UMTS-Studie Wien: indirektes Schuldeingeständnis (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.12.2009, 13:20 (vor 4726 Tagen) @ Alexander Lerchl

Er wird allerdings momentan gerade eine etwas unerfreuliche Zeit haben, weil er soeben sozusagen offiziell als korrespondierender Autor zu einer solchen Stellungsnahme aufgefordert worden ist.

Was heißt "sozusagen offiziell"? Von wem wurde er aufgefordert?

Im Zuge der Begutachtung empfahlen zwei der vier (!!) Gutachter*, doch auch noch einmal hier und dort etwas zu überprüfen.

Das heißt dann im Klartext, dass die Aussagen in dem Artikel nach menschlichem Ermessen objektiv zutreffend sind. Aber: Sind dies dann automatisch auch vier Gutachten, dass der [xxx]verdacht zutreffend ist, so wie er in dem Artikel geäußert wird?

Das kostet zwar viel Geld, das ist es aber wert.

Was kostet sowas denn übern Daumen und bekommen Sie das Geld von der Uni erstattet. Wie ist das überhaupt, publiziert ein Wissenschaftler als Privatperson, als Mitarbeiter einer Uni oder als SSK-Mitglied?

Die AUVA in Österreich, die die REFLEX-Nachfolgestudie (also die Veröffentlichung von Schwarz et al. 2008) finanziert hatte, forderte nach Bekanntwerden der Vorwürfe ... das Geld zurück und bekam es auch. Es ging nach meinen Infos um ca. 100,000 Euro.

Na sowas, nein, das ginge ja nun gar nicht, dies wäre ja ein ziemlich eindeutiges Schuldeingeständnis. Wenn denn die UMTS-Studie so unge[xxx] ist, wie Prof. A. dies nach vorne hin beteuert, dann müsste er nach hinten hin doch nicht zurückverlangte Fördergelder erstatten. Vermutlich gibt es keine öffentlich einsehbaren Belege, dass die Auva tatsächlich eine Rückerstattung verlangte - oder doch? Fehlt bloß noch, dass die EU die Fördergelder für Reflex still und leise wieder zurückbekommen hat. Dies müsste sich eigentlich erfragen lassen, nur wo?

Allmählich habe ich den Eindruck, selbst Prof. A. hat die UMTS-Studie insgeheim schon als "fabriziert" abgeschrieben. Seine Verteidigungslinie zieht er augenscheinlich nicht vor dieser Studie, sondern vor der älteren Reflex-Studie. Zu dieser Einschätzung bringen mich die letzten Stellungnahmen von Prof. A., bei denen die UMTS-Studie völlig in den Hintergrund getreten ist.

[Hinweis: [xxx] aus Rechtsgründen editiert am 09.09.2011]

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
UMTS-Studie, ATHEM-Projekt, Forschungsmittel, Rückerstattung


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