Elektrosmog-Frühling: Antwort auf Anfrage vom 9. Mai (Allgemein)

Kuddel, Montag, 21.05.2012, 00:01 (vor 2731 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Montag, 21.05.2012, 00:39

Der Wiener Wissenschafler sieht es umgekehrt zu meiner Sichtweise, nicht er habe sich mit Frau Plank eingelassen, sondern Frau Plank mit ihm.

Das könnte bedeuten, daß Frau Plank ist von ihrer Sichtweise sehr überzeugt ist, nach wissenschaftlicher Anerkennung sucht und sich Herrn Mosgöller als "Notar mit Reputation" ausgesucht hat. Das ist ihr gutes Recht und für Herrn Mosgöller ein schwieriges (bez. Glatteis), aber sicher auch interessantes Thema.

Er, so Mosgöller, verwende Forschung als Mittel, um Meinungen und Fakten auseinander zu halten.

Das ist seine Aufgabe.

Faschistische Denkweise (Ausgrenzung Andersdenkender) lehne er ab.

Ich auch. Ich werde allerdings mißtrauisch, wenn das "Geschäft mit der Angst" oder "das Geschäft mit Esoterik-Produkten" mit im Spiel ist und schon vor Forschungsbeginn öffentlichkeitswirksam "Vorschusslorbeeren" auf das Ergebnis ausgeteilt werden.

Den Ball aufgenommen habe er, weil er ergebnisoffene Forschung einsetze, um gemeinsame Positionen zu finden.

Es geht doch hier nicht um Demokratie und Koalition ("gemeinsame Positionen finden"), sondern um wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn (Wahrheit).

Das Problem, welches ich mit der Konstellation habe ist, daß m.M.n weder Frau Planck noch die Probanden "ergebnisoffen" sein werden:

=> Frau Planck, weil ihr bereits bestehendes Geschäftsmodell und viele ihrer Geschäftsbeziehungen (Baubiologenschulungen, Alternativmedizische Behandlungen) auf der Hypothese beruhen, daß (aus etablierter Sichtweise "sehr schwacher") Elektrosmog krank machen- oder auch "heilen" kann (Bioresonanz).

=> Die Probanden, weil sie für ihre Mitwirkung bezahlen müssen, also davon auszugehen ist, daß nur solche Probanden teilnehmen, die an krankmachenden Elektrosmog glauben und von Frau Planck eine Bestätigung der Hypothese "Elektrosmog macht krank" erwarten.

Da steht also m.M.n. einiger "Druck" (für Frau Planck) im Raum, daß die Studie ein "Erfolg" wird und eine Bestätigung ihrer "schwacher Elektrosmog macht krank- Hypothese" liefert.

Was Frau Planck braucht, ist m.M.n. eine interessenfreie (unabhängige) Bestätigung ihrer "Hypothese", sonst bleibt das Ergebnis immer angreifbar.

Und wenn das Projekt-Team bereits vorab in einer "Volkszeitung" verkündet:

Dem Projektteam sei es ein Anliegen, diese Thematik aus dem esoterischen Eck zu holen und wissenschaftliche Beweise zu sammeln.

...So ist das doch bereits vorab eine eindeutige "Werbe-Botschaft ans Volk", daß das komplette Projekt-Team die Ansicht vertritt, daß das Thema nicht ins "esoterische Eck" hinein gehört und schon weiß, daß man "Beweise" zu finden gedenkt.

Solche Vorschusslorbeeren aus dem Munde eines Wissenschaftlers aus gutem Hause eignen sich vorzüglich, das klassische Geschäft mit Angst und Psyche zu fördern (Geobiologen, z.T. auch Baubiologen)

Besser hätte ich eine neutralere Formulierung gefunden wie:
"Dem Team sei es ein Anliegen, mit wissenschaftlichen Methoden zu überprüfen, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen schwachem, "haushaltsüblichem" Elektrosmog und Gesundheit gibt"...

K

Tags:
Hypothese


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