Nur ne Frage (Allgemein)

Raylauncher @, Sonntag, 01.07.2007, 16:00 (vor 4546 Tagen) @ Marianne

Die Ferienwohnung ist im 37. Stock eines Wolkenkratzers mit 41 Stockwerken. Im März, da war noch kein Sender an, konnte man auf dem Balkon und am Fenster einwandfrei telefonieren. Was meiner Meinung nach völlig ausreicht. War die Balkontüre auf, konnte man auch hinten in der Küche telefonieren, war die Balkontüre zu, konnte man das in der Küche nicht mehr. Auch nicht in den Bädern und Toiletten, die Innen liegen. In allen Zimmern mit Fenster nach Draußen (Wohn-, Eß- und Schlafzimmer) konnte man am Fenster telefonieren. Normalerweise denke ich müßte das reichen. Etisalat war das wohl nicht genug und wollte seinen Kunden besseren Empfang bieten.

Bevor die Diskussion hier noch völlig ins Absurde abgleitet einige Klarstellungen:

In exponierten Gebäuden sind störungsfreie Mobilfunkverbindungen häufig deshalb nicht möglich, weil in großer Höhe viele Sender (auch aus größerer Distanz) zu empfangen sind. Dadurch können Interferenzen auftreten und für das Handy ist oft keine eindeutige Zuordnung zu einer bestimmten Basisstation mehr möglich. Das hat i.d.R. nichts mit zu geringen Empfangsfeldstärken zu tun; ganz im Gegenteil, die Empfangspegel in dieser Höhe sind meist völlig ausreichend.

Um eine eindeutige Zellzuordnung zu erreichen und um schädliche Rückwirkungen auf das Netz zu vermeiden, installiert man in Hochhäusern Indoorversorgungssysteme, welche mittels kleiner Antennen (das sind meist keine Repeater!) das Signal einer eigenen Basisstation möglichst gleichmäßig im Gebäude verteilen. Damit das Ganze ordnungsgemäß funktioniert, muss sichergestellt sein, dass diese Indoorzellen in jedem Falle höhere Empfangspegel zur Verfügung stellen, als Sender von außen. Derartige Systeme gibt es auch bei uns hier in Deutschland (z.B. für die Hochhäuser in Mainhattan).

Raylauncher

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Klarstellung


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