Favre-Studie am Scheideweg: Hopp oder Top (Allgemein)

Kuddel, Dienstag, 24.05.2011, 01:48 (vor 4271 Tagen) @ Capricorn
bearbeitet von Kuddel, Dienstag, 24.05.2011, 02:17

Ich denke, unser Mißverständnis könnte an der englischen Sprache liegen, da ich möglicherweise den Begriff "experiment" nicht korrekt übersetzt habe.
Im Englischen bedeutet "experiment" => "Experiment" aber auch "Versuch".


Wikipedia beschreibt ein wissenschaftliches Experiment folgendermaßen:

- Von einem wissenschaftlichen Experiment wird gefordert, dass es messbare Ergebnisse liefert, und dass es nachvollziehbar, wiederholbar und objektiv ist, das heißt, dass es zum selben Ergebnis führt, wenn es von verschiedenen Personen, an verschiedenen Orten und/oder zu verschiedenen Zeiten wiederholt wird

- Alle beobachteten Vorgänge müssen dokumentiert werden. Auch fehlgeschlagene Versuche (kein Resultat) und solche, die ein anderes als das erwartete Resultat hervorbringen.

Dieser Punkt fehlt bei Favre völlig

- Ein Experiment gilt erst als erfolgreich, wenn es von mindestens einer unabhängigen Instanz nachvollzogen worden ist.

Der Punkt fehlt ebenfalls noch

-Um stochastische Messfehler abschätzen zu können und Mittelwerte zu bilden, werden meist mehrere Versuchsdurchgänge unternommen.

Den Punkt hatte ich auch schon angesprochen

Demnach dürfte Favre sowieso nicht nicht von wissenschaftlichen Experimenten sprechen, sondern nur von Versuchen, die im englischen aber ebenfalls "experiment" genannt werden.

Wenn Sie unter einem "typischen Experiment" also ein wissenschaftliches Experiment verstehen, so ist das nicht auf Favres Studie anwendbar, da oben genannte Kriterien nicht erfüllt sind.

Die Übersetzung zu Bild 3a müßte also lauten:

"Ein Ergebnis eines typischen Ton-Aufnahme-Versuchdurchlaufs ist in Abbildung 3a gezeigt."

Daraus kann man meiner Meinung nach nicht ableiten, daß alle "typischen Versuchsdurchläufe" das gleiche Ergebnis hatten, denn sonst hätte Favre ja einen Mittelwert und eine Standardabweichung genannt, wie er es an anderen Stellen (Frequenzmuster) auch gemacht hat.

K


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