Idee: Die große Kleinstudie mit Bordmitteln ▼ (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 09.07.2007, 16:30 (vor 4579 Tagen) @ caro

Eine "richtige" Studie mit der dafür nötigen Teilnehmerzahl, die auch mögliche Confounder berücksichtigt, ist nämlich sehr aufwändig, dauert lange und braucht eine entsprechende "Infrastruktur" von teuren Statistik-Programmen bis hin zu einem Labor.

Muss es denn immer dieser klassische Ansatz sein, caro? Wäre nicht auch eine andere "Studie" denkbar, bei der die Bürgerbewegung ihre Stärken gezielt einbringen kann, nämlich eine relativ große Anzahl von (hoffentlich) bereitwilligen Mitarbeitern?

Prüfen Sie folgendes doch bitte mal auf Realisierbarkeit:

1) Caro + z.B. wuff entwickeln ein Studiendesign, das sich gezielt an den Mitteln und Fähigkeiten der Bürgerbewegung orientiert. Sie könnten z. B. auf eine große Anzahl Interviewer zugreifen, die für das Projekt Daten erheben.

2) Der Witz bei diesem Studiendesign wäre die große Anzahl der Helfer. Es wäre zu prüfen, ob dieser Vorteil gegenüber den Mängeln überwiegt (z.B. ungeschulte Mitarbeiter) und brauchbare Resultate zu erwarten sind.

3) "Unsere" (epidemiologische) Studie könnte beispielsweise einen sauber ausformulierten Fragebogen umfassen, verfasst von Profis. Die Datenerhebung machen dann die BIs. Und dann müsste natürlich eine Hypothese aufgestellt werden, die zu untersuchen ist, z.B.: Sind Leute im Hauptstrahl von Mobilfunkantennen kränker als andere?

4) Unsere Studie hätte sicherlich diverse prinzipbedingten Mängel. Wenn viele BIs mitmachen, wäre die Anzahl der Teilnehmer jedoch ein großes Pfund, mit dem sich doch trotz aller Bedenken etwas anfangen lassen müsste.

5) Eine so große Kleinstudie, an der sich vielleicht hunderte von BIs beteiligen, würde sich sicherlich positiv auf die Bürgerbewegung auswirken und wäre auch publizistisch gut zu verbreiten.

6) Der finanzielle Aufwand sollte bei diesem Konzept klein sein, stattdessen wird Engagement verlangt, was "Marianne & Co." aber im Überfluss haben, was aber auch besser (gezielter) eingesetzt werden könnte.

7) Ziel der Studie sollte es sein, die Hypothese zu stützen, dass z. B. Leute im Hauptstrahl kränker sind als andere. Damit sollten sich dann Behördern und Politiker besser in Bewegung bringen lassen, denn es ist doch was anderes, ob 50 Leute oder ob 30'000 Leute befragt werden. Bestätigt die Studie die Hypothese nicht, müsste ohne jede Schönfärberei auch dies publiziert werden.

Also caro (und auch wuff), würgen Sie den Gedanken bitte nicht auf Anhieb als unrealistisch ab, prüfen sie ihn wohlwollend und sagen Sie uns dann hier schonungslos Ihre Meinung dazu. Bei Interesse könnte ich für Diskussionen in dieser Sache eine eigene Kategorie einrichten, damit die Übersicht nicht so schnell verloren geht.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Bürgerbewegung


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