Streit um Salzburgleitung: Schweizer hetzt Österreicher auf (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 09.07.2015, 12:22 (vor 1590 Tagen)

[Strang abgetrennt, Titel geändert und Vorspann eingefügt am 12. Juli 2015, 12:30 Uhr; Absprung hier]

Viel schmutzige Wäsche wird wegen einer Hochspannungstrasse gewaschen, die unter dem Sammelbegriff 380-kV-Salzburgleitung in Österreich für Aufregung sorgt. Ähnlich wie bei der Errichtung von Mobilfunk-Sendemasten stehen Bürger zum Protest auf, angeführt von fachlichen Laien. Es ist die Stunde von vielen ehrlich Besorgten, aber auch die von einigen Wutbürgern, Profilneurotikern und Querulanten.

Was passiert, wenn grenzüberschreitend ein Querulant aus der Schweiz ein passendes Gegenstück im Salzburger Land findet, davon handelt dieser Strang. Der Schweizer Hans-U. Jakob instrumentalisiert mit seinen bizarren Ideen den Österreicher. Dies führt jetzt auch in Österreich zu Auswüchsen, wie sie zuvor in der Schweiz zu beobachten waren. Heimlicher Nutznießer der ganzen Aufregung ist ein Ex-Tabaklobbyist in der deutschen Hauptstadt. Die Geschichte ist wegen ihres Facettenreichtums nicht leicht zu erzählen, ich probier's trotzdem mal:

Gigaherz-Präsident Jakob legt im Streit um die "Salzburgleitung" einen Scheit nach und schreibt in seinem Forum:

Das Hamburger Urteil gegen Prof. Dr. Lerchl, Dekan der privaten Jacobs Universität in Bremen, zieht ganz schön weite Kreise.
Ein Sachverständiger für Humanmedizin hat in seinem Gutachten gegen eine Bodenverkabelung der 380kV-Salzburgleitung mehrmals behauptet, die Studien von Prof. Rüdiger der MedUni Wien im Rahmen des Reflex-Programms seien gefälscht. Auf Grund des Hamburger Urteils wurde der Sachverständige für Humanmedizin sowohl von der Salzburger Regierung wie von den Einsprechergruppen aufgefordert, sein Gutachten abzuändern.
Weil der Herr Sachverständige dieser Aufforderung nicht nachkommen will, befasst sich jetzt die Staatsanwaltschaft Salzburg mit dem Fall.

Es ist einfach zu komisch wie Hans-U. Jakob, der "Querulator", mit allen Mitteln versucht, aus dem Urteil der Pressekammer Hamburg im Streit Elisabeth K. vs. Lerchl Kapital zu Lasten von Prof. Lerchl zu schlagen.

Wie üblich sind die Anschuldigungen des Gigaherz-Präsidenten wirr und wegen fehlender Quellenangaben nicht nachvollziehbar.

Zunächst stellt sich die Frage, was 50-Hz-Magnetfeldimmissionen mit der GSM-Mobilfunkimmission zu tun hat, die anlässlich des (mutmaßlich gefälschten) "Reflex"-Projekts in Wien untersucht wurde. Die Antwort ist kurz: nichts. Aller Voraussicht nach reißt Jakob hier etwas aus einem ursprünglich sinnvollen Zusammenhang oder er hat seine Behauptung frei erfunden.

Grotesk ist mMn die Behauptung, die "Salzburger Regierung" habe den Sachverständigen aufgefordert, im Kielwasser des Hamburger Urteils sein Gutachten abzuändern. So bescheuert sind Regierungen nicht, Querulanten dagegen schon.

Und weil ich mit den Lügen des Gigaherz-Präsidenten ausgiebig Erfahrung habe, darf ich behaupten: Die Staatsanwaltschaft Salzburg beschäftigt sich mit dem Fall, wenn überhaupt, nur deshalb, weil ein Denunziant aus der Schweiz den Sachverständigen angeschwärzt hat. Jede Wette: Herr Jakob wird nicht darüber berichten, wenn die Staatsanwaltschaft Salzburg den angeblichen Fall wegen Bedeutungslosigkeit zu den Akten legt, ohne auch nur an Ermittlungen gedacht zu haben. Ich werde das mal im Auge behalten und zuweilen den Finger in die Wunde legen.

Mir ist es nicht gelungen herauszufinden, wer dieser "Sachverständige für Humanmedizin" sein soll, der in seinem Gutachten auf "Reflex" verweist. Prof. Manfred Neuberger von der Medizinischen Universität Wien, dort Kollege von Prof. Kundi, kann es nicht sein. Er ist zwar im Ringen um die Salzburgleitung Gutachter für Humanmedizin, hatte jedoch während der öffentlichen Verhandlung in der Salzburgarena (Juni 2014) ausdrücklich zu Protokoll gegeben (Seite 81), dass die "Reflex"-Studie nicht gefälscht sei. Woher er das so genau wissen will weiß ich nicht, seine Aussage sollte Neuberger jedoch gegen die grotesken Anwürfe des Gigaherz-Präsidenten schützen. Wobei ich nicht ausschließen mag, dass der doch schon betagte und tatterige Herr Jakob nichts von der Aussage des Wiener Professors wusste, er ihn also fälschlich beschuldigt. Neuberger wird trotz seiner Pro-"Reflex"-Aussage von einem gewissen Franz Köck, das ist ein Vertreter der Bürgerinitiativen gegen die Salzburgleitung, massiv und ziemlich unsachlich angegriffen. Herr Köck würde daher gut zu den "Einsprechergruppen" passen, von denen Herr Jakob in seinem Posting redet.

Hintergrund
Hochspannung in Oberösterreich: Jakob ./. Leitgeb
Salzburgleitung: "Unfähigkeit eines Universitätsprofessors"

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Salzburgleitung: Gigaherz-Präsident hetzt Österreicher auf

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.07.2015, 03:26 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

Mir ist es nicht gelungen herauszufinden, wer dieser "Sachverständige für Humanmedizin" sein soll, der in seinem Gutachten auf "Reflex" verweist. Prof. Manfred Neuberger von der Medizinischen Universität Wien, dort Kollege von Prof. Kundi, kann es nicht sein. Er ist zwar im Ringen um die Salzburgleitung Gutachter für Humanmedizin, hatte jedoch während der öffentlichen Verhandlung in der Salzburgarena (Juni 2014) ausdrücklich zu Protokoll gegeben (Seite 81), dass die "Reflex"-Studie nicht gefälscht sei. Woher er das so genau wissen will weiß ich nicht, seine Aussage sollte Neuberger jedoch gegen die grotesken Anwürfe des Gigaherz-Präsidenten schützen.

Es sieht ganz danach aus, mit obiger Textpassage habe ich unabsichtlich einen Sturm im Wasserglas entfacht. Denn angeblich sollen die Salzburger Nachrichten am 11. Juli jetzt ebenfalls auf die protokollierte "Reflex"-Stellungnahme von Prof. Neuberger eingestiegen sein. Dies behauptet Hans-U. Jakob in einem leider ziemlich wirren Posting, aus dem nicht hervorgeht, welcher Text von ihm ist und welcher aus der Zeitung. Hier ein Auszug aus Jakobs Posting:

Verhandlungsschrift (Verhandlungsprotokoll) wurde „angepasst“

Der humanmedizinische Sachverständige Prof. Neuberger von der MedUni Wien, der stets gegen eine Bodenverkabelung und für eine oberirdische 380kV-Leitung von Salzburg nach Kaprun votiert, hat mehrmals öffentlich und schriftlich behauptet, die Reflex-Studie, welche auch niederfrequente Effekte untersucht hat, sei gefälscht worden.
Weil diese Aussage nach dem Urteil des Hamburger Landgerichts vom 13.März 2015 und schon viel früher nicht haltbar war, wurde das Verhandlungsprotokoll der Einspracheverhandlung vom Juni 2014 kurzerhand wie folgt falsch dargestellt: „Dr. Neuberger replizirt darauf und stellt fest, dass diese nicht gefälscht ist.“
Nun melden sich prominente Ohren- und Augenzeugen, dass diese Passage im Protokoll nicht dem Mitschnitt entspreche. Dr. Neuberger habe explizit gesagt, die Autoren der Reflex-Studie hätten „nachweislich einen Wissenschaftsbetrug begangen“

Nach dem rechtskräftigen Hamburger Urteil vom 13.3.2015 gegen den Urheber der unhaltbar gewordenen Fälschungsvorwürfe, Prof Dr. Alexander Lerchl, Dekan an der privaten Jacobs-UNI in Bremen, verlangen verschiedene Einsprechergruppen und Umweltorganisationen nun per Staatsanwaltschaft Salzburg die sofortige Abberufung des humanmedizinischen Sachverständigen Dr. Neuberger.

Quelle: Salzburger Nachrichten von Samstag 11.Juli 2015

Querulator Jakob ist wieder einmal ganz in seinem Element und fröhnt der Verschwörungstheorie, das Salzburger Verhandlungsprotokoll sei von dunklen Mächten "angepasst" worden. Dass es dafür kein plausibles Motiv gibt, stört den alten Herrn nicht, seine Spezialität sind nicht harte Fakten, sondern Munkeln & Raunen.

Eigentlich müssten sogar die Kopfjäger merken, dass an ihrem Brimborium etwas nicht stimmt: Denn wenn Prof. Neuberger wiederholt geäußert haben soll, "Reflex" sei gefälscht, und "prominente Ohren- und Augenzeugen" bekunden, dies habe er auch anlässlich der Verhandlung in der Salzburgarena so gesagt, dann belastet dies den Wiener Professor nicht, sondern entlastet ihn. Schlimmstenfalls bekommt der Protokollschreiber der Verhandlung eine Rüge, weil er Prof. Neuberger unzutreffend wiedergibt.

Anfrage bei Prof. Neuberger

Ich habe den Wiener Professor gefragt, welche Erklärung er für seine aus der Reihe tanzende Äußerung zu "Reflex" anlässlich der Salzburgarena-Verhandlung habe. Der Wissenschaftler war von der fraglichen Protokollpassage überrascht und sagte, so wie es im Protokoll stehe, habe er es bestimmt nicht gesagt. Möglicherweise sei der Fehler durch eine verkürzte Darstellung seiner Ausführungen entstanden. An seine Worte könne er sich jetzt, ein Jahr später, allerdings nicht mehr genau erinnern. Doch es gäbe Tonbandaufnahmen von der Verhandlung, die müssten lediglich abgehört werden.

Da diese Ausführungen von Prof. Neuberger von den "prominenten Ohren- und Augenzeugen" seiner Gegner sinngemäß bestätigt werden, sollte alles in Butter sein. Und doch fordern - so Jakob - verschiedene Einsprechergruppen und Umweltorganisationen nun per Staatsanwaltschaft Salzburg die sofortige Abberufung des humanmedizinischen Sachverständigen. Ganz diskret hat der Gigaherz-Präsident diesmal wenigstens die "Salzburger Regierung" aus der Phalanx der Aufgebrachten herausgenommen, in die er sie gestern noch steckte. So sieht sich die Staatsanwaltschaft Salzburg inzwischen anscheinend nur noch einigen aufgeregten Wutbürgern, Nörglern und Querulanten gegenüber. Die Erfolgsaussichten dieses Mobs sehe ich bei 0,0 Prozent, denn Munkeln & Raunen statt handfester Fakten sollte auch den Staatsanwälten der Mozartstadt ein Graus sein.

Jetzt kommt die NF-Komponente von "Reflex ins Spiel

Von Herrn Jakobs obigem Geschreibsel ist aus meiner Sicht nur eine einzige Passage brauchbar, nämlich diese: "[...] die Reflex-Studie, welche auch niederfrequente Effekte untersucht hat, sei gefälscht worden." Achnee! Klammheimlich kommt jetzt die NF-Komponente von "Reflex" ins Spiel. Diese passt zwar besser zu Hochspannung als die HF-Komponente, doch der Streit Kratochvil vs. Lerchl hat mit der NF-Komponente von "Reflex" mWn nichts zu tun, dabei ging es ausschließlich um die HF-Komponente von "Reflex". Wutbürger, Nörgler und Querulanten stehen damit ziemlich dumm da. Mein Bauch sagt mir, diese plötzliche Wendung hin zur NF-Komponente von "Reflex" wird uns noch beschäftigen.

Für mich riecht die künstliche Aufregung in Salzburg nach Tabakrauch. Dass Franz Adlkofer selbst dahinter steckt, dafür sehe ich keine Belege. Sein Faktotum Hans-U. Jakob dagegen liefert die Belege frei Haus, dass er die Salzburger mit seinen hinlänglich bekannten Desinformations-Nockerln bedient. Zum Vorteil der Salzburger wird dies nicht sein.

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Die NF-Komponente der "Reflex"-Studien

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.07.2015, 12:33 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

Von Herrn Jakobs obigem Geschreibsel ist aus meiner Sicht nur eine einzige Passage brauchbar, nämlich diese: "[...] die Reflex-Studie, welche auch niederfrequente Effekte untersucht hat, sei gefälscht worden." Achnee! Klammheimlich kommt jetzt die NF-Komponente von "Reflex" ins Spiel. Diese passt zwar besser zu Hochspannung als die HF-Komponente, doch der Streit Elisabeth K. vs. Lerchl hat mit der NF-Komponente von "Reflex" mWn nichts zu tun, dabei ging es ausschließlich um die HF-Komponente von "Reflex".

Nein, das stimmt so nicht. Das Urteil im Streit Kratochvil vs. Lerchl benennt keine der Studien konkret, an denen die Klägerin im Zusammenhang mit dem "Reflex"-Projekt beteiligt war. Eine Eingrenzung auf HF, wie ich das gemacht habe, ist daher nicht zulässig.

Aber hat die AG Rüdiger in Wien überhaupt NF-Experimente gemacht und wenn ja, mit welchem Ergebnis? Diese Frage beantwortet mühsam der fast 300 Seiten umfassende "Reflex"-Abschlussbericht. Schneller zum Ziel kommt man über die "Reflex"-Seite der Stiftung Verum. Dort sind 27 Publikationen aufgelistet, die aus "Reflex" hervorgegangen sein sollen, darunter diverse der AG Rüdiger zu "extremely-low-frequency electromagnetic fields".

Und über die Ergebnisse der "Reflex"-NF-Befunde ist auf dieser Seite zu lesen:

Die Daten, die wir während des Projektes erhielten, zeigen, dass NF-EMF gentoxische Wirkungen auf primäre Zellkulturen von mensch-lichen Fibroblasten und auf weitere Zelllinien haben. Die Ergebnisse erhielten wir in zwei der beteiligten Labors und sie wurden in zwei Labors außerhalb des Projektes bestätigt, während ein weiteres Labor die genannten Wirkungen nicht beobachten konnte. NF-EMF führte zu signifikanten DNA-Strangbrüchen bei der sehr niedrigen Flussdichte von 35 µT. Die Zunahme von Einzel- und Doppelstrangbrüchen in der DNA und das vermehrte Auftreten von Mikronuklei zeigten eine eindeutige Wechselbeziehung zwischen Intensität und Dauer der NF-EMF-Exposition. Überraschenderweise wurde diese gentoxische Wirkung nur beobachtet, wenn Zellen einem intermittierendem NF-EMF ausgesetzt waren, nicht aber bei kontinuierlicher Exposition. Die Reaktionen von Fibroblasten unter NF-EMF nahmen sowohl bei Zellen von älteren Spendern als auch bei Zellen mit besonderen genetischen Reparaturdefekten zu. Reaktionen unterschieden sich auch bei anderen Zelltypen, die untersucht wurden. Insbesondere Lymphozyten von erwachsenen Spendern reagierten nicht. Bei menschlichen Fibroblasten wurden nach NF-EMF-Exposition Chromosomenabweichungen festgestellt. Die Labors machten folgende Beobachtungen: (1) NF-EMF mit einer Flussdichte von ungefähr 2 mT reguliert die Expression von frühen Genen wie p21, c-jun und egr-1 in embryonalen, p53-defizienten Mäuse-Stammzellen nach oben, jedoch nicht in gesunden Wildtypzellen, (2) NF-EMF mit einer Flussdichte von 0,1 mT steigerte die Ausbreitungsrate von Neuroblastomazellen und (3) NF-EMF mit einer Flussdichte von 0,8 mT förderte die Differenzierung von Mäusestammzellen zu Kardiomyozyten. Jedoch konnten keine klar erkennbaren und eindeutigen Wirkungen von NF-EMF auf DNA-Synthese, Zellzyklus, Zelldifferenzierung, Zellausbreitung und Apoptose (Zelltod) entdeckt werden.

Diese NF-Ergebnisse sind, ob nun wahr oder nicht, bei weitem nicht so spektakulär und alarmierend wie die HF-Ergebnisse. Durchschnittliche Magnetfelder ≥ 0,2μT sind in Deutschland selten. Nur in 1,4 % der für die Allgemeinbevölkerung repräsentativen Wohnungen wurden Magnetfelder ≥ 0,2 μT gemessen. In etwa 77 % aller Wohnungen war der Meßwert kleiner als 0,05 μT. Magnetfelder während der Nacht waren im Durchschnitt noch niedriger (Quelle). Aus meiner Sicht ist es noch aus einem anderen Grund wurscht, ob die NF-Ergebnisse von "Reflex" gefälscht sind oder nicht. Denn die von "Reflex" gemeldeten DNA-Schädigungen wurden nur bei intermittierenden Magnetfeldern beobachtet (Ständiger Wechsel zwischen Einwirken und Nicht-Einwirken eines Magnetfeldes), nicht aber bei kontinuierlicher Einwirkung, wie dies entlang von Hochspannungstrassen der Fall ist.

Diese Faktenlage erklärt in keiner Weise das Theater, das in Salzburg um die "Reflex"-Studien gemacht wird, erst recht nicht irgendein Ausschlachten der gerichtlichen Auseinandersetzung Elisabeth K. vs. Lerchl. Wenn dies dennoch geschieht, dann müssen andere Gründe dahinter stecken. Für mich sieht es derzeit ganz danach aus, dass ein "nützlicher Idiot" aus der Schweiz einen "nützlichen Idioten" in Österreich gefunden hat, um seinen Frust gegen Prof. Lerchl zu entladen. Derweil sitzt in Berlin einer, der dem Treiben der beiden "nützlichen Idioten" wohlwollend nickend zuschaut und sich die Hände reibt.

Hintergrund
Intermittierende Strahlung ist biologisch wirksamer als Dauerstrahlung

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Salzburgleitung: Gigaherz-Präsident hetzt Österreicher auf

H. Lamarr @, München, Montag, 13.07.2015, 00:25 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

So sieht sich die Staatsanwaltschaft Salzburg inzwischen anscheinend nur noch einigen aufgeregten Wutbürgern, Nörglern und Querulanten gegenüber. Die Erfolgsaussichten dieses Mobs sehe ich bei 0,0 Prozent, denn Munkeln & Raunen statt handfester Fakten sollte auch den Staatsanwälten der Mozartstadt ein Graus sein.

Dieser ganz normale Wahnsinn, der sich da im Salzburger Land mit schweizerischer Unterstützung abspielt, kostet Geld. Und es braucht nicht rasend viel Fantasie, um sich auszurechnen, wer diese Kosten, die dem Staat und dem Netzbetreiber durch das Gezeter einer Minderheit entstehen, letztlich tragen darf.

Ulrike Baumgartner-Gabitzer, Vorstandsvorsitzende der Austrian Power Grid (APG), das ist der Betreiber der Salzburgleitung, machte kürzlich in einem Interview mit dem Wirtschafts-Blatt Größenordnungen deutlich:

[...] wirkten sich überlange Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) kontraproduktiv auf den Ausbau aus. 33 Monate statt der gesetzlich vorgesehenen neun Monate dauere die erstinstanzliche UVP der geplanten 380-kV-Leitung in Salzburg bereits. Das steigere die Kosten, die jetzt bereits bei etwa 650 Millionen € lägen.

Kommentar: Mit- und Einspracherechte für Bürger sind mMn eine feine Sache, wenn diese Instrumente maßvoll und verantwortungsbewusst gehandhabt werden und auch ein Gedanke fürs Gemeinwohl verschwendet wird. Wenn aber Wutbürger, Profilneurotiker und Querulanten dieses Instrument zur Selbstbefriedigung missbrauchen, hört bei mir der Spaß auf, diesen Selbstdarstellern würde ich auf der Stelle meine Unterstützung verweigern. Mindestens. Die Posse, wegen einer in Hamburg von einer Wienerin erwirkten Unterlassungserklärung gegen einen Bremer Professor die Salzburger Staatsanwaltschaft zur Beseitigung eines Wiener Professors in Marsch zu setzen, diese Posse riecht für mich stark nach Selbstdarstellern unter den Anzeigeerstattern. Ich bin gespannt, wer sich öffentlich dazu bekennt, an dieser unwürdigen Darbietung beteiligt zu sein. Als Initiator steht mMn nur der Gigaherz-Präsident zweifelsfrei fest.

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Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen unauffindbar

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.07.2015, 16:35 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

Ein Sachverständiger für Humanmedizin hat in seinem Gutachten gegen eine Bodenverkabelung der 380kV-Salzburgleitung mehrmals behauptet, die Studien von Prof. Rüdiger der MedUni Wien im Rahmen des Reflex-Programms seien gefälscht.

Nachdem inzwischen klar ist, dass der Sachverständige Prof. Neuberger ist, habe ich im Umweltverträglichkeitsgutachten zur Salzburgleitung vom 16.12.2013 nach dem gesucht, was Herr Jakob behauptet. Gefunden habe ich nichts, überhaupt nichts. Auch in dem älteren Umweltverträglichkeitsgutachten vom 10.07.2006 habe ich nichts finden können.

Weiß jemand, wovon Herr Jakob eigentlich redet?

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Salzburgleitung: Tourismus-Gutachten gibt grünes Licht

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.07.2015, 23:17 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

Nachdem inzwischen klar ist, dass der Sachverständige Prof. Neuberger ist, habe ich im Umweltverträglichkeitsgutachten zur Salzburgleitung vom 16.12.2013 nach dem gesucht, was Herr Jakob behauptet. Gefunden habe ich nichts, überhaupt nichts. Auch in dem älteren Umweltverträglichkeitsgutachten vom 10.07.2006 habe ich nichts finden können.

Am 12. Juni 2015 meldeten die Salzburger Nachrichten:

Nun ging doch alles blitzschnell: Das neue Gutachten über die umstrittene Stromleitung liegt vor. Die zwei Experten segnen die vom Projektbetreiber APG vorgelegte Arbeit trotz Kritik ab. Sie können "keine bedeutenden nachteiligen Auswirkungen" auf den Fremdenverkehr in den 380-kV-Anrainergemeinden feststellen.

Harsche Kritik kommt von den Gegnern der Freileitung. Naturschutzbund-Präsident Hans Kutil sagt, dieses sogenannte Gutachten sei "das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt ist". Es ziehe als Kriterien nur Nächtigungszahlen und Bettenangebote heran. "Das ist für den Tages-, Ausflugs- und Erholungstourismus völlig irrelevant." Die Gemeinden Koppl und Eugendorf kämen gar nicht vor. Das Land werde gut daran tun diesem "Gutachten" nicht allzu große Bedeutung beizumessen.

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Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen unauffindbar

Christopher, Sonntag, 12.07.2015, 23:17 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

Ein Sachverständiger für Humanmedizin hat in seinem Gutachten gegen eine Bodenverkabelung der 380kV-Salzburgleitung mehrmals behauptet, die Studien von Prof. Rüdiger der MedUni Wien im Rahmen des Reflex-Programms seien gefälscht.

Nachdem inzwischen klar ist, dass der Sachverständige Prof. Neuberger ist, habe ich im Umweltverträglichkeitsgutachten zur Salzburgleitung vom 16.12.2013 nach dem gesucht, was Herr Jakob behauptet. Gefunden habe ich nichts, überhaupt nichts. Auch in dem älteren Umweltverträglichkeitsgutachten vom 10.07.2006 habe ich nichts finden können.

Weiß jemand, wovon Herr Jakob eigentlich redet?

Ich kann nur raten, aber er bezieht sich vermutlich auf folgendes Dokument: Protokoll aus Salzburg
Dort heißt es auf Seite 81, letzter Absatz: "Herr Prof. Dr. Neuberger wiederholt die bereits oben gemachten Aussagen bezüglich des Ausschlusses der Erhöhung des Risikos von Erkrankungen durch den geplanten Leitungsbau. Ebenfalls macht er Ausführungen zur sogenannten Reflex-Studie. Dr. Neuberger repliziert darauf und stellt fest, dass diese nicht gefälscht ist. Herr Köck stellt ebenfalls Fragen (...)"

Meine Vermutung: Der Protokollant hat sich hier entweder vertippt und ein "nicht" geschrieben wo keins hingehört, oder (aus dem Kontext wahrscheinlicher): Eigentlich sollte kein "Neuberger repliziert" dastehen, sondern ein "Köck repliziert". In der jetzigen Formulierung antwortet Neuberger ja sich selbst, was ein wenig der Logik widerspricht... Auch das "stellt ebenfalls Fragen (...)" deutet stilistisch in die gleiche Richtung, aber das ist jetzt fortgeschrittene Text-Exegese :)

Wenn Sie jetzt etwas enttäuscht sind: Eigentlich ist es genau das, was ich erwartet hatte (Sie ja vielleicht auch). Viel Lärm um nichts.

Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen unauffindbar

H. Lamarr @, München, Sonntag, 12.07.2015, 23:34 (vor 1587 Tagen) @ Christopher

Weiß jemand, wovon Herr Jakob eigentlich redet?

Ich kann nur raten, aber er bezieht sich vermutlich auf folgendes Dokument: Protokoll aus Salzburg

Daneben, "Christopher" ;-)

Das "Protokoll aus Salzburg" ist nicht das gesuchte Dokument. Gesucht ist ein Gutachten zur Salzburgleitung, in dem Prof. Neuberger laut Herrn Jakob mehrfach geäußert haben soll, "Reflex" sei gefälscht worden.

Das "Protokoll aus Salzburg" hat erst später (Mitte 2014) die jetzt hoch gespielten Irritationen ausgelöst, weil Prof. Neuberger darin eine gegenteilige Aussage ("Reflex" nicht gefälscht) untergeschoben wurde, die, da sind sich alle einig, er verbal so nicht vorgetragen hat (Neuberger zum IZgMF: "Das habe ich so bestimmt nicht gesagt").

Inzwischen hat sich bei mir die Stimmungslage etwas geändert: Wenn Herr Jakob nicht imstande ist, nachvollziehbare Quellen für seine wilden Behauptungen zu benennen, dann kann es nicht Aufgabe anderer sein, die Unzulänglichkeiten des Gigaherz-Präsidenten auszubügeln und seine Versäumnisse nachzuholen. Wenn ich Lust und Laune dazu habe, mache ich das, jetzt aber nervt mich der Dilettantismus von Herrn Jakob: Soll er doch selber sehen, dass er Belege für seine Behauptungen beibringt. Tut er es nicht, wissen selbst welche wie Forrest Gump, was das zu bedeuten hat :waving:.

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Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen unauffindbar

Christopher, Montag, 13.07.2015, 00:31 (vor 1587 Tagen) @ H. Lamarr

Weiß jemand, wovon Herr Jakob eigentlich redet?

Ich kann nur raten, aber er bezieht sich vermutlich auf folgendes Dokument: Protokoll aus Salzburg

Daneben, "Christopher" ;-)

Das "Protokoll aus Salzburg" ist nicht das gesuchte Dokument. Gesucht ist das Gutachten, in dem Prof. Neuberger laut Herrn Jakob mehrfach geäußert haben soll, "Reflex" sei gefälscht worden.

Das "Protokoll aus Salzburg" hat erst später (Mitte 2014) die jetzt hoch gespielten Irritationen ausgelöst, weil Prof. Neuberger darin eine gegenteilige Aussage ("Reflex" nicht gefälscht) untergeschoben wurde, die, da sind sich alle einig, er verbal so nicht vorgetragen hat (Neuberger zum IZgMF: "Das habe ich so bestimmt nicht gesagt").

Inzwischen hat sich bei mir die Stimmungslage etwas geändert: Wenn Herr Jakob nicht imstande ist, nachvollziehbare Quellen für seine wilden Behauptungen zu benennen, dann kann es nicht Aufgabe anderer sein, die Unzulänglichkeiten des Gigaherz-Präsidenten auszubügeln und seine Versäumnisse nachzuholen. Wenn ich Lust und Laune dazu habe, mache ich das, jetzt aber nervt mich der Dilettantismus von Herrn Jakob: Soll er doch selber sehen, dass er Belege für seine Behauptungen beibringt. Tut er es nicht, wissen selbst welche wie Forrest Gump, was das zu bedeuten hat :waving:.

Ah, jetzt versteh ich worum es geht...

Na dann finde ich nur noch die Ergänzung zum Gutachten, wo Neuberger in Anlage e-3 folgende Anmerkung zum Protokoll hat (S. 483, letzter Absatz, Überschrift für Kontext):
Zur Stellungnahme mit der lfd. Nr. 9000, Beilage00:
Soweit das Resumee-Protokoll mich zitiert, bin ich mit Ausnahme folgender Korrekturen/Ergänzungen einverstanden: (...) Ebenfalls macht er
(gemeint ist Neuberger) Ausführungen zur sogenannten Reflex-Studie, die von einem Gutachter der Tabakindustrie geleitet wurde und deren Ergebnisse zum Teil gefälscht wären. Herr Köck stellt ebenfalls Fragen bezüglich der Auswirkungen elektromagnetischer Felder und Strahlen auf die DNA des Menschen. (...)

Dass die Aussage, Reflex wäre gefälscht, in offiziellen Teil des Gutachtens zu finden ist, halte ich für ein Hirngespinst. Unserem schweizer Freund glaub ich sowieso nichts, wenn er keinen Beleg dazu liefert. Und selbst dann nur die Hälfte (wenns hochkommt)...

Meine Interpretation der Sache ist: Die Frage-Antwort-Geschichte wird als Teil des Gutachtens gesehen. Mein Eindruck ist, dass mit allen Mitteln der Gutachter abgesägt werden soll, und da passt das hamburger Urteil natürlich voll ins Konzept. Dass Neuberger offensichtlich nicht die höchste Meinung von ehemaligen Tabaklobbyisten und über die von ihnen geförderten Studien hat, macht ihn mir richtig sympathisch. :)

Der Vorwurf von HUJ, das Protokoll sei "gefälscht" läuft natürlich total ins Leere, weil der Fehler ja von Neuberger selbst entdeckt und angemahnt wurde. Mal sehen ob wenigstens der Artikel der Salzburger Nachrichten demnächst online geht - vielleicht ist HUJ ja gar nicht der Übeltäter, sondern gibt nur falsch wieder was ihm falsch übers Hörensagen übermittelt wurde...

So, jetzt aber ab ins Bett.

Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen gefunden

H. Lamarr @, München, Montag, 13.07.2015, 23:33 (vor 1586 Tagen) @ Christopher

Ah, jetzt versteh ich worum es geht...

Na dann finde ich nur noch die Ergänzung zum Gutachten, wo Neuberger in Anlage e-3 folgende Anmerkung zum Protokoll hat ...

Ja, genau, das hatte ich gesucht. Danke!

Ein paar Zeilen später hält das Papier noch ein weiterer Aha-Effekt parat:

Dr. Neuberger führt aus, dass Prof. Kundi sein Studium in Medizin nur begonnen, aber nicht abgeschlossen hat. :surprised:

Dass die Aussage, Reflex wäre gefälscht, in offiziellen Teil des Gutachtens zu finden ist, halte ich für ein Hirngespinst. Unserem schweizer Freund glaub ich sowieso nichts, wenn er keinen Beleg dazu liefert. Und selbst dann nur die Hälfte (wenns hochkommt)...

Willkommen im Klub!

Meine Interpretation der Sache ist: Die Frage-Antwort-Geschichte wird als Teil des Gutachtens gesehen. Mein Eindruck ist, dass mit allen Mitteln der Gutachter abgesägt werden soll, und da passt das hamburger Urteil natürlich voll ins Konzept. Dass Neuberger offensichtlich nicht die höchste Meinung von ehemaligen Tabaklobbyisten und über die von ihnen geförderten Studien hat, macht ihn mir richtig sympathisch. :)

Ja, aber ist es nicht auffallend, dass Wissenschaftler, die dem Ex-Tabaklobbyisten in die Quere kommen, sich kurze Zeit später in einem Shitstorm wiederfinden?

Der Vorwurf von HUJ, das Protokoll sei "gefälscht" läuft natürlich total ins Leere, weil der Fehler ja von Neuberger selbst entdeckt und angemahnt wurde.

Da haben Sie etwas missverstanden.

Mal sehen ob wenigstens der Artikel der Salzburger Nachrichten demnächst online geht - vielleicht ist HUJ ja gar nicht der Übeltäter, sondern gibt nur falsch wieder was ihm falsch übers Hörensagen übermittelt wurde...

Sogar dies ist nicht auszuschließen, die Elektrosmog-Szene ist immer für überraschende Pointen gut. Aber wird das Versagen dadurch besser? Sie wissen schon: Minus x Minus = Plus, aber zwei Idioten ergeben noch lange kein Genie.

So, jetzt aber ab ins Bett.

Gute Idee! Gutnacht.

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Kundi, Ex-Tabaklobbyist, Shitstorm

Tabakgegner Prof. Neuberger

H. Lamarr @, München, Dienstag, 14.07.2015, 00:00 (vor 1586 Tagen) @ H. Lamarr

Ja, aber ist es nicht auffallend, dass Wissenschaftler, die dem Ex-Tabaklobbyisten in die Quere kommen, sich kurze Zeit später in einem Shitstorm wiederfinden?

Aus den Salzburger Nachrichten ...

28.04.2015: Pro Rauchverbot äußerte sich am Dienstag der Wiener Umwelthygieniker Manfred Neuberger. "In Österreich wird noch immer rücksichtslos geraucht, weil es erstens dem Tabakkartell hier gelang, unter Passivrauchern, die ihre Gefährdung nicht kennen, den 'toleranten Nichtraucher' zu propagieren. Zweitens gelang es, unter Rauchern die Rücksichtslosigkeit als 'Freiheit des mündigen Bürgers' zu verkaufen.

29.01.2015: Manfred Neuberger von der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden wies deutlich auf die positiven Folgen eines Rauchverbots in des Gastronomie hin: In den betroffenen Ländern habe die Zahl der Herzinfarkte innerhalb eines Jahres um zehn bis 20 Prozent abgenommen, jener anderer Herzkrankheiten sogar von 20 bis 40 Prozent.

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Salzburgleitung: Behauptete Äußerungen gefunden

Dr. Ratto, Dienstag, 14.07.2015, 09:06 (vor 1585 Tagen) @ H. Lamarr

Dr. Neuberger führt aus, dass Prof. Kundi sein Studium in Medizin nur begonnen, aber nicht abgeschlossen hat. :surprised:

Das ist durchaus möglich. Studiert hat er Psychologie, Medizin und Mathematik, in welchem dieser Fächer er Promoviert hat habe ich nicht gefunden. Habilitiert ist er auf jeden Fall in Epidemiologie. Risikobewertung von Umweltnoxen machen sowieso meistens Epidemiologen und Statistiker und nicht Ärzte. Wenn sich Ärzte daran versuchen - wir wissen was dabei rauskommt.

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Kundi, Neuberger

Promotion: Kundi über Kundi

H. Lamarr @, München, Samstag, 25.06.2016, 12:34 (vor 1238 Tagen) @ Dr. Ratto

Dr. Neuberger führt aus, dass Prof. Kundi sein Studium in Medizin nur begonnen, aber nicht abgeschlossen hat. :surprised:

Das ist durchaus möglich. Studiert hat er Psychologie, Medizin und Mathematik, in welchem dieser Fächer er Promoviert hat habe ich nicht gefunden. Habilitiert ist er auf jeden Fall in Epidemiologie. Risikobewertung von Umweltnoxen machen sowieso meistens Epidemiologen und Statistiker und nicht Ärzte. Wenn sich Ärzte daran versuchen - wir wissen was dabei rauskommt.

Auszug aus einer Stellungnahme (2005) von Prof. Michael Kundi:

[...] Was meine Qualifikation zur Beurteilung dieser Sachverhalte anlangt, so möchte ich feststellen, dass ich in Psychologie promoviert und an der Medizinischen Universität Wien in Arbeitshygiene und Epidemiologie habilitiert bin. Ich bin eingeladener Experte der WHO für die EMF Forschungsagenda und habe zahlreiche wissenschaftliche Veröffentlichungen im Bereich gesundheitlicher Auswirkungen elektromagnetischer Felder vorzuweisen. Ich nehme ferner federführend an nationalen und internationalen Forschungsprojekten zu elektromagnetischen Feldern teil und bin im Vorstand der International Commission for Electromagnetic Safety sowie stellvertretender Vorsitzender des EMF Unterausschusses des Österreichischen Normungsinstituts.

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Lebensläufe und Fakten

Robert, Samstag, 25.06.2016, 15:07 (vor 1238 Tagen) @ Dr. Ratto

Das ist durchaus möglich. Studiert hat er Psychologie, Medizin und Mathematik, in welchem dieser Fächer er Promoviert hat habe ich nicht gefunden. Habilitiert ist er auf jeden Fall in Epidemiologie. Risikobewertung von Umweltnoxen machen sowieso meistens Epidemiologen und Statistiker und nicht Ärzte. Wenn sich Ärzte daran versuchen - wir wissen was dabei rauskommt.

Die Anzahl der Menschen, die drei oder mehr Fächer zu Ende (!) studiert haben, dürfte ausgesprochen überschaubar sein. Wenn man ein Fach nicht mit den entspechenden Prüfungen abgeschlossen hat, sollte man damit auch nicht hausieren gehen. Ich bin da vielleicht ein bisschen altmodisch. Aber sonst könnte sich ja jeder Depp "habe Medizin studiert" auf die Visitenkarte drucken, nur weil er einmal in einer Vorlesung war. Mir geht so eine Selbstbeweihräucherung auf den Senkel!

Weitere Multi(?)absolventen:
Studium der Biologie, Mineralogie und Zahnmedizin
https://zeitgeist-online.de/personalia/autoren/79-scheingraber-claus.html

Studierte Biologie, Physik, Geografie und Pädagogik
http://www.scorpio-verlag.de/default.asp?Menue=31&Autor=34
Ähm, ausserdem Bestsellerautor. Wollen wir nicht unterschlagen.

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Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

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Salzburgleitung: Gutachter-Aussage falsch protokolliert

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 24.08.2017, 13:08 (vor 813 Tagen) @ Christopher

Ich kann nur raten, aber er bezieht sich vermutlich auf folgendes Dokument: Protokoll aus Salzburg
Dort heißt es auf Seite 81, letzter Absatz: "Herr Prof. Dr. Neuberger wiederholt die bereits oben gemachten Aussagen bezüglich des Ausschlusses der Erhöhung des Risikos von Erkrankungen durch den geplanten Leitungsbau. Ebenfalls macht er Ausführungen zur sogenannten Reflex-Studie. Dr. Neuberger repliziert darauf und stellt fest, dass diese nicht gefälscht ist. Herr Köck stellt ebenfalls Fragen (...)"

Meine Vermutung: Der Protokollant hat sich hier entweder vertippt und ein "nicht" geschrieben wo keins hingehört ...

Was genau Gutachter Neuberger nun gesagt hat, das ist auf der Website Aktion 21 Austria nachzulesen. Es ist, wenn die Angaben dort zutreffen, tatsächlich das Gegenteil von dem, was im Protokoll der öffentlichen Verhandlung steht:

Im Verfahren über die 380kV-Leitung durch Salzburg ermittelt nach einer Sachverhaltsdarstellung des Naturschutzbundes Salzburg nach wie vor die Staatsanwaltschaft. Der für die UVP-Behörde tätige Gutachter Univ. Prof. Dr. Manfred Neuberger hatte in der mündlichen Verhandlung im Sommer 2014 Wissenschaftlern der Gegenseite „Wissenschaftsbetrug“ vorgeworfen, weil eine Studie gefälscht worden sei. Die UVP-Behörde hat zunächst in der Verhandlungsschrift falsch protokolliert: „Ebenfalls macht er Ausführungen zur sogenannten Reflex-Studie. Dr. Neuberger repliziert darauf und stellt fest, dass diese nicht gefälscht ist.“ (Die Reflex-Studie befasst sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder).

Der Naturschutzbund übermittelte daraufhin der Behörde die Abschrift des von ihr selbst in Auftrag gegebenen Mitschnittes: „Darf ich zu der Reflex-Studie sofort was sagen, damit das nicht im Raum stehen bleibt, weil erstens einmal ist diese Studie von Prof. Adlkofer geleitet worden, der im Auftrag der Tabakindustrie die längste Zeit seines Lebens geforscht hat und letztlich dann ablenken wollte auf andere Risken. Zweitens hat die Wiener Gruppe nachweislich einen Wissenschaftsbetrug begangen – also es war eine Mitarbeiterin konkret, die deswegen auch entlassen wurde vom Rektor, also das ist gesichert, ich weiß es, weil ich von dieser Universität komme.“

Wie man in der Quelle vom 18.07.2016 weiter nachlesen kann, ist die UVP-Behörde der Aufforderung des Naturschutzbundes Salzburg nicht nachgekommen, durch die Staatsanwaltschaft Salzburg klären zu lassen, ob die Aussagen von Prof. Neuberger in der mündlichen Verhandlung Anfang Juni 2014 vor großem Publikum in der Salzburg-Arena den Tatbestand der Verleumdung erfüllen. Der Naturschutzbund habe daher die Untätigkeit der UVP-Behörde im August 2015 zum Anlass für eine Sachverhaltsdarstellung an die Wirtschaft- und Korruptionsstaatsanwaltschaft genommen mit dem Ersuchen um Prüfung, ob eine Verletzung der Amtspflichten durch die UVP-Behörde im Verfahren über die 380-kV-Salzburgleitung 2 vorliegt und wer allenfalls daran beteiligt war.

Ob die Sachverhaltsdarstellung des Naturschutzbundes die Staatsanwaltschaft überhaupt zu der Eröffnung eines Verfahrens inspiriert hat, ist nicht bekannt. Dagegen spricht, dass das www keinerlei Fundstellen dazu kennt. Gäbe es etwas zu Lasten des (ehemaligen) Gutachters Neuberger zu berichten, die Stromgegner (auch Kabelkämpfer genannt) hätten es mit Sicherheit unverzüglich veröffentlicht. Schlechte Nachrichten (z.B. Verfahren wurde eingestellt) werden bekanntlich gerne verschwiegen. Im konkreten Fall geht dies unfair zu Lasten Neubergers, der trotz möglicherweise längst eingestelltem Verfahren weiterhin munter der Verleumdung und Ziel staatsanwaltlicher Ermittlungen verdächtigt wird. In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass weder der Naturschutzbund noch die IG Erdkabel die oben zitierte und höchstwahrscheinlich veraltete Sachverhaltsdarstellung des Naturschutzbundes auf ihren Websiten haben. Lediglich die Website Aktion 21 Austria verbreitet noch diese Meldung, Sprecher dieser Gruppierung ist niemand anderes als Franz Köck.

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Salzburgleitung: Was die Bürger entlang der Trasse besorgt

H. Lamarr @, München, Montag, 13.07.2015, 23:00 (vor 1586 Tagen) @ H. Lamarr

Ende März 2015 publizierte die Salzburger Landesregierung ein 462 Seiten umfassendes Dokument (PDF, 11,5 MByte), das Einblick gibt in die fachlichen Auseinandersetzungen mit den bei den Behörden angemeldeten Sorgen, Bedenken und Stellungnahmen.

Hier einige Beispiele, welche teils erstaunlichen Befürchtungen eine Hochspannungsfreileitung auslösen kann und welche Antworten Gutachter darauf gegeben haben:

Zur Stellungnahme mit der lfd. Nr. Sbg 39
Die Gesundheit von Menschen wird durch das Projekt nicht gefährdet (siehe das vorliegende Gutachten). Nach dzt. Wissensstand ist ein projektbedingtes Leukämierisiko für Kinder sicher auszuschließen, ebenso andere Gesundheitsschäden von Kindern und Ungeborenen. An Orten mit sensibler Nutzung werden die weltweit strengsten Vorsorgewerte eingehalten, die für die Magnetfeldbelastung 200-mal geringer sind als die international anerkannten Grenzwerte der ICNIRP für Dauerbelastung. Koronageräusche werden zu keiner unzumutbaren Lärmbelästigung führen, wie im vorliegenden Gutachten ausgeführt. Die Bauphase wird vorübergehend zu Belästigungen führen, die aber bei Einhaltung der vorgesehenen Schutzmaßnahmen kein unzumutbares Ausmaß erreichen werden. Eine entsprechende Kontrolle durch die Bauaufsicht ist vorgesehen und aus umweltmedizinischer Sicht ausreichend. Zur Partikelionisation siehe Antwort zu Stn. Nr. 64. Zum Erholungswert der Landschaft siehe Antwort zu Stn. Nr. 434.

Zur Stellungnahme mit der lfd. Nr. Sbg 40
Grund- und Trinkwasserschutz, erforderlichenfalls eine hygienisch einwandfreie Ersatzwasserversorgung in der Bauzeit im Bereich von 7 Quellen und Beweissicherungsmaßnahmen werden im vorliegende Gutachten und detaillierter von DI Braunstingl, DI Geiger und DI Köck behandelt. Aus medizinischer Sicht ist jedenfalls zu fordern, dass die Trinkwasserverordnung zu jeder Zeit eingehalten wird. In der Betriebsphase wird ein Seilschutzmittel mit einem Tropfpunkt verwendet, der über der höchstzulässigen Leitungsseiltemperatur liegt.

Zur Stellungnahme mit der lfd. Nr. Sbg 50
Ein Lungenkrebsrisiko entsteht durch Stromleitungen nicht, sondern ist in erster Linie auf Tabakrauch (aktives und passives Rauchen) zurückzuführen und in wesentlich geringerem Ausmaß durch Verbrennungsaerosole, Radon und Karzinogene am Arbeitsplatz (siehe auch die Antwort zu Stn. Nr. 64). Auch andere projektbedingte Gesundheitsgefahren sind auf Grund des vorliegenden Gutachtens auszuschließen.

Zur Stellungnahme mit der lfd. Nr. Sbg 57
Sie wohnen 467 m von der geplanten Freileitung entfernt und müssen weder Gesundheitsgefährdungen noch eine Störung Ihres Hörgerätes befürchten (siehe dazu auch die Stellungnahme des elektrotechnischen UVP-SV). Selbst direkt unter der Leitung werden Störschwellen für Herzschrittmacher nicht erreicht, wie in vorliegendem Gutachten beschrieben.

Zur Stellungnahme mit der lfd. Nr. Sbg 63
In der Gemeinde Werfen wird die Aerosolbelastung durch den KFZ-Verkehr bestimmt. Die Koronaentladung der Leitung wird keinen Einfluss auf die Feinstaubbelastung haben, weder hinsichtlich der Menge noch der Zusammensetzung. Die Spekulation über Gesundheitsgefährdungen durch Veränderungen der Ladungsverteilung entlang von Hochspannungsleitungen fand seit 1999 keine wissenschaftliche Bestätigung.

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Salzburgleitung: Alles über die Umweltverträglichkeitsprüfung

H. Lamarr @, München, Montag, 13.07.2015, 23:39 (vor 1586 Tagen) @ H. Lamarr

Alles über die Umweltverträglichkeitsprüfung der 380-kV-Salzburgleitung, mit reichlich Gutachten, Protokollen, Stellungnahmen, Erwiderungen und was man sonst noch so brauchen könnte.

[Admin, 21.06.2016: Der genannte Link ist tot. Ersatzlink]

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Seltene Vögel könnten Salzburgleitung stoppen

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 22.07.2015, 00:09 (vor 1578 Tagen) @ H. Lamarr

Mit einer Beschwerde bei der EU-Kommission hoffen Gegner der geplanten 380-kV-Freileitung, das Projekt doch noch zu Fall zu bringen. Seltene Vögel (gemeint sind Exemplare mit Federn) könnten den umstrittenen Bau verhindern. Gefordert wird ein Naturschutzgebiet. Jetzt liegt der Fall bei der EU in Brüssel. mehr ...

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Was wurde eigentlich aus der Salzburgleitung?

H. Lamarr @, München, Dienstag, 21.06.2016, 11:07 (vor 1242 Tagen) @ H. Lamarr

Was passiert, wenn grenzüberschreitend ein Querulant aus der Schweiz ein passendes Gegenstück im Salzburger Land findet, davon handelt dieser Strang. Der Schweizer Hans-U. Jakob instrumentalisiert mit seinen bizarren Ideen den Österreicher. Dies führt jetzt auch in Österreich zu Auswüchsen, wie sie zuvor in der Schweiz zu beobachten waren. Heimlicher Nutznießer der ganzen Aufregung ist ein Ex-Tabaklobbyist in der deutschen Hauptstadt.

Und, hat das Gift, das Hans-U. Jakob in Österreich verbreitet hat, denn nun gewirkt?

Nein, die Schlacht ging für die Strommastengegner mit dem Genehmigungsbescheid für die Freileitung und gegen die Erdverkabelung im vergangenen Dezember verloren. Neben Agrar-Landesrat Josef Schwaiger und Gutachtern stuft auch die grüne Umweltreferentin Astrid Rössler die Eingriffe des Erdkabelverlegens als wahrscheinlich noch schwerwiegender ein als jene von Mastenstandorten. Das Kabel würde einige Probleme, etwa mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, bringen, heißt es <hier>.

Das UVP-Verfahren zur Errichtung und zum Betrieb der 380-kV-Salzburgleitung ist seit 28.9.2012 bei der Salzburger Landesregierung als UVP-Behörde anhängig. Es wurde mit Genehmigungsbescheid vom 14.12.2015 abgeschlossen.

Nach Durchführung eines umfangreichen Ermittlungsverfahrens und abschließender rechtlicher Würdigung hat sich ergeben, dass alle Genehmigungstatbestände erfüllt sind. Trotz der in einigen Fachbereichen erheblichen Eingriffe bzw. Auswirkungen des Vorhabens ergab sich nach umfassender Abwägung der unterschiedlichen öffentlichen Interessen, dass insgesamt das Interesse an der Projektumsetzung der 380-kV-Salzburgleitung überwiegt. Aus diesem Grund waren die Genehmigungen nach den jeweiligen Materiengesetzen (Starkstromwegegesetz, Wasserrechtsgesetz, Forstgesetz, Salzburger Naturschutzgesetz u.a.) und die Genehmigung nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz unter Vorschreibung zahlreicher Nebenbestimmungen zu erteilen.

Kommentar: Es ist schön zu sehen, dass die niederträchtigen Methoden, mit denen der schweizer Verein Gigaherz im Streit um die Salzburgleitung Boden gut machen wollte, nicht verfangen haben. Die aufgehetzten Bürgern entlang der Trasse scheinen in Gestalt der "IG Erdkabel" schon 2014 abgewirtschaftet zu haben, die Aktuell-Ecke der IG döst seit August 2014 vor sich hin und auch sonst ist dieser Website die erlittene Niederlage deutlich anzumerken. Fotos der Truppen zeigen auffällig viele Kinder und alte Männer, Strommasten- und Sendemastengegner schenken sich da nichts. Wahrscheinlich wird die Website der IG noch eine zeitlang als Soldatenfriedhof im Netz stehen, bevor sie das Schicksal zahlreicher Anti-Mobilfunk-Websites teilt und unbeachtet auf dem Kompost landet.

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Salzburgleitung: Beschwerden am Bundesverwaltungsgericht

H. Lamarr @, München, Freitag, 24.06.2016, 19:13 (vor 1239 Tagen) @ H. Lamarr

Das UVP-Verfahren zur Errichtung und zum Betrieb der 380-kV-Salzburgleitung ist seit 28.9.2012 bei der Salzburger Landesregierung als UVP-Behörde anhängig. Es wurde mit Genehmigungsbescheid vom 14.12.2015 abgeschlossen.

Auszüge aus meinbezirk.at:

Nach dem positiven UVP-Bescheid des Landes für die 380-kV-Salzburgleitung, die in erster Instanz durch ist, endete mit 27. Jänner die Beschwerdefrist. Nicht weniger als 14 Beschwerde-Punkte ist die eingereichte Liste des Wiener Umweltanwalts Dr. List lang – etwa 30 Unterschriften sind darunter zu finden, u.a. von den Bürgerinitiativen aus Bischofshofen und St. Johann sowie von etlichen Privatpersonen. [...]
Jetzt liegen die Beschwerden beim Bundesverwaltungsgericht (BVG), wo der Landes-UVP-Bescheid von drei unabhängigen Richtern geprüft wird. [...]

Rudolf Zrost, Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg, hofft auf einen Entscheid noch in diesem Jahr: "Das UVP-Verfahren hat fast drei Jahre und drei Monate gedauert. Der Bescheid ist äußerst umfangreich und detailgenau. Damit sind bereits alle Fragen hinlänglich beantwortet. Wir vertrauen darauf, dass die Entscheidung der zweiten Instanz noch in diesem Jahr ergeht."

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Salzburgleitung: Mönchengladbach statt Schwarzenburg

H. Lamarr @, München, Freitag, 24.06.2016, 20:17 (vor 1239 Tagen) @ H. Lamarr

Die "IG Erdkabel" ist nicht wählerisch, wenn es um Gutachter geht, Hauptsache sie gutachtern im Sinne der IG. So schaffte es auch der betagte Ex-Elektriker Hans-U. Jakob (Verein gigaherz.ch) 2012 von der IG Erdkabel engagiert zu werden. Doch im Juni 2016 setzt die IG nicht mehr auf Jakob, sondern bedient sich eines Gutachters aus Mönchengladbach, um mit einem Gegengutachten ein entwarnendes Gutachten der Gemeinde Seekirchen zu kompensieren. Details dazu in dem Zeitungsausschnitt, der hier angeboten wird. Ob die Behauptungen in dem Artikel der Wahrheit entsprechen ist offen, eine Bestätigung durch eine unabhängige zweite Quelle gibt es nicht. Die Kronenzeitung ist für Österreich das, was "Bild" für Deutschland ist.

Das Gutachten der Gemeinde Seekirchen gibt es hier (PDF), das Gutachten der IG Erdkabel konnte ich auf deren unübersichtlicher Website nicht ausfindig machen. Ob es eine gute Idee der Gemeinde war, ausgerechnet den umstrittenen Dr. Walter Hannes Medinger als Gutachter auszuwählen, wage ich ernsthaft zu bezweifeln.

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Salzburgleitung: Verhandlung am Bundesverwaltungsgericht

H. Lamarr @, München, Samstag, 22.07.2017, 23:20 (vor 846 Tagen) @ H. Lamarr

Nach dem positiven UVP-Bescheid des Landes für die 380-kV-Salzburgleitung, die in erster Instanz durch ist, endete mit 27. Jänner die Beschwerdefrist. Nicht weniger als 14 Beschwerde-Punkte ist die eingereichte Liste des Wiener Umweltanwalts Dr. List lang ...

Der Streit um die geplante 380-kV-Leitung durch das Bundesland Salzburg geht in die nächste Instanz. Seit Montag [17. Juli 2017] beschäftigt sich nun das Bundesverwaltungsgericht in Wien mit der Stromautobahn nach Kaprun. Der Projektbetreiber, die Verbund-Tochter APG (Austrian Power Grid), pocht auf deren Bedeutung für die Versorgungssicherheit. Die Freileitungsgegner wollen zumindest Teile der Stromautobahn als Kabel in der Erde. Die Verhandlung unter dem Vorsitz von Richterin Silvia Krasa ist vorerst für fünf Tage angesetzt. Wenn nötig, können drei weitere Tage im Verhandlungssaal im Marx-Palast im dritten Bezirk anberaumt werden. Das Urteil wird voraussichtlich erst Ende des Jahres schriftlich ergehen. mehr ...

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Salzburgleitung: Warten aufs Bundesverwaltungsgericht

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 09.08.2018, 12:52 (vor 463 Tagen) @ H. Lamarr

Das Urteil wird voraussichtlich erst Ende des Jahres schriftlich ergehen. mehr ...

Weit gefehlt, auch Anfang August 2018 steht die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, Wien, noch aus.

Im Januar 2018 machte Netzbetreiber APG auf der Website Energie&Management noch einmal Druck:

Der österreichische Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG) mahnt erneut die endgültige Genehmigung der „Salzburgleitung“ durch das Bundesverwaltungsgericht (BvWG) an. Seit rund zwei Jahren befasst sich das BvWG mit der Angelegenheit, nachdem gegen die erstinstanzliche Genehmigung Einspruch erhoben worden war. Nun droht neues Ungemach: Das Land Salzburg stellte kürzlich drei Gebiete im Bereich der Nockstein-Felsformation nordöstlich der Stadt Salzburg unter Naturschutz, die von der Leitungstrasse tangiert werden. Die zuständige Landesrätin Astrid Rössler (Grüne) informierte auch das BvWG über diesen Schritt. Pikant ist die Angelegenheit, weil am 22. April ein neuer Landtag gewählt wird, wobei die Grünen mit Verlusten rechnen müssen. Rössler hat daher gute Gründe, potenzielle Wähler zu mobilisieren, die der Salzburgleitung kritisch gegenüber stehen.

Der angesprochenen mutmaßlichen Mobilisierung von Leitungsgegnern durch die Grünen blieb der Erfolg verwehrt. Bei der Landtagswahl vom April in Salzburg erreichten die Grünen nur rd. 9,3 Prozent der Stimmen und fielen auf Platz Vier zurück, 2013 waren es noch rd. 20 Prozent gewesen.

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Weinviertelleitung: BvG, Wien, weist Beschwerden ab

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 16.01.2019, 21:08 (vor 303 Tagen) @ H. Lamarr

Weit gefehlt, auch Anfang August 2018 steht die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, Wien, noch aus.

Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, Wien, über die "Salzburgleitung" ist noch immer nicht gefallen, für Hochspannungsmastengegner verdunkelte sich jedoch am 13.12.2018 in einem ähnlich gelagerten Streitfall (sogenannte Weinviertelleitung im Nordosten Wiens) der Himmel:

Das Bundesverwaltungsgericht hat die zwölf Beschwerden gegen den Bescheid der Niederösterreichischen Landesregierung vom 20.02.2018, Zl. RU4-U-768/057-2017, in einer Angelegenheit nach dem Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz 2000 betreffend das Vorhaben "Ersatzneubau APG-Weinviertelleitung" (mitbeteiligte Partei: Austrian Power Grid AG), nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung als unbegründet abgewiesen. Eine Revision gegen diesen Entscheid ist nicht zulässig.

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Chronik der Salzburgleitung bis 17. Juli 2017

H. Lamarr @, München, Samstag, 22.07.2017, 23:13 (vor 846 Tagen) @ H. Lamarr

Zahlreiche Diskussionen, Verhandlungen, Einsprüche und Demonstrationen gab es in den letzten 20 Jahren rund um den geplanten Bau der 380-kV-Leitung durch das Bundesland Salzburg. Zur Erinnerung: Die Leitung soll insgesamt 120 Kilometer lang werden und von St. Peter im oberösterreichischen Braunau bis nach Kaprun im Pinzgau reichen. Der erste Teil der Leitung ist seit 2011 in Betrieb. Am Montag [17. Juli 2017; Anm. Spatenpauli] gehen die Verhandlungen rund um den zweiten Teil der Salzburgleitung in die nächste Runde. Wir haben die bisherigen Ereignisse für euch zusammengefasst. weiter ...

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Salzburgleitung: 380-kV-Gutachter unter Druck

H. Lamarr @, München, Samstag, 25.06.2016, 14:10 (vor 1238 Tagen) @ H. Lamarr

Und hier noch eine Episode aus der beliebten Reihe: Geschichten aus dem Intriganten-Stadel. Ein angeblich unter Druck stehende Wissenschaftler hat sich nichts vorzuwerfen, die Druckmacher werden vom wissenschaftlichen Fortschritt überholt.

Am 14.01.2015 brachten die Salzburger Nachrichten die Meldung: 380-kV-Gutachter steht unter Druck.

In der Umweltprüfung für die geplante 380-kV-Freileitung durch Salzburg gerät jetzt ein weiterer Gutachter immer stärker unter Beschuss. Es geht um Auswirkungen auf die Gesundheit von Anrainern, besonders um elektromagnetische Langzeiteffekte. Die Befürworter des Erdkabels haben nun eine Stellungnahme zum umstrittenen umweltmedizinischen Gutachten vorgelegt. "Professor Rainer Frentzel-Beyme aus Bremen, einer der führenden Epidemiologen in Europa, hat sie erarbeitet", sagt IG-Erdkabel-Präsident Theodor Seebacher. Der deutsche Experte stellt zum Beispiel fest, dass die Ausführungen des Gutachters Prof. Manfred Neuberger aus Wien zum Leukämierisiko bei Kindern "tatsächlich völlig überholt" seien. [...]

Wer es nicht besser weiß, muss nach diesen Zeilen glauben, ein Professor aus Bremen habe einem Kollegen aus Wien ordentlich die Leviten gelesen. Bei näherem Hinsehen wird indes schnell deutlich, es geht um mehr, Prof. Neuberger (Jg. 1946) soll auf Betreiben der "IG Erdkabel" als Gutachter systematisch entwertet werden. In der Anti-Mobilfunk-Szene ist diese infame Form der Anfeindung von Wutbürgern gegenüber nicht genehmen Wissenschaftlern seit bald 20 Jahren üblich, was die Sache jedoch nicht anständiger macht. Mit der Diffamierung Neubergers im Streit um die Salzburgleitung verfolgte die "IG Erdkabel" das Ziel, den Wiener Professor gegen den einschlägig bekannten Salzburger Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld zu ersetzen, der es bereits im Anti-Mobilfunk-Lager zu beträchtlichem Ruhm gebracht hat.

Im konkreten Fall bedient sich die "IG Erdkabel" mit Herrn Frentzel-Beyme (Jg. 1939) eines Professors, der bereits 2003 seines Postens an der Uni Bremen unsanft enthoben wurde. Herr Neuberger blieb neun Jahre länger an seiner Uni (MUW), er wurde erst 2012 emeritiert. Sein Ruf als Wissenschaftler ist fleckenfrei. Anders bei Frentzel-Beyme, der Bremer hat einen Eintrag bei Psiram und auch im IZgMF gibt es diverse Postings, die nicht unbedingt für die Ergebnisoffenheit und Unabhängigkeit Frentzel-Beymes sprechen. Der inzwischen 77-Jährige ist nach seiner Emeritierung immer dann zur Stelle gewesen, wenn es galt, ein Risiko zu attestieren. Damit qualifizierte sich der Bremer Professor für die Beauftragung durch die "IG Erdkabel". Um Frentzel-Beymes Kritik an Neubergers Gutachten objektiv beurteilen zu können, müssten beide Papiere zur Hand sein, was leider nicht der Fall ist (einen gravieren Punkt zugunsten Neubergers nennt jedoch unten der Hintergrund). Subjektiv spricht alles für Prof. Neuberger und gegen Prof. Fentzel-Beyme, auch wenn sich die Salzburger Nachrichten redlich Mühe geben, den gegenteiligen Eindruck zu erwecken. Dies wiederum ist nachvollziehbar, die Medien lieben echte wie vermeintliche Keilereien zwischen Wissenschaftlern, das gibt Stoff für polemische Berichterstattung. Wollte Journalist Thomas Auinger fair berichten, hätte er nicht nur die Verlautbarung der "IG Erdkabel" gebracht, sondern bei Prof. Neuberger nachgefragt, was dieser zu dem Vorwurf "völlig überholt" zu sagen hat.

Hintergrund
Kinderleukämie & Hochspannung: Forscher in UK rudern zurück. Hierbei handelt es sich um dieselbe Forschergruppe (Draper et al.), deren ältere Resultate Prof. Frentzel-Beyme zu seiner Kritik am Neuberger-Gutachten inspirierten.

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Oberfeld unter Königs Obhut

H. Lamarr @, München, Freitag, 21.07.2017, 13:51 (vor 847 Tagen) @ H. Lamarr

Mit der Diffamierung Neubergers im Streit um die Salzburgleitung verfolgte die "IG Erdkabel" das Ziel, den Wiener Professor gegen den einschlägig bekannten Salzburger Umweltmediziner Dr. Gerd Oberfeld zu ersetzen, der es bereits im Anti-Mobilfunk-Lager zu beträchtlichem Ruhm gebracht hat.

Lange habe ich gerätselt, wieso sich Dr. med. Oberfeld so lange als Amtsarzt bei der Landessanitätsdirektion Salzburg hat halten können, statt gefeuert zu werden. Eine plausible Antwort gibt die Kronen Zeitung vom 23. März 2017:

Ex-Landessanitätsdirektor Dr. Christoph König etwa übte heftige Kritik daran, dass der kritische Umweltmediziner des Landes, Gerd Oberfeld, im Verfahren gar nicht gehört wurde. An seiner Stelle wurde Univ. Prof. Dr. Manfred Neuberger als humangenetischer Experte herangezogen.

Der tendenziöse Artikel von Autor Wolfgang Weber ist etwas wirr und seine Sympathien liegen offen wie ein aufgeschlagenes Buch, die gebotene Information ist deshalb nur mit Vorsicht für bare Münze zu nehmen.

Oberfeld wirkte demnach mit Billigung Königs, bis dieser 2012 in den Ruhestand ging. Mittlerweile dürfte eine Trennung von Oberfeld für die Behörde zu teuer sein. Da er nur noch wenige Jahre im Berufsleben hat, sieht mir die Problemlösung nach Aussitzen aus.

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Kronen Zeitung: Fehlerbehaftete Schleichwerbung

KlaKla, Sonntag, 23.07.2017, 08:39 (vor 845 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Sonntag, 23.07.2017, 08:59

[Admin: Posting verschoben am 23.07.2017, Absprung hier]

Die Salzburger Landessanitätsdirektion hat übrigens die Freileitungsgegner in einem Schreiben vom 19. Mai 2017 auf Elektrosmog-Belastungsgrenzen und Leitlinien hingewiesen, die 2016 von der Europäischen Akademie für Umweltmedizin (EUROPEAM) verfasst wurden: Oberhalb von 0,4 Mikrotesla Belastung steige das Leukämierisiko. IG-Erdkabel-Anwalt Dr. Wolfgang List: "Und diese Leitlinie war dem niederösterreichischen Experten nicht einmal bekannt."

Kein Problem Herr Anwalt, die EMF-Leitlinie ist nur ein Ergebnis wilder Alarmisten, die kommerzielle Interessen haben. Ihre Geschäftsideen sollen weiter leben bzw. ausgebaut werden. Außerhalb der Seifenblase ist die EMF-Leitlinie bedeutungslos. Man beachte, wer über diese zu berichten weiss.

Die Europäische Akademie für Umweltmedizin (EUROPAEM) ist ein Lobbyverein der Umweltmedizin mit kommerziellen Absichten. Siehe seine Selbstdarstellung und im Vorstand des Vereines die Nutznießer u.a. Peter Ohnsorge, Ortwin Zais und Dr. Kurt E. Müller. Mit Rentner und Laien sollen die Themen der Umweltmedizin kostenpflichtig unter's Volk gespült werden. Stichwort Fernlehrgang. Und jeden Morgen steht ein Dummer auf ...

Die EMF-Leitlinie ist eine frühe Erfindung von Dr. Gerd Oberfeld. Sie beflügelt die Geschäfte der Nutznießer. 2015 wurde sein frühes Werk überarbeitet und auf viele Schultern verteilt, so das es kein Werk der Salzburger Landessanitätsdirektion darstellt. Die scheinen aus ihren schlechten Erfahrungen mit Dr. Oberfelds EMF-Leitlinie/Richtlinie ihre Konsequenzen gezogen zu haben.

Wer ist den nun die Salzburger Landessanitätsdirektion, die die Freilandgegner auf die EMF-Leitlinie aufmerksam macht? Der Mitarbeiter Dr. Gerd Oberfeld, der an der EMF-Leitlinie mitgearbeitet hat, der der vor vielen Jahren in Hausmannstätten Fehlalarm auslöste?

Für die Salzburger Interessengemeinschaft Erdkabel haben gleich zwei international renommierte Experten die Neuwirth-Aussagen unter die Lupe genommen.

Längst bekannt ist, dass das Personal bei den Mobilfunkgegner ein Problem darstellt. Nicht anders verhält es sich dem Anschein nach bei der Kronen Zeitung. Da werden Namen aller Voraussicht nach gewürfelt (EUROPEAM und Neuwirth).


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Nun ziehen die Rentner in die Schlacht ...

KlaKla, Dienstag, 15.08.2017, 12:46 (vor 822 Tagen) @ H. Lamarr

Massive Kritik am Humanmediziner in zweiter Instanz

Die Freileitungsgegner haben prominente Unterstützung bekommen: Univ.- Prof. Franz Adlkofer (Wien), sein Kollege Rainer Frentzel-Beyme (Bremen) und Univ.- Prof. DDr. Karl Hecht (Humboldt- Universität Berlin) geben vernichtende Stellungnahmen zu den Äußerungen des Humanmediziners Dr. Jungwirth (Uni Krems) im Berufungsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ab. Adlkofer dazu wörtlich: "Ich muss zwangsläufig die Frage stellen, warum dieser in der EMF- Forschung unbedarfte Laie überhaupt mit dem Gutachten beauftragt wurde. Ein Arzt, der bei diesem Stand des Wissens gesundheitliche Risiken von elektromagnetischen Feldern aus humanmedizinischer Sicht definitiv ausschließt, kann beim besten Willen nicht ernst genommen werden." Jungwirth hatte behauptet, dass Kinder und Erwachsene Tag und Nacht ohne jede Gefahr direkt unter einer Freileitung leben könnten.

Univ. Prof DDr. Karl Hecht von der Berliner Charité: "Die Unterlassungen im Gutachten sind Faktoren, die den schutzbedürftigen Anwohnern der Salzburgleitung das Menschenrecht auf Gesundheit nicht gewährleistet. Denn bei Objektivierung der Gesundheitsgefährdung ab 0,3 Mikrotesla wäre der Genehmigungsantrag abzuweisen."

Quelle: KronenZeitung

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Filz, Oesterreich, Erdkabel, Streitkultur, Adlkofer, Hecht, Senioren, Frentzel-Beyme, Kronen Zeitung, Entwerten, Salzburgleitung, Jungwirth

Schmerzgrenze der "Krone" erreicht

H. Lamarr @, München, Freitag, 25.08.2017, 23:03 (vor 812 Tagen) @ KlaKla

Quelle: KronenZeitung

So gruselig wie der Beitrag sind auch einige Kommentare dort. Die "Krone" erlaubte auch "Spatenpauli" an Ort und Stelle ein paar kritische Kommentare, doch als die Schmerzgrenze des Blattes erreicht war, wurden zwei weitere Kommentare nicht mehr frei geschaltet. Einen der beiden Kommentare habe ich gesichert und gebe ihn folgend wieder. Nicht weil ich ihn besonders lesenswert finde, sondern um zu zeigen, wo bei der "Krone" der Spaß aufhört:

Es ist schon auffällig, wie die "Krone" mit Hilfe der drei greisen Ex-Professoren aus Deutschland versuchen, die Qualifikation des Sachverständigen Dr. Michael Jungwirth öffentlich infrage zu stellen. Dabei ließe sich die Argumentation der Deutschen mit Sicherheit nicht weniger "vernichtend" kritisieren. Bemerkenswert finde ich, dass mit Franz Adlkofer plötzlich ein ehemaliger Lobbyist der Tabakindustrie zugunsten der Stromgegner reaktiviert wird. Das verheißt nichts Gutes.

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Kronen Zeitung & Salzburgleitung: Zacken in der "Krone"

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 23.08.2017, 12:20 (vor 814 Tagen) @ H. Lamarr

Was in Deutschland die "Bild" ist, ist in Österreich die "Krone". Im Streit um die Salzburgleitung versucht die Kronen-Zeitung die öffentliche Meinung zugunsten der Stromgegner zu modellieren und setzt dazu auf die Allzweckwaffe Wolfgang Weber, der als Redakteur der "Krone" über alles und nichts schreibt. Doch was Weber über den Streit um die Salzburgleitung zu berichten weiß ist stets tendenziös und nicht selten falsch. Die folgende kurze Chronik belegt grobe Zacken in der "Krone".

Neue Hoffnung Jungwirth: Am 28.03.2017 berichtet Weber noch hoffnungsvoll, dass der bisherige umweltmedizinische Gutachter Manfred Neuberger, der von den Stromgegnern mit allen Mitteln angegriffen wurde, gegen den Amtsarzt und Umwelthygieniker der niederösterreichischen Landesregierung Dr. Michael Jungwirth ersetzt wird. Da jedoch auch Jungwirth die Erwartungen der Stromgegner nicht erfüllen sollte, wird er schon bald ebenso unter Druck geraten wie zuvor Neuberger.

Es bahnt sich ein bizarres Schauspiel an: Die Stromgegner lassen eine Expertenmeinung nur soweit gelten, solange sich diese Meinung mit der ihren deckt. Da "echte" Experten den Stromgegnern die gewünschte Meinung nicht liefern, weichen die Gegner auf Pseudoexperten und verblasste "Titelträger" aus Deutschland aus. Weber fungiert in diesem Schauspiel als Sprachrohr der Stromgegner.

Jungwirth gutachtert nach bestem Wissen und Gewissen: Schon am 19.07.2017 hat Jungwirth ausgespielt. Redakteur Weber jubelt zwei Jungwirth-Kritiker als "Experten" hoch, die hier im Forum nur allzu bekannt sind. Bei Weber werden der Ex-Elektriker Hans-U. Jakob (Gigaherz) und der Ex-Professor Rainer Frentzel-Beyme, beides betagte Rentner, zu "international renommierten Experten". Frentzel-Beyme wird als "Mitarbeiter des deutschen Krebsforschungszentrums" vorgestellt, was ebenfalls falsch ist. Im Eifer des Gefechts bringt Weber auch noch die Namen der Gutachter Neuberger und Jungwirth durcheinander und kreuzt beide zu dem fiktiven Gutachter "Neuwirth". An solchen Fehlern lässt sich die Qualität einer Zeitung und ihrer Mitarbeiter messen.

Austrias Stromgegner werfen deutsche Rentner in die Schlacht: Die Entwertung des Gutachters Jungwirth wird am 14.08.2017 von Weber fortgesetzt, drei Wochen nach Ende der Berufungsverhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Wien. Gigaherz-Jakob wird nicht mehr genannt, jetzt trumpft der Krone-Redakteur damit auf, drei Uni-Professoren würden Jungwirth als Laien einstufen. Die sogenannten Uni-Professoren sind der "Volkssturm" der Stromgegner (letztes Aufgebot) in Gestalt von Franz Adlkofer (81), den Weber fälschlich von Berlin nach Wien verpflanzte, Karl Hecht (93) und abermals Frentzel-Beyme (78). Weber gibt sich große Mühe, diese seit langem emeritierten Herren, die auch eine lange Historie als verbohrte Mobilfunkgegner haben, als berufstätige "renommierte Universitätsprofessoren" aussehen zu lassen, die mitten im Leben stehen. Woher Weber seine Informationen aus der mündlichen Verhandlung hat ist nicht klar, vermutlich wurden ihm die "Aussagen" von Stromgegnern zugespielt, so dass an deren Authentizität erhebliche Zweifel angebracht sind.

Kommentar: Mit Dr. Gerd Oberfeld aus Salzburg wären die Stromgegner schlagartig glücklich und Wolfgang Weber müsste nicht länger gegen den Stromgegnern unbequeme umweltmedizinische Gutachter polemisieren. Doch Oberfeld hatte sich 2008 fachlich bis auf die Knochen blamiert.

Hintergrund
Kronen Zeitung – Tag für Tag ein Boulevardstück
Franz Adlkofer bei Psiram
Frentzel-Beyme bei Psiram
Karl Hecht bei Psiram
Die 158 Unterstellungen des Hans-U. Jakob

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Salzburgleitung & Franz Köck: Stellungnahme eines Querulanten

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 23.08.2017, 16:18 (vor 814 Tagen) @ H. Lamarr

Weber fungiert in diesem Schauspiel als Sprachrohr der Stromgegner.

"Krone"-Redakteur Weber lässt meiner Beobachtung nach in seinen Artikeln zur Salzburgleitung ausschließlich Stromgegner zu Wort kommen, am 16.07.2017 z.B. den Vizepräsidenten der "IG Erdkabel", Franz Köck. Köck ist das, was man im Süden Deutschlands einen Dampfplauderer nennt, der Mann hat von der Sache wenig Ahnung, drängt sich aber dennoch nach vorne. Ein Zeugnis seiner Kompetenz legte Köck am 3. Juni 2014 als Sprecher der Bürgerinitiative Köck-Adnet in seiner Stellungnahme anlässlich der öffentlichen Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung der 380-kV-Salzburgleitung ab. Unter anderem ließ er seinerzeit wissen:

Der Verdacht von Befangenheit der nichtamtlichen Sachverständigen stützt sich auf einen Bericht aus dem internationalen Umweltratschlag von Prof. Klaus Buchner (Atomphysiker) der im Artikel Steuerung der Wissenschaft durch Industrieverbände klar anspricht. Auch in der Broschüre (die Fälscher) von Prof. Schönborn - Sie irren nicht, sie lügen - werden diese Vorkommnisse klar ausgedrückt. (Prof. Schönborn sollte es wissen, er ist Staatsanwalt a.D.) In einer Aussendung des Europarates wird zum Problem elektromagnetischer Felder darauf hingewiesen, das Vorsorgeprinzip anzuwenden und nicht auf die letzten klinischen Beweise warten, sonst könnte es wie seinerzeit bei Tabakrauch und Asbest auch zu erheblichen finanziellen Wiedergutmachungen kommen.

Herr Köck greift offenbar wahllos nach allem, was ihm brauchbar erscheint. Doch dabei vergreift er sich, wie folgende Beispiele zeigen.

► Klaus Buchner ist kein Atomphysiker, die letzten 33 Jahre seiner beruflichen Karriere war er an der Fakultät für Mathematik der Technischen Universität München angestellt und brachte Studenten das Rechnen bei. Buchner, das lässt sich hier im Forum recherchieren, ist gegenüber Verschwörungstheorien empfänglich, er verbreitet sie auch gerne.
► Der "Internationale Umweltratschlag" ist eine lokale und ziemlich bedeutungslose Veranstaltung, auf der sich die üblichen Verdächtigen, die von der Wissenschaft unsanft abgekoppelt wurden, in Szene setzen, etwa Ruheständler wie Klaus Buchner und Frentzel-Beyme.
► Prof. Schönborn heißt in Wahrheit Erich Schöndorf und ist Rentner.
► Mit der Broschüre "Die Fälscher" hat Schöndorf nichts zu tun, geschweige denn, dass er diesen seichten Käse verfasst hat. Autor ist nicht Schöndorf, sondern Peter Hensinger, ein frühverrenteter gelernter Drucker aus Stuttgart. Köck ist auf die missverständliche Titelseite der Broschüre hereingefallen, auf der Schöndorf völlig zusammenhanglos mit den Worten zitiert wird: "Sie irren nicht, sie lügen". Hätte Köck die Broschüre nur 1-mal aufgeschlagen, er hätte seinen Irrtum bemerken können. Quelle des Zitats ist ein alter Spiegel-Artikel von Schöndorf.
► Ausnahmsweise einmal richtig ist Köcks Feststellung, Schöndorf sei Staatsanwalt gewesen. Dem Stromgegner sind solche klangvollen Titel wichtig, er verspricht sich davon möglicherweise etwas mehr Gewicht für seine banalen Stellungnahmen.
► Achja, der extrem wichtige Europarat. Was von der "Aussendung des Europarats" zu halten ist, Husarenstück eines Luxemburger Lobbyisten, das freilich nicht gegen Strom gerichtet war, sondern gegen Mobilfunk, das lässt sich in großem Detailreichtum <hier> nachlesen.

Kommentar: Leute wie Köck kosten die Österreicher ein Vermögen. Denn die Verfahrenskosten der Salzburgleitung und die Mehrkosten für Freileitung oder Erdkabel zahlen nicht nur die Querulanten, sondern alle Österreicher. Was mich stört ist das Krampfhafte an Köcks Stellungnahme, der mMn um des Protests willen protestiert, statt mit sauber recherchierten Argumenten berechtigte Belange geltend zu machen.

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Infernalisches Professoren-Trio in Wien nicht gesichtet

H. Lamarr @, München, Samstag, 30.09.2017, 12:31 (vor 776 Tagen) @ H. Lamarr

Die Entwertung des Gutachters Jungwirth wird am 14.08.2017 von Weber fortgesetzt, drei Wochen nach Ende der Berufungsverhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Wien. Gigaherz-Jakob wird nicht mehr genannt, jetzt trumpft der Krone-Redakteur damit auf, drei Uni-Professoren würden Jungwirth als Laien einstufen. Die sogenannten Uni-Professoren sind der "Volkssturm" der Stromgegner (letztes Aufgebot) in Gestalt von Franz Adlkofer (81), den Weber fälschlich von Berlin nach Wien verpflanzte, Karl Hecht (93) und abermals Frentzel-Beyme (78). Weber gibt sich große Mühe, diese seit langem emeritierten Herren, die auch eine lange Historie als verbohrte Mobilfunkgegner haben, als berufstätige "renommierte Universitätsprofessoren" aussehen zu lassen, die mitten im Leben stehen. Woher Weber seine Informationen aus der mündlichen Verhandlung hat ist nicht klar, vermutlich wurden ihm die "Aussagen" von Stromgegnern zugespielt, so dass an deren Authentizität erhebliche Zweifel angebracht sind.

Wie das IZgMF aus gut unterrichteter Quelle erfahren hat, wurden die drei deutschen Ex-Professoren anlässlich der öffentlichen Berufungsverhandlung im Juli in Wien nicht gesichtet. Und sollten sie sich diskret unters Publikum gemischt haben, so steht zumindest fest: während der Verhandlung meldete sich keiner von ihnen zu Wort. Damit stellt sich erneut die Frage, aus welchen dubiosen Quellen Krone-Redakteur Weber schöpft.

Wie man dem Link oben entnehmen kann, formuliert Wolfgang Weber so nebulös, dass man annehmen könnte, das infernalische Professoren-Trio aus Deutschland wäre bei der Verhandlung zugegen gewesen, um anschließend Gutachter Jungwirth ein schlechtes Zeugnis auszustellen. Offensichtlich hat das Trio jedoch "Ferndiagnosen" gestellt. Was genau die drei diagnostiziert haben (Text, Ton, Video) und woher sie das Material hatten, lässt Weber im Dunkeln. Inwieweit die Weitergabe von Aufzeichnungen aus der mündlichen Verhandlung an Dritte rechtlich statthaft ist, der Richterinnensenat wird damit umzugehen wissen und die Stellungnahmen des Trios ggf. verwerfen. Vom Wiener Gericht als Experte geladen war keiner der drei Deutschen.

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Salzburgleitung: Ermittlungen gegen Neuberger eingestellt

H. Lamarr @, München, Samstag, 26.08.2017, 13:04 (vor 811 Tagen) @ H. Lamarr

Jede Wette: Herr Jakob wird nicht darüber berichten, wenn die Staatsanwaltschaft Salzburg den angeblichen Fall wegen Bedeutungslosigkeit zu den Akten legt, ohne auch nur an Ermittlungen gedacht zu haben. Ich werde das mal im Auge behalten und zuweilen den Finger in die Wunde legen.

Es ist beinahe genauso gekommen wie vermutet: Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat im Dezember 2016 die Ermittlungen gegen Gutachter Prof. Manfred Neuberger und Dr. Eva Hofbauer (Leiterin der UVP-Verhandlung in Salzburg) eingestellt. Zuvor waren beide im August 2015 vom Naturschutzbund Salzburg gegenüber der Staatsanwaltschaft diverser Vergehen beschuldigt worden.

Gigaherz-Präsident Jakob, der Naturschutzbund Salzburg, die IG Erdkabel und die Aktion 21 Austria zogen es (bislang) vor, über die Einstellung des Verfahrens öffentlich zu schweigen, sie begnügten sich damit, allein den Beginn des Ermittlungsverfahrens öffentlich zu verkünden. Aus meiner Sicht ist dies ein gesellschaftlich nicht akzeptierbares verwerfliches Verhalten, weil öffentlich ein Schatten auf die Beschuldigten geworfen wird, der später trotz besseren Wissens nicht mehr von ihnen genommen wird. Besonders infam: Die Aktion 21 Austria (Franz Köck) verbreitet die haltlosen Vorwürfe gegen Neuberger und Hofbauer noch immer auf ihrer Website.

Neuberger wurde falsche Beweisaussage vorgeworfen (§ 288 StGB), falsche Beweisaussage vor einer Verwaltungsbehörde (§ 289) und Missbrauch der Amtsgewalt (§ 302). Seine rund 75 Minuten dauernde Vernehmung durch das Landeskriminalamt fand im Februar 2016 in Wien statt, das ihm daraufhin vorgelegte 4-seitige Vernehmungsprotokoll unterschrieb der Wissenschaftler ohne jede Änderung. Danach begannen die Mühlen der Justiz zu mahlen, was bekanntlich seine Zeit dauert.

Am 2. Dezember 2016 dann die erlösende Nachricht der Staatsanwaltschaft Salzburg, das Ermittlungsverfahren gegen Neuberger sei in allen Punkten eingestellt worden. Zum einen weil eine Erfüllung der vorgeworfenen Tatbestände nicht festgestellt werden konnte, zum anderen weil es nicht gelang, einen Schuldnachweis zu erbringen. Die Weste des Gutachters Neuberger ist damit wieder fleckenfrei und seine Gegenspieler können von Glück reden, dass der Pensionär auf Genugtuung verzichtet und z.B. die Aktion 21 Austria nicht auf Unterlassung verklagt hat.

Wieder fleckenfrei ist auch die Weste von Eva Hofbauer, ihr war Amtsmissbrauch vorgeworfen worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ergaben jedoch keinen Befugnismissbrauch Hofbauers, womit der Tatbestand des Amtsmissbrauchs nicht gegeben war und das Ermittlungsverfahren gegen die UVP-Verhandlungsleiterin ebenfalls eingestellt wurde.

Für das befremdlich unfaire Verhalten der Naturschützer und Stromgegner habe ich aus eigener Erfahrung die Erklärung, dass Dilettanten sich gerne über Sitte und Anstand erhaben sehen, sobald sie sich in einem "heiligen Krieg" und im Recht wähnen. Dann heiligt der Zweck selbst die unsaubersten Mittel, um die Deutungshoheit in einem strittigen Sachverhalt zu erobern und den Argumentationsgegner zum Schweigen zu bringen. Das böse Erwachen über zurückliegende schlimme Taten kommt bei den selbsternannten Kreuzrittern – wenn überhaupt – erst spät, nämlich dann, wenn der Verstand die Oberhand über den Bauch (Angst) zurück gewonnen hat. Fehlt es freilich an Anstand, nützt selbst diese Rückbesinnung nichts.

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Bundesverwaltungsgericht: Salzburgleitung darf gebaut werden

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 06.03.2019, 12:22 (vor 254 Tagen) @ H. Lamarr

Presse-Information des österreichischen Bundesverwaltungsgerichts:

Wien, 05.03.2019: 380 kV-Hochspannungsleitung im Bundesland Salzburg mit einer Länge von über 100 Kilometern darf gebaut werden

Utl: Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden abgewiesen und die Stromleitung zum Lückenschluss des Hochspannungsnetzes in Österreich genehmigt

Das Bundesverwaltungsgericht teilt mit, dass über die Beschwerden von Gemeinden, Bürgerinitiativen, Umweltorganisationen, dem Umweltanwalt sowie Einzelpersonen betreffend den Bescheid der Salzburger Landesregierung zur Errichtung und zum Betrieb einer 380 kV-Hochspannungsleitung im Bundesland Salzburg entschieden wurde.

Im Zuge des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht wurden zur ergänzenden und umfassenden Überprüfung der Auswirkungen des Projektes auf die Umwelt zahlreiche Sachverständige zu folgenden Themenbereichen beigezogen: Bodenschutz und Landwirtschaft, Betriebs- und Baustellenlärm, Elektrotechnik, Energiewirtschaft, Forstwesen/Wald, Geologie/Hydrogeologie/Geotechnik, Gewässerschutz, Humanmedizin, Luftreinhaltung, Naturschutz, Verkehr, Verkehrslärm, Wildbach- und Lawinenschutz sowie Wildökologie/Veterinärmedizin.

Das Bundesverwaltungsgericht hat keine schwerwiegenderen Auswirkungen des geplanten Projektes auf die Umwelt, als im behördlichen Verfahren bereits berücksichtigt wurden, festgestellt. Nach umfassender und detaillierter Prüfung wies der zuständige Senat bestehend aus 3 Richterinnen die Beschwerden ab und genehmigte das Projekt der 380 kV-Hochspannungsleitung zur Schließung der Lücke im österreichischen Hochspannungsnetz. Einige Auflagen wurden abgeändert, angepasst oder ergänzt.

Das Bundesverwaltungsgericht sah keinen Grund, die von der Behörde vorgenommene Interessensabwägung zu Gunsten des Vorhabens zu ändern, da die öffentlichen Interessen an der Stromversorgung im Verhältnis zum Naturschutz überwiegen.

Eine Erdverkabelung war nicht Gegenstand im Beschwerdeverfahren, daher war diese Variante lediglich als mögliche Alternativlösung von Seiten der Sachverständigen zu prüfen. Diese allfällige Alternative erwies sich allerdings als nicht dem Stand der Technik entsprechend.

Die Revision wurde in zwei Punkten zugelassen – einerseits im Hinblick auf die Judikaturentwicklung zur Frage der Zuständigkeit der belangten Behörde in einem bundesländerübergreifenden Projekt sowie andererseits in der Frage der Auswirkungen des EuGH-Urteils betreffend Abholzungen zum Zweck der Umwandlung in eine andere Benutzungsart durch Trassenaufhiebe im UVP-Genehmigungsverfahren.

Das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes ist in Kürze auf der Website des BVwG unter www.bvwg.gv.at abrufbar.

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Bundesverwaltungsgericht: Urteilsbegründung liegt jetzt vor

H. Lamarr @, München, Montag, 11.03.2019, 19:19 (vor 249 Tagen) @ H. Lamarr

Das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichtes ist in Kürze auf der Website des BVwG unter www.bvwg.gv.at abrufbar.

Die Urteilsbegründung des Bundesverwaltungsgerichts zum Entscheid über die Salzburgleitung steht jetzt für begrenzte Zeit auf der Website des BVwG zum Download zur Verfügung (PDF, 618 Seiten). Das Gericht beschäftigt sich in dem Papier mit allen Einwänden der Beschwerdeführer (BF), auch mit augenscheinlich unqualifizierten. Stellenweise werden die BF in erfrischender Deutlichkeit geradezu abgekanzelt, etwa wenn das Gericht nach ausführlicher Darlegung eines Sachverhalts befindet:

Die BF 62 [eine Bürgerinitiative, Anm. Postingautor] gründet ihren Befangenheitsvorwurf in Wahrheit auf das Vorliegen einer ihr nicht genehmen anderen fachlichen Meinung.

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Heulen und Zähneknirschen über BVwG-Entscheid

H. Lamarr @, München, Dienstag, 12.03.2019, 14:16 (vor 248 Tagen) @ H. Lamarr

Der Boulevard gibt sich empört über das Urteil des BVwG. Krone-Redakteur Wolfgang Weber, der seit Jahren mit viel Polemik Stimmung zugunsten der Leitungsgegner macht, schreibt in seinem Blatt:

Hoffen auf Verzögerung

Kopfschütteln über Urteil zur 380er

Das Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts hat Zorn, Wut und Empörung bei den Freileitungsgegner ausgelöst. Sie fühlen sich nicht gehört und übergangen. Die Anwälte haben bereits den Gang zum Höchstgericht angekündigt und hoffen auf eine aufschiebende Wirkung. Auch Gerichts-Argumente werden zerpflückt. [...]

Kommentar: Hätte Herr Weber einmal in die andere Richtung geblickt, hätte er Kopfnicken sehen können. Das aufbrandende Gezeter war beim vorliegenden Entscheid des BVwG zu erwarten. Geht es nach Bürgerinitiativen, müssen Gerichte so lange entscheiden, bis sie ihnen Recht geben. Seit sechs Jahren geht das Theater um die Salzburgleitung nun schon und verschlingt Abermillionen Euros. Doch verlieren kommt für Leitungsgegner nicht infrage! Verlieren dürfen nur die anderen. Akzeptanz für Darlegungen von Sachverständigen? Nur wenn diese, wie die drei "Privatgutachter" aus Deutschland, im Sinne der Initiativen Gutachtern. Dieser Egoismus pervertiert die Idee der Sachverständigen und untergräbt das Vertrauen in die Wissenschaft. Ich kann mit dieser Uneinsichtigkeit nicht viel anfangen und hoffe daher, auch das Höchstgericht wird die Leitungsgegner letztinstanzlich in ihre Schranken verweisen.

Hintergrund
Medienspiegel zum BVwG-Entscheid

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Game over, Egoismus, Wissenschaft, Medien, Weber, Salzburgleitung, Redakteur, Krone, Sachverständige

Salzburgleitung: BVwG weist vier Aufschubanträge ab

H. Lamarr @, München, Dienstag, 04.06.2019, 15:40 (vor 164 Tagen) @ H. Lamarr

Die Salzburger Nachrichten schreiben am 18. Mai 2019:

Es ist eine weitere Niederlage für die Gegner der Freileitung. Das Bundesverwaltungsgericht hat vier Anträge auf aufschiebende Wirkung abgewiesen. Die Verbund-Tochter APG rechnet jetzt mit einem Baubeginn im September 2019 und spricht von einem Meilenstein. [...]

Ganz anders das Boulevardblatt Kronen-Zeitung, das sich, wohl mit Blick auf die verkaufte Auflage, von Anfang an auf die Seite der Freileitungsgegner geschlagen hat. Das Blatt titelt am 31. Mai 2019 "Erste Enteignungs-Verfahren für 380-kV-Leitung" und formuliert die letzte Hoffnung der Freileitungsgegner, der Verfassungsgerichtshof könnte wegen Unzuständigkeit des Landes Salzburg das Verfahren an eine Erstinstanz zurück verweisen.

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