Luzern: Gigaherz will erst zur Abstimmung losschlagen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 17.01.2016, 15:42 (vor 1636 Tagen) @ H. Lamarr

Dass die Gegner 1200 Stimmberechtigte mobilisieren können zeigte die Volksinitiative. Wer die restlichen 78'800 für einen Gegenvorschlag des Großen Stadtrats begeistern soll ist mir noch nicht klar.

Gigaherz-Prädident Hans-U. Jakob hat gestern in seinem Kaffeesatz gelesen und weiß jetzt:

Andererseits werden die Mobilfunkbetreiber locker eine Million in ihre Abstimmungspropaganda investieren können. Und wie diese aussieht ist hinlänglich bekannt. Die schrecken selbst vor Auftrags-Mobbing und Auftrags-Rufmord nicht zurück.

Ich bin gespannt auf "Abstimmungspropaganda", "Auftrags-Mobbing" und "Auftrags-Rufmord". Ein aktuelles Shitstorm-Beispiel auf der Gigaherz-Website ist dieser intrigante Bericht über den Streit Warnke vs. Lerchl.

Am wirksamsten wäre aus meiner Sicht, der Stadtrat würde HUJ auftreten lassen, dann wäre das Referendum für den Rat so gut wie gewonnen. Da unser Mann aber ab März nur noch gewöhnliches Vereinsmitglied ist und - glaubt man seiner Ankündigung - nicht mehr Präsident, wird das mit einem Auftritt im Mai oder Juni wohl nichts mehr werden.

Der "Schrecken von Schwarzenburg" sieht dies anders und hat sich eine – für seine Verhältnisse – geradezu raffinierte Strategie ausgedacht, um Luzern im Handstreich zu nehmen:

Gigaherz wird sich hüten, die Argumente pro Kaskadenmodell und gegen die Propagandaflut der Mobilfunker schon zum heutigen Zeitpunkt öffentlich zu machen. Dies wird erst kurz vor der Volksabstimmung erfolgen.

Als ob nicht jeder, der Herrn Jakob ein bisschen auf die Finger schaut, seine sogenannten Argumente, die er längst auf seiner Website heraus posaunt hat, bis zum Überdruss kennt. Fürchten muss diese Argumente mMn niemand, schon gar kein Fachmann, der sich mit Linkbilanzen auskennt und wirklich weiß, welche Folgen das Kaskadenmodell für die Immission durch Sendemasten und Handys hat. Herr Jakob hat mehrfach belegt, dass er diese Zusammenhänge nicht blickt.

Jakobs Kaffeesatz muss ihm überdies verraten haben, dass der Große Stadtrat von Luzern am 25. Februar die Initiative ablehnen wird. Nur dann kommt es zur Volksabstimmung, an deren Zustandekommen der Elektriker i.R. offensichtlich keinerlei Zweifel hat. Er scheint auch nicht vor zu haben, mit seiner "speziellen" Fachkompetenz den Großen Stadtrat auf die Seite der Initianten zu ziehen. Nein, Hans-U. Jakob ist der Mann fürs Grobe, er wendet sich mit seiner "speziellen" Fachkompetenz lieber ans Volk. Das Risiko, dort auf kompetenten Widerspruch zu stoßen, ist vernachlässigbar klein.

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[Admin: Link zu "intrigantem Bericht" auf Gigaherz-Website nachgereicht am 18.01.2015]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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