Mea Unda: angeblich 322'724 € gesammelt, 20 Investoren (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 26.05.2017, 22:55 (vor 2017 Tagen) @ H. Lamarr

24 Tage vor Ablauf der Finanzierungsphase hat Mea Unda heute 18 Investoren, die zusammen 22'624 Euro in das Projekt stecken wollen. Die Fundingschwelle von 200'000 Euro ist nach wie vor in weiter Ferne. Unter Fundingschwelle wird die Mindestsumme verstanden, die erreicht werden muss, damit das Investment überhaupt zustande kommt. Weiterhin unklar ist der Verbleib der angeblichen 200'000-Euro-Spende, die am 7. März 2017 verkündet wurde.

14 Tage vor Ablauf der Finanzierungsphase meldet Mea Unda heute 20 Investoren, die angeblich 322'724 € in das Projekt pumpen wollen. Am 22. Mai waren es beim Stand von 19 Investoren noch 22'724 € gewesen. Der zwanzigste Investor muss demnach eine Zusage für glatt 300'000 € gegeben haben. Ob dieser Zusage auch Zahlungen folgen werden bleibt abzuwarten, denn jeder Investor hat ein 14 Tage währendes Rücktrittsrecht. Auf der News-Seite, die am 7. März 2017 noch die angebliche 200'000-Euro-Zusage feierte, ist von der jetzt verbuchten 300'000-€-Zusage nichts zu lesen. Mein Bauch sagt mir: Den überaus spendablen 200/300-k€-Großinvestor gibt es nicht, er wurde nur aus dem Hut gezaubert, um das Projekt auch mit mickriger Finanzausstattung weit unter der Fundingschwelle in Angriff nehmen zu können – und den Schein eines erfolgreichen Fundings zu wahren. Immerhin existiert eine Mea Unda GmbH, Salzburg, bereits seit 17. November 2016, ein sanftes Versandenlassen des Projekts ist deshalb nicht möglich. Momentan hat die GmbH (Firmenbuchnummer: FN 462195 z) angeblich vier Mitarbeiter und eine kurze Kapitaldecke von 35'000 €.

Jetzt, da die Katze aus dem Sack ist, wird sich in den restlichen 14 Tagen der Finanzierungsphase voraussichtlich nicht mehr viel tun.

"Ich habe die AGB gelesen, verstanden und bin mit deren Geltung einverstanden", steht auf dieser Seite des Mea-Unda-Fundingpartners. Doch der Link führt nicht etwa zu den AGB, sondern nur zurück auf die Absprungseite (Stand: siehe Postingdaten). Die AGB kann auf diese Weise bislang keiner der Investoren gelesen haben, wofür es aus meiner Sicht zweierlei Erklärungen gibt: Entweder es gibt Leute, die ohne Kenntnis der AGB einem Geschäftspartner bis zu 300'000 € überlassen, oder es gibt diese Leute nicht und das Projekt ist ziemlich dilettantisch getürkt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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