Tote leben länger: Wiederauferstehung der UMTS-Studie (Forschung)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 17.09.2008, 00:54 (vor 4218 Tagen) @ H. Lamarr

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann hat Hugo Rüdiger also seine UMTS-Studie zurückgezogen, weil er die ordnungsgemäße Verblindung nicht gewährleisten konnte. Die Resultate dieser Studie können also pure Hausnummern sein - müssen es aber nicht. In so einer Situation ist es sicher verantwortungsbewusst, die Studie sicherheitshalber aus dem Verkehr zu ziehen. So geschehen Ende Juli 2008

Im Vorwort von Hugo Rüdiger zur Gigaherz-Jahrestagung, die gegen Ende Oktober stattfindet, habe ich heute jedoch folgende Passage gefunden:

"Die Effekte sind dosisabhängig und beginnen für GSM bei einem SAR (Spezifische Absorptionsrate im Gewebe) von 0,3 W/Kg und für UMTS bei <0,05 W/Kg. Diese Werte liegen deutlich unter dem gültigen Grenzwert von 2,0 - für UMTS um mehr als eine Zehnerpotenz!"

Hier taucht nun doch wieder ein Resultat der UMTS-Studie auf, ein stark alarmierendes Resultat sogar, dem möglicherweise aber jegliche Grundlage fehlt. Ich kann nicht nachvollziehen, warum Prof. Rüdiger einerseits die UMTS-Studie zurückzieht, andererseits ihre Ergebnisse aber weiter öffentlich verbreitet und anscheinend auch vertritt. Immerhin sind seit der Retraktion der UMTS-Studie nun schon rund sechs Wochen vergangen.

Und weil ich das nicht unter einen Hut bringen kann, habe ich jetzt noch schnell bei Hugo Rüdiger nachgefragt, ob er dazu imstande ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Anfrage, UMTS-Studie, Absorptionsrate, Retraktion, Doppeltblind


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