Strahlenschutzverein will Initiative mit Torschlusspanik retten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 10.03.2021, 23:57 (vor 273 Tagen) @ Gustav

Zumindest im Internet, bzw. den sozialen Medien passiert nicht viel mit dieser Volksinitiative.

Das YouTube Video welches verlinkt ist kann man nicht sehen. Die neusten Beiträge auf Facebook und Twitter sind vom Oktober 2019. Bei Twitter sind es ganze 6 Follower, bei Facebook immerhin 33 Abonnenten und 3 Likes.

Die Sammelfrist der Mobilfunkhaftungsinitiative endet, wenn nichts dazwischen kommt, am 3. Juli 2021.

Um diese Initiative scheint es tatsächlich nicht zum Besten zu stehen, denn die Initiatoren erhoffen sich jetzt mehr Breitenwirkung, wenn der Verein "Schutz vor Strahlung" die Aufmerksamkeit auf diese Initiative lenkt. Der älteste und angeblich größte Anti-Mobilfunk-Verein der Schweiz, Gigaherz, ist als "Schutzorganisation" offenbar ein nicht mehr in Erwägung gezogenes Auslaufmodell geworden, er teilt damit das Schicksal der deutschen Bürgerwelle.

Wenn aber "Schutz vor Strahlung" irgendwo die Finger mit drin hat, dann ist Vorsicht geboten, denn der Verein spielt meiner Beobachtung nach auffallend gerne mit gezinkten Karten. Diesmal musste ich nicht lange suchen, um die Karte im Ärmel zu finden.

Der Verein ruft heute, 10. März, auf seiner Website dazu auf, den angebotenen Sammelbogen jetzt zu unterzeichnen und einzusenden. Das ist legitim. Die krumme Tour ist, der Verein verkürzt die Sammelfrist künstlich auf "Ende Mai", um die Massenträgheit der Adressaten mit Torschlusspanik zu überwinden. Mutmaßlich wird, so der Plan, rechtzeitig vor "Ende Mai" ein bedauerlicher Irrtum beim genannten Ende der Sammelfrist eingeräumt und dann bis zum tatsächlichen Fristende munter weiter gesammelt.

Screenshot von der Website des Vereins Schutz vor Strahlung (10. März 2021)
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Was sagt uns dieses trickreiche Vorgehen?

Optimist: Die Haftungsinitiative läuft so gut, dass die 100'000 Unterstützer mit einem letzten Kraftakt erreicht werden können.
Pessimist: Die Chancen, die Mindestanzahl der Unterstützer zu erreichen stehen so schlecht, dass das Ziel nur noch mit List & Tücke zu erreichen ist.

Spätestens nach dem 3. Juli 2021 wissen wir, wer Recht behalten hat.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Seilschaft, Volksinitiative, Hepfer, OCG, Schutz vor Strahlung, Echokammer, Mobilfunkhaftungsinitiative


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