Teil I (Elektrosensibilität)

Schmetterling @, Sonntag, 01.02.2009, 09:34 (vor 5115 Tagen) @ Doris

Nein, ich behaupte, die Studie sollte keine konkreten Ergebnisse bringen.
Zu behaupten, die Studie sollte keine konkreten Ergebnisse bringen, soweit würde ich nicht gehen.

Doris, ich billige den Wissenschaftlern schon soviel Verstand zu, dass sie wissen, was sie tun. Wenn man ernsthaft an einem Zusammenhang von Feldern und Beschwerden interessiert gewesen wäre, wäre ein anderes Design notwendig gewesen.

Aus dieser Schiene bin ich raus und möchte da auch rauskommen, denn die bringt uns alle nicht weiter. Dann müsste ja strenggenommen ja auch ein "Auftraggeber" da sein, der die Anweisung gibt, nichts zu finden.

Ich denke mir, (vielleicht irre ich auch,) dass es eine Art Ausschreibung gibt zu dem Thema (Kinder und Belastungen). (mit bestimmten Maßgaben)
Da können dann die einzelnen Wissenschaftlerteams ihre Vorschläge machen und der "Geeignetste" bekommt den Zuschlag. Weil Jeder Geld braucht, kommt es nicht auf die Qualität der Studie an, sondern nur, dass sie ins eigene Haus geholt wird und Geld in die Kassen bringt.

Allerdings glaube ich auch, dass eine gezielte Erforschung evtl. Risiken nicht höchste Priorität hat, vielleicht weil es schwierig ist, und vielleicht auch deshalb, weil eine gewisse Einigkeit herrscht, dass das Risiko, sollte es eines geben, eher klein sein wird.

Das ist ein *stirnrunzel* Absatz.

Doris, ich kann doch nicht, will ich so eine Studie machen, von vorneherein sagen, das Risiko, wenn es eines gibt, wird klein sein. Ich lasse es deshalb unter den Tisch fallen.

Anders rum wird ein Schuh draus: Ich muss die Risiken finden! Das ist doch die Kardinalsfrage von allem! Wie will ich sonst einen Wirkmechanismus finden.

Solange keine Massenerkrankungen auftreten, die die Gesundheitskosten derart in die Höhe treiben, wird vermutlich auch nicht mehr Schwung in die Sache kommen.

Doris, das sind sehr schwache Argumente!

Wie um alles in der Welt wollen Sie Massenerkrankungen überhaupt herausfinden, wenn danach nicht gesucht wird u. diese nicht (an)erkannt werden? Weder von den Ärzten noch von den den Personen selber. Manche schlagen sich jahrelang mit Gesundheitsproblemen herum und es wird keine Ursache gefunden. Auch wenn Ihre Bekannte nicht so sehr krank war, immerhin war sie beim Arzt und der hat nichts gefunden. Sie hat Kosten bei der Krankenkasse verursacht, die die Gemeinschaft zahlen muss. Und Sie sagen selber, wenn Ihr "Spleen" (ich erlaube mir das so zu formulieren), Mobilfunkkritiker zu werden, nicht gewesen wäre, hätte sie die Ursache Ihrer Beschwerden nicht so schnell gefunden.

Das Verrückte an der ganzen Thematik ist, dass die Verursacher verschieden sein können, und auch die Auswirkungen auf den Körper sind so sehr unterschiedlich. Die Beschwerden gehen wirklich von kleineren Empfindungsstörungen bis zu sehr massiven Gesundheitsstörungen. Und es ist nicht, aber auch gar nicht zu rechtfertigen, dass nicht daran geforscht wird! Dass suggeriert wird: "Wir forschen fleißig", aber der Kernpunkt wird umgangen.

Deshalb komme ich immer wieder zurück auf meine neu gewonnene Erkenntnis. Da nicht zu erwarten ist, dass hier aus verschiedenen Gründen intensiv nach evtl. gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die nach wie vor eher als "Befindlichkeitsstörungen" gehandelt werden, gesucht wird, sind die Betroffenen und deren Vertreter in der Pflicht.

Nein, Doris. Denen nimmt man die Chance; gerade mit der Anhäufung solcher nichtssagender Studien wie der Kinderstudie, Kaul, Mainz und Co.

So wie das momentan läuft, oder in der Vergangenheit gelaufen ist, hat es nichts gebracht und die Chance ist m.E. vertan. Hier muss es "neue" Frontleute geben, die seriöser arbeiten und die Sache weniger schrill bzw. dramatisch angehen.

Das würde genauso nichts bringen. Die Szene wäre nur etwas leiser und würde noch weniger gehört.

Ja und eigentlich sollte man sie aufklären, dass solche Telefone Gesundheitsstörungen hervorrufen können. Das müsste in der Bedienungsanleitung stehen.


Und wer muss das Ihrer Meinung nach tun? Für Aufklärung in Form von "Warnhinweisen" fehlen schlicht Fakten, die dies rechtfertigen würden.

Ich wieder hole mich, das liegt am "Nichtfindenwollen von Risiken".


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