Provinzposse Füssen geht weiter: zurück auf Los! (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 19.10.2015, 23:24 (vor 1511 Tagen) @ H. Lamarr

Uneins sind sich Kreisbote und all-in nur in der Frage, wer das Urheberrecht an dem Foto hat, das die Füssener Wutbürger hier wie dort beim Überreichen ihrer 364 gesammelten Unterschriften zeigt. Mal hat es Katharina Müller, mal Katharina Knoll. Hauptsache Katharina.

Den Füssenern stehen dramatische Tage bevor. Während halb Europa um Lösungen in der Flüchtlingskrise ringt, ringt Füssen um Ersatzstandorte für einen Sendemasten, der Ende 2015 abgebaut wird. Schon im April dieses Jahres schien nach angeblich vier Jahren Vorbereitungszeit alles in trockenen Tüchern. Anlässlich einer dreistündigen "Informationsveranstaltung" wurden die Standorte Fischerbichl und Galgenbichl als geeignete Lokalitäten vorgestellt, Peter Nießen aus Köln prognostizierte damals schlimmstenfalls 2 mW/m² Immission.

Und gut is', sollte man meinen.

Doch dann erschien in Füssen ein politischer Nachwuchsstar der ödp auf der Bildfläche, gründete flugs das "Mobilfunk Forum Füssen" und das Provinz-Theater um die Ersatzstandorte begann von Neuem. Kreisbote und all-in.de überbieten sich geradezu gegenseitig mit immer neuen Enthüllungen zu diesem Thema, das freilich außer den betroffenen Wutbürgern und Profiteuren der Angst vor Elektrosmog keinen Hund mehr hinterm Ofen hervor lockt. In Füssen aber begeistert der inszenierte Streit um die Ersatzstandorte die dortige Presse so auffallend, als handle es sich um einen deftigen Sex-Skandal im Hauptamt der Gemeinde.

Wenn ein ansonsten belangloses Thema von einer Zeitung leidenschaftlich verfolgt wird, kann dies viele Ursachen haben. Möglicherweise hat der Chefredakteur am Galgenbichl ein Häuschen, um dessen Wert er bangt. Oder Katharina und Stephanie häkeln in der gleichen Gruppe und werben dort gemeinsam für Schnuppermitgliedschaften in der ödp. Was es auch sein mag, wir werden es nicht erfahren und müssen deshalb die sichtbaren Rauchzeichen deuten. Und die sagen in Gestalt von Katharina Müller, die zuletzt noch für Fotos zuständig war, diesmal als Autorin einer frischen all-in-Sensationsmeldung:

Schien es vor einigen Monaten noch, als wäre das Aufstellen eines Mobilfunksendemasten am Füssener Galgenbichl reine Formsache und lediglich der Standort am Fischerbichl strittig, wackeln nun beide Alternativstandorte für den Masten in Eschach.

Der Anti-Mobilfunk-Wahnsinn in Bayern hat schon viele Namen gehabt, z.B. Oberammergau oder Eltersdorf oder Obereggersberg oder Seeshaupt. Schilda und seine Bürger sind überall, momentan gastieren sie in Füssen. Doch in spätestens zwei Jahren werden sie auch dort spurlos verschwunden sein.

Tipp für Füssener: München hat mehr als 6000 Mobilfunk-Antennen, niemand schert sich hier noch um Neu- oder Umbauten von Mobilfunksendemasten, nicht einmal im Olympiadorf, wo der Ex-Bundesvorsitzende der ödp seine Wohnung hat.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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