Streubombe gekoppelt mit viralem Marketing (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 01.12.2008, 16:57 (vor 3997 Tagen) @ Gast

Quelle: EMF-Omega News

Ach du liebes Lieschen, die beiden unter "Quelle" erreichbaren PDFs stellen für mich einen Rückfall ins finstere Mittelalter dar. Da reihen sich längst überholte und widerlegte Behauptungen wie "Perlen" auf einer Kette.

Auffällig ist der ausgeprägte Drang zu öffentlichkeitswirksamen Auftritten. Denn noch viel besser hätte der O2-Mast sich ja unauffällig in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verhüllen lassen, wenn es nur darum gegangen wäre, ein Funkloch ein paar Tage länger zu erhalten. Wozu also gleich zwei sogenannte Pressemeldungen, in denen sich Uli Weiner genüsslich selbst zitiert wie einst Franz Titscher? Nun, aus meiner Sicht deshalb, weil die Schutzwirkung der Aktion mit Sicherheit nur von sehr begrenzter Dauer war (vielleicht 1 oder 2 Tage), was jedoch nicht weiter stört, da die Aktion sowieso nur Aufhänger ist für die Verbreitung der Alarmbotschaften in den beiden PDFs.

Ebenfalls auffällig: Die Alarmbotschaften sind nach wie vor biedere Hausmannskost, seit Jahren werden immerzu nur dieselben angestaubten Behauptungen vorgetragen, eine Weiterentwicklung - z.B. irgendeine Reaktion auf die hinlänglich bekannten Gegenargumente - findet nicht statt.

Aus meiner Sicht ist die Kondom-Aktion ein typisches Beispiel dafür, wie sich ES von einem aus ihren Reihen vor aller Augen öffentlich zum Narren machen lassen, wenngleich das erhoffte Pressecho zu der skurrilen Aktion bislang - zumindest Online - völlig ausgeblieben ist. Für mich nicht nachvollziehbar ist das Phlegma, mit dem weniger auf PR versessene ES dem Treiben von Weiner seit vielen Jahren widerspruchslos zuschauen. Der offenkundige Widersinn solcher Aktionen stört nur diejenigen nicht, die auf sinnvolle Aktionen keinen Wert legen, weil es für sie nur darauf ankommt, dass eine möglichst große diffuse Angst gegenüber EMF in der Bevölkerung erzeugt wird. Und so schließt sich auch hier der Kreis mit dem konkreten Verdacht, dass die gesamte Aktion nur das Ziel hat, bereitstehende "Helfer" für die honorarpflichtige Angstlinderung gut ausgelastet in Lohn und Brot zu halten. Wir werden daher in schöner Regelmäßigkeit weiter schrille Aktionen erleben, die mit vorbereiteten Pressemeldungen eilends an potenzielle Kunden herangetragen werden sollen. Und wenn die Presse nicht mitspielt, wie diesmal anscheinend, dann gibt es ja gottseidank noch die internen Verteiler zur gezielten Versorgung der "lieben Mitstreiter" - im Fachjargon nennt man das Streubombe gekoppelt mit viralem Marketing über soziale Netze. Denn: A bissel was geht immer!

Weidmannsheil, ich bin gespannt, was Uli Weiner sich als nächstes ausdenkt, wenn der Angstpegel im Volk droht abzusinken. Hochempfindliche Messgröße dafür sind bequemerweise die EMF-Umsätze im breiten Spektrum der Helfergewerbe.

Wer nicht weiß wovon ich rede: hier werden Sie sensibilisiert - und hier werden Sie auf den Topf gesetzt

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Viralmarketing


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