Dem Salzburger Vorsorgewert fehlte schon 1998 die Grundlage (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 11.08.2011, 00:58 (vor 3019 Tagen) @ Doris

Im wesentlichen stützt sich diese Bewertung auf die Ergebnisse einer einzelnen Studienreihe, welche jedoch nach Aussage des Originators (Prof. Röschke) fehlinterpretiert wurde. Der Wert von 1 mW/m² entstand durch 500-fache Reduzierung einer bei Schlaflabor-Experimenten verwendeten Leistungsflussdichte, bei welcher eine (umstrittene) Beeinflussung des menschlichen Schlafs gefunden wurde.

Dann ist das hier aus dem Jahr 1996 also die Mutter des Salzburger Vorsorgewerts!

Tragisch: Diese Studie wurde von der Deutschen Telekom gefördert. Die Telekom hat uns also den Salzburger Vorsorgewert eingebrockt ;-).

Noch tragischer: Zwei Jahre später (1998) wollte Röschke seine Studie von 1996 replizieren, mit 200 mW/m² (statt 500 mW/m²), was ihm jedoch nicht gelang. Die Erfinder des Salzburger Vorsorgewerts ließen sich 1998 davon jedoch in keiner Weise beirren, die Unterzeichner der "Salzburger Resolution" 2000 ebenfalls nicht. Schon damals gelang es Mobilfunkgegnern offenbar hervorragend gut, unerwünschte Studienergebnisse zu ignorieren. Dem Salzburger Vorsorgewert fehlte faktisch bereits 1998 die Existenzgrundlage - dennoch war seine weltweite Verbreitung im Schlepptau der "Salzburger Resolution" nicht mehr zu stoppen. Entzückend!

Hätte es 1998 schon das EMF-Portal gegeben, der Salzburger Vorsorgerwert wäre wohl bereits in seinen Anfängen stecken geblieben.

Verschwörungsfans bitte startklar machen: Auch die Replikationsstudie von Röschke 1998 wurde, wie das Original, von der Deutschen Telekom gefördert.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Vorsorgewert, Oesterreich, Existenzgrundlage, Röschke, Telekom, Salzburger


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