Selbstregulierungskräfte gegen Füssener Wutbürger einsetzen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 14.01.2016, 13:51 (vor 1405 Tagen) @ H. Lamarr

Sankt Florian reitet wieder durch Füssen: Diesmal ist er im Wohngebiet rund um die Wachsbleiche unterwegs gewesen (rote Markierung in Screenshot).

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Das der von der Stadt angestrebte Ersatzstandort "Galgenbichl" für den Sendemast in Eschach (Vertrag läuft aus) von Wutbürgern abgelehnt wird, schrieb die Telekom in besagtem Wohngebiet Hausbesitzer an. Wie all-in.de berichtet, organisierten Anwohner daraufhin ein Nachbarschaftstreffen, bei dem es ein klares Nein zu einem Sendemast im Wohngebiet gegeben haben soll.

Aus meiner Sicht war diese Reaktion zu erwarten, zu lange schon hetzen in Füssen Mobilfunkgegner ungestört mit fragwürdigen Motiven gegen Funkmasten und die Lokalpresse ist offensichtlich auf deren Seite.

Versorgungsauftrag hin oder her: Wäre ich Telekom, ich würde die Füssener die Suppe eiskalt auslöffeln lassen, die ihnen die Wutbürger der Stadt eingebrockt haben. Heißt: Kein Sendemast, weder am Galgenbichl noch an der Wachsbleiche oder sonstwo. Stellenweise gäbe es dann hoffentlich kein Netz in dem Kurort nahe Schloss Neuschwanstein. Aus meiner Sicht würde dann eine Kettenreaktion einsetzen, die heilsame Selbstregulierungskräfte in Füssen weckt.

Zuerst werden die Touristen verärgert sein und sich bei ihren Gastgebern beschweren, als da wären Herbergsbetriebe, Gaststätten, Cafés, kurz: überall dort, wo sich Touristen herumtreiben. Die Geschäftsleute werden um ihre Umsätze fürchten und sich gegenüber den Gebieten Füssens benachteiligt sehen, wo Touristen Empfang haben. Der Druck würde nach und nach wachsen, denn Füssen lebt vom Tourismus. Entweder wird dann ein entnervter Geschäftsmann sein Hausdach zur Verfügung stellen oder die Stadt stellt ein gemeindeeigenes Gebäude als Standort zur Verfügung. Wenn dann wieder die obligatorischen Wutbürger aufmarschieren, würden sie ausgepfiffen und verjagt. Wegen der erlittenen Verluste aus entgangenen Verbindungsgebühren würde ich die Miete für den Standort reduzieren.

Manche Dinge brauchen mMn Autorität statt Demokratie, wer mit kleinen Kindern anfängt darüber zu diskutieren, ob 19:00 Uhr eine angemessene Schlafenszeit ist, hat schon verloren. Ähnlich ist es mit unmündigen Bürgern, die sich aufhetzen lassen, was bei Standorten für Negativeinrichtungen ja auch kinderleicht ist. Sendemasten sind jedoch keine AKWs, sie sind von Geschäftemachern künstlich zur Negativeinrichtung stilisiert worden, kein seriöser Wissenschaftler wird behaupten, von Mobilfunk-Sendemasten ginge ein Gesundheitsrisiko aus. Dies alles jedem einzelnen Wutbürger plausibel zu machen wäre unbezahlbar. Besser wäre es wahrscheinlich, den Gemeinderat von Füssen seriös zu informieren, damit die Räte den Mumm für eine unbequeme Standortentscheidung aufbringen. Erfahrungsgemäß werden die Bürger erst mächtig zahnen - und dann mobil telefonieren. Das Risiko, sich einen Schiefer einzuziehen, ist für die Räte daher nicht sehr hoch.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
ödp, Hetze, Wutbürger, Füssen, Gemeinde, Negativeinrichtung, Nachbar, Tip


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