"Kompetenzinitiative": Medienresonanz auf Mainzer Symposium (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.10.2019, 22:20 (vor 425 Tagen) @ H. Lamarr

Erklärbar wird der vermeintliche Widersinn der Veranstaltung, wenn den zahlenden Teilnehmern nur die Rolle Beifall klatschender Statisten zugedacht ist, die eigentliche Zielgruppe aber die Medien sind. Dies würde widerspruchsfrei zur Idee der 5G-Tea-Party passen (mit Riesling anstelle von Tee), die darauf angelegt ist, die Bevölkerung gezielt in eine Anti-5G-Hysterie zu treiben.

Am 1. September 2019 gab die sogenannte Kompetenzinitiative (KOI) eine Presseinformation (PI) über ihr Symposium heraus, in der sie u.a. die Zielgruppe der Veranstaltung beschrieb:

Die Tagung versteht sich als Angebot für Experten aus der Forschung, dem Gesundheitswesen, der Bildungspraxis und verwandten Tätigkeitsbereichen ebenso wie ganz allgemein für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger – darüber hinaus als Informationsplattform für Politik, Verbände, Medien und andere gesellschaftliche Gruppen.

Das hätte Ansprechpartner Peter Ludwig auch weniger schwammig und kürzer formulieren können, hätte er nur einfach geschrieben, die Veranstaltung ziele auf alle Menschen, die sich auf freiem Fuß befinden. Dass bei einer solchen ungezielten Schrotladung sich entweder anwesende Experten zu Tode langweilen oder Bürgerinnen und Bürger hoffnungslos überfordert sind liegt auf der Hand. Die widersprüchlich breit gefasste Zielgruppendefinition der "KOI", in der Ärzte übrigens nicht mehr erwähnt werden, weist darauf hin, der Veranstalter musste sich Anfang September Sorgen machen über die Akzeptanz seines Symposiums.

Für den 4. Oktober 2019 kündigte die PI eine Pressekonferenz an, womit ich mich in meiner oben zitierten Einschätzung bestätigt sehe. Die "KOI" will sich tatsächlich in die Medien drängen. Zum Vergleich: Die Veranstalter der BioEM2019 gaben anlässlich ihrer weitaus bedeutsameren Konferenz weder eine Presseinformation heraus noch gab es eine Pressekonferenz.

Heute, gut einen Tag nach der Pressekonferenz und gut einen Monat nach der PI zeigte Google-News um 22:00 Uhr für den Suchbegriff Symposium "Biologische Wirkungen des Mobilfunks" Null Treffer. Dies schließt nicht aus, dass Lokalblätter doch eine Notiz brachten, wichtige Medien sind dem Locken der "KOI" jedoch nicht erlegen, vergeblich auch das Kokettieren mit Dr.- und Prof.-Graden (siehe PI). Ob der Veranstalter darauf hoffen darf, dass sich leibhaftige Journalisten ins Publikum verirrt haben und erst nach dem Ende des Außenseitertreffens über das Symposium berichten werden, wir werden es erleben und anhand der Medienresonanz beurteilen können, ob die "KOI" ihre selbst gesteckten Ziele erreichen konnte. Davon unbeschadet ist damit zu rechen, der Veranstalter wird uns sein Event sicherlich als Erfolg melden, festgemacht an der Anzahl der Teilnehmer. Fasst doch der Große Saal im Kurfürstlichen Mainzer Schloss bis zu 600 Personen. An gleicher Stelle findet auch die Mainzer Fastnacht statt, was einen gewissen Symbolwert hätte. Ebenso wie der Umstand, dass Trompeter Markus Stockhausen, seit Jahresbeginn tief ergriffener Mobilfunkgegner, begleitet von Klarinette den Teilnehmern des Symposiums den Marsch blasen will. Klangliche Kostproben des Musikgeschmacks von Mobilfunkgegnern finden sich z.B. <hier>, <dort> und auch <da>.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Ko-Ini, Medienresonanz, Presseinformation, Stopp5G, Pressekonferenz


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