. Trotz ihrer erheblichen praktischen Bedeutung sind sie wissenschaftlich bislang noch weitgehend unerforscht. Diese Lücke schließt die Autorin mit der vorliegenden Arbeit. Sie untersucht die Frage, ob Emerging Risks in der Haftpflichtversicherung versicherbar sind bzw. wie sie versicherbar gemacht werden können. Hierzu wird zunächst geklärt, inwiefern eine Haftung für Emerging Risks - derzeit oder künftig - zu befürchten steht. Anschließend werden Kriterien für die Versicherbarkeit eines Risikos auf Emerging Risks angewandt. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Untersuchung der verschiedenen, sich dem Versicherer bietenden risikopolitischen Instrumente, mit deren Hilfe die Versicherbarkeit von Emerging Risks verbessert werden kann. Behandelt werden dabei insbesondere folgende Instrumente: - Vereinbarung einer Bedingungsanpassungsklausel - Vereinbarung risikobegrenzender Obliegenheiten - Ausschluss bestimmter Teilrisiken - Umstellung auf das Anspruchserhebungsprinzip - Zeitliche Risikobegrenzungen - Betragsmäßige Risikobegrenzungen - Vereinbarung einer Serienschadenklausel Von Interesse ist die Arbeit insbesondere für Makler und Produktmanager in Versicherungsunternehmen, die sich mit künftigen Haftungsrisiken und der Möglichkeit ihrer Versicherung befassen, aber auch an Führungskräfte, die für technologische Emerging Risks in innovativen Branchen Verantwortung tragen.

Kommentar: Elektrosmog ist also bei weitem nicht das einzige Großschadenrisiko, das den Versicherungen Kopfzerbrechen bereitet. Die Desinformanten, die mit verzerrter Berichterstattung versuchen, die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen, tanzen indes auf mehreren Hochzeiten. So hetzt das Esoterik-Magazin "Zeitenschrift" schon lange gegen Mobilfunk und auch zur Gentechnik wird die Nichtversicherbarkeit des Risikos auf die gleiche tendenziöse Weise bemüht, wie bei elektromagnetischen Feldern.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Risiko, ZeitenSchrift, Versicherung, Nanotechnologie, Pandemie


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