Neun Meter unter einer Hochspannungstrasse (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.08.2010, 11:14 (vor 3388 Tagen)

Und wieder ein Erfolg der EMF-Angstmacher: Ramazan Tafoski hat 1990 unter einer 380'000-Volt-Leitung ein Haus gebaut. Der Baugrund war günstig, denn die Hochspannungstrasse verläuft dort schon seit rund 80 Jahren und wer will schon freiwillig direkt unter solche Kabel.

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Foto und Artikel: http://www.hna.de/nachrichten/kreis-kassel/kaufungen/messung-soll-klarheit-bringen-893290.html

Damals war der Mann 43 und vermutlich kräftig und gesund. Heute sollen viele unter den Leitungen lebende Menschen krank sein, die Rede ist von MS bis Alzheimer. Und mit 63 kann einem schon mal das eine oder andere zwicken.

Worauf ich hinaus will: Vor 20 Jahren war die Trasse für die Leute kein großes Problem weil sie 20 Jahre jünger waren. Mit dem Alter kommen wie überall Krankheiten, die aber dort jetzt mit der Trasse in Zusammenhang gebracht werden. Anderswo vielleicht mit einer Müllverbrennungsanlage, einem Chemiewerk oder Bodenverschmutzung. Dass es in Lohfelden die Hochspannungsleitung ist, ist mMn den Angstmachern zu verdanken, die es einem leicht machen, mit ihren Behauptungen Angst zu kriegen. Nur, wo waren die, als vor 20 Jahren Tafoski sein Haus im Schatten der Masten baute? Damals gab es sie nur in Büchern, heute kommen sie via Internet gratis zum Hausbesuch. Damals musste man einiges aufwenden, um sie zu hören, heute entgeht man ihnen kaum noch. Damals waren es einige wenige Autoren, die damit Geld machten, heute sind es Copy-Paste-Vervielfältiger, die unter dem Begriff "Betroffene" gratis Angst verbreiten. Kein Wunder, dass Tafoski und andere es heute mit der Angst zu tun kriegen.

[Nachtrag vom 21.03.2011: Zum Vergleich das Foto einer vergleichbaren Situation in Manila]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Copy-Paste, Hochspannungsleitung, Verbrennung


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