Salzburger Milliwatt: Verhältnismaesig niedriger Grenzwert (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 07.08.2011, 19:59 (vor 3029 Tagen) @ Kuddel

Das "Land Salzburg" wird in Hinsicht Elektrosmog nur von einer Person (Dr Oberfeld) vertreten und die hat nichts anderes gemacht, als die Werte aus der empfohlenen "Lektüre" zu übernehmen => W.Maes, Streß durch Strom und Strahlung, welches auch in dieser Infomappe (PDF 1,1MB) des Landes Salzburg empfohlen wird.

Von der zeitlichen Reihenfolge her wäre dann aber das Ei vor der Henne da gewesen.

Denn der Salzburger Vorsorgewert entstand ab 1998 und wurde mit der Salzburger Resolution ab 2000 zum Maß der EMF-Dinge für die erste Dekade. Wolfgang Maes aber kam mit seinem Buch gemäß dieser Quelle in der 1. Auflage erst 2005 heraus. Also liegen Sie falsch.

Klarer Fall? Denkste!

Wer so lange im Geschäft ist wie Maes, der wartet nicht bis 2005, um Grundlegendes zum Besten zu geben. Und so ist es denn auch. Auf der Website des Baubiologen stehen aller Voraussicht nach zutreffende Angaben zu dem Buch:

ISBN 3-923531-25-7, 800 Seiten, 1. Auflage 1992, 5. Auflage 2005, 6. Auflage erscheint 2011

Also haben Sie doch recht gehabt, Maes propagierte noch vor Oberfeld den Salzburger Vorsorgewert, vorausgesetzt, die "magischen" 1 mW/m² werden in der Auflage, die 1998 aktuell war, auch tatsächlich genannt. Nachprüfen kann ich das leider nicht, denn mit 388,88 Euro (Stand heute) ist mir dieses mMn zweifelhafte Werk in gebrauchtem Zustand denn doch ein paar Nummern zu teuer :wink:.

Der Gedanke, dass das Salzburger Milliwatt nicht auf dem Mist der Wissenschaftler gewachsen ist, die 2000 in Salzburg die Resolution verfasst haben, sondern vom geschäftstüchtigen Maes zuvor in die damalige Szene der EMF-Bedenkenträger injiziert wurde, ist mMn bedrückend. Es gibt außer dem Buch aber noch ein Indiz dafür, dass dies der Fall sein könnte. Mit Cindy Sage mischte damals schon eine Baubiologin bei der Salzburger Resolution mit, die in den USA eine rege Geschäftstätigkeit zeigt und später maßgebend am Zustandekommen des Reports der BioInitiative beteiligt war, der wiederum die Chefin der Europäische Umweltagentur (Jacqueline McGlade) zu unbedachten Äußerungen stimuliert hat. Sogar die Resolution des Europarats vom Mai 2011 beruft sich auf den Report der BioInitiative und ist in letzter Konsequenz so ebenfalls - möglicherweise - auf die PR-Aktivitäten des emsigen Maes zurück zu führen.

Können Sie belegen, dass das "Milliwatt" von Maes schon vor 1998 propagiert wurde?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Vorsorgewert, Maes, BioInitiative, Sage, Kommerz, Resolution, Europarat, Salzburger


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