Kondom für Sendemast offenbar nur ein PR-Gag (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 19.12.2008, 14:49 (vor 3981 Tagen) @ Gast

Was sagt eigentlich O2 zu dem Ansinnen von Uli Weiners Anwälten, den fraglichen Sendemasten, der das Funkloch von Uli Weiner in der Nähe von Freiburg mit Funkwellen füllt, unverzüglich außer Betrieb zu nehmen? Immerhin soll das dringliche Schreiben der Anwälte schon vor mehr als einen Monat rausgegangen sein.

Ich habe deshalb heute den für Mobilfunk & Gesundheit zuständigen Referenten bei O2 angerufen und nachgefragt. Von einem Brief der Anwälte wusste Dr. Schönborn nichts, er schloss jedoch nicht aus, dass dieser Brief möglicherweise in die Rechtsabteilung des Betreibers geleitet wurde. Wegen der Weihnachsfeiertage sagte er zu, sich ab 7. Januar intern um die Angelegenheit zu kümmern und dann eine Stellungnahme zu geben.

Interessant fand ich seine Auskunft, dass O2 von der Verhüllungsaktion ebenfalls erst aus Publikationen erfahren habe. Die Technische Betriebsabteilung sei daraufhin beauftragt worden, die Protokollaufzeichnungen des besagten Masten nach Betriebsstörungen zu untersuchen. Dabei habe man jedoch nichts Auffälliges entdecken können. Bei der dann folgenden Inaugenscheinnahme am "Tatort" sei von dem "Kondom" ebenfalls keine Spur gefunden worden. Wenn es denn überhaupt je länger als für ein paar hübsche Fotoaufnahmen drübergezogen war, hat das "Kondom" (eine federleichte metallbedampfte Rettungsdecke) vielleicht der Wind fort getragen.

Dies nährt den Verdacht, dass es sich bei dieser Aktion um einen PR-Gag gehandelt hat, um die Aufmerksamkeit auf die Situation von Uli Weiner und das verschüttete Funkloch zu lenken.

Fortsetzung folgt Anfang 2009 ...

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Kondom, Weiner, Spenden, Elektrosensible, Aludecke


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