Grenzwert: Zürch soll 0,06 V/m bekommen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 23.07.2011, 19:47 (vor 3044 Tagen)

Bei Gigaherz wird dafür geworben, bei einer Online-Abstimmung mitzumachen, die für Zürich u.a. eine Grenzwertsenkung auf 0,06 V/m vorschlägt. Dies wäre angeblich der Salzburger Vorsorgewert. Das aber ist falsch. Der von rd. 20 Wissenschaftlern getragene "Salzburger Vorsorgewert" ist das berühmte Salzburger Milliwatt (0,6 V/m) aus dem Jahr 2000. Dass Dr. Oberfeld danach noch einmal nachlegte und 0,001 mW/m² (0,02 V/m) als neuen Salzburger Vorsorgewert propagierte war lediglich eine einsame Einzelaktion des Umweltmediziners. Viel schlimmer aber ist: Oberfeld propagierte Immissionswerte, keine Grenzwerte. In Zürich soll jedoch der Grenzwert auf 0,06 V/m reduziert werden, also der Wert unmittelbar am Rand des Sicherheitsabstands zu einem Sendemasten. Ein Grenzwert von 0,06 V/m aber ist technisch illusorisch niedrig und zeigt, dass der Antragsteller überhaupt nicht weiß, was er da vorschlägt. Dennoch wird unter Sendemastengegnern für diesen inkompetenten Vorschlag geworben.

Bislang ist die Resonanz auf den Vorschlag (Nummer 35) von Ueli Brunner allerdings ziemlich gering, wie die Abstimmungsseite zeigt. Nur 14 Stimmen waren es am Samstag um 19:30 Uhr. Spitzenreiter ist derzeit Vorschlag Nummer 15 (Bedingungsloses Grundeinkommen) mit 181 Stimmen. Erfahrungsgemäß sind unter überzeugten Sendemastengegnern jedoch auch einige Manipulationsbereite, die versuchen werden, den Vorschlag 35 nach vorne zu schummeln. Bis zum Abstimmungsende am 29. Juli wird sich auf der Seite deshalb voraussichtlich noch einiges tun. Ohne Manipulation hat der Vorschlag mMn nicht den Hauch einer Chance auf vordere Plätze.

[@hans: Auf der Abstimmungsseite habe ich tatsächlich zum ersten mal Zürich ohne i gesehen: Zürcher Landsgemeinde]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Vorsorgewert


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