Hallelulja: Um 4000 Prozent stärkere Befeldung! (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 19.12.2009, 19:00 (vor 4788 Tagen) @ Doris

Zu der chinesischen Arbeit gibt es keine Bewertung. Allerdings was die beiden kritisierten Faktoren in der italienischen Arbeit betrifft (Reaktion nach 16 Stunden und nicht nach 4 Stunden und der SAR Wert von 2 W/kg könnten in dieser chinesischen Arbeit auch bemängelt werden.

Ja aber, da liegen doch Welten zwischen der skandalauslösenden Wiener UMTS-Studie, die bereits bei 0,05 W/kg DNS-Stangbrüche gefunden haben will, und den 2 W/kg bei den GSM-Replikationen. Die Italiener und Chinesen haben um sage und schreibe 40-mal stärker befeldet als die Österreicher. Dramatisch verbrämt sind dies 2/0,05 x 100 = 4000 Prozent mehr. Wie zum Kuckuck kann Prof. A. da von einer Replikation reden? Und wieso zum Teufel quatschen diverse Sendemastengegner die Darstellung des Ex-Tabaklers so völlig kritiklos wie Lakaien nach, jeder Grundschüler kann doch die Relation von 2 W/kg zu 0,05 W/kg erkennen. Also, was ist da los, träume ich, liege ich völlig neben der Spur oder versucht da nur jemand, andere für dumm zu verkaufen?

Jetzt wo ich's schreibe merke ich erst, dass die UMTS-Studie sowieso schwierig einzuordnen ist wenn Prof. A. von Reflex-Replikationen spricht. Denn eigentlich gehört die UMTS-Studie nicht zu Reflex, sie war ein Reflex-Nachfolgeprojekt. So gesehen ist mein Vergleich oben vielleicht nicht zulässig, das liegt dann aber auch an der schwammigen Zuordnung der UMTS-Studie zum Reflex-Projekt. Manchmal habe ich den Eindruck, Prof. A. legt es geradezu darauf an, dass seine Arbeiten fehlerhaft interpretiert werden. Da lässt es sich dann genüsslich beobachten wie etwa ein Herr Hensinger sich vergallopiert, der eigene Ruf aber unbeschadet bleibt, weil die Fehler ja in der zweiten und dritten Reihe gemacht werden.

Jetzt wird mir auch klar, warum Prof. Prof. A. auf die Frage, ob denn nun schon die Anwohner von Basisstationen den EMF-Krebs fürchten müssen, oder doch nur die viel stärker exponierten Handy-Nutzer, nur ausweichend geantwortet hat. Er wusste wohl schon damals mehr ...

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Fehlinterpretation, UMTS-Studie, Ablenkung


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