Noch ein Experiment für Schmetterling (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 14.01.2009, 22:54 (vor 3984 Tagen)

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... Ich hätte schreiben müssen, durch (vorübergehenden) Ortswechsel ausprobieren...

Ja, Schmetterling, gegen diesen Tipp gäbe es nicht mehr viel einzuwenden. Bis auf diesen Einwand: Da die Betroffenen sich bewusst der Störgröße entziehen ist damit zu rechnen, dass die Erwartungshaltung (gleich geht's mir besser) unerkannt aufs Befinden einwirkt. Dafür, dass es so sein kann, gibt es drastische Beispiele, denken Sie nur an die hier im Forum erwähnte Frau mit der Nußallergie. Sollte dieser Effekt tatsächlich einsetzen, wird der Ortswechsel nach Anfangserfolgen keine dauerhafte Besserung bewirken. Auf Sie trifft dies anscheinend jedoch nicht zu, denn Sie leben ja nun schon länger als 1 Jahr nicht mehr in Ihrem Haus und sind woanders beschwerdefrei. Allerdings könnte Ihnen bei der Rückkehr zum Haus die umgekehrte Erwartungshaltung (gleich geht's mir wieder an den Stellen A und B schlechter) einen Streich spielen - oder es ist tatsächlich eine krankmachende Störgröße an ihrer alten Wohnstatt.

Spontanidee: Sie können die Stellen, an denen Sie Reaktionen zeigen, erstaunlich genau benennen. Was halten Sie also von folgendem Experiment: Sie sorgen dafür, dass Sie während des Versuchs garantiert nichts mehr sehen können und lassen sich von einem neutralen Vertrauten durch die Gegend führen - oder besser mit einem Rollstuhl durch die Gegend fahren. Dabei müsste der Vertraute die neuralgischen Punkte kennen und auch gezielt anfahren (dazu ließen sich die Punkte z.B. ein paar Tage vorab wetterfest markieren). Ihre Aufgabe wäre es, trotz völliger Orientierungslosigkeit die neuralgischen Punkte mit passabler Genauigkeit "spüren" zu können. Dieser Test scheint mir nicht sehr aufwendig zu sein und doch halbwegs objektiv, sofern der Vertraute nicht unabsichtlich Tipps gibt (er sollte deshalb während des Tests kein Wort sagen). Und nehmen wir mal an, Sie bestehen diesen Test mit Bravour, dann wäre als nächster Schritt eine Wiederholung fällig, diesmal nicht mit einem Vertrauten, sondern mit jemandem, der kein Interesse daran haben kann, dass es ES gibt, z.B. mit einem Umweltreferenten eines Betreibers. Sollte auch dies klappen, wäre - ich weiß, Sie mögen's nicht - die Freiluftwette von T.G. dran. Stellen Sie sich mal vor, was für einen Erdrutsch beim Image von ES es gäbe, wenn Sie diese Wette gewinnen täten - es wäre vermutlich ein mittleres Beben und würde die Situation der ES schlagartig ändern. Aus meiner Sicht eine kühne aber auch prickelnde Perspektive ...

Was halten sie davon?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Vorschlag, Wahrnehmung, Experiment, EHS-Phobie, Individualtest, Ortswechsel


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