Leidensdruck (Allgemein)

AnKa, Sonntag, 28.01.2007, 16:03 (vor 6353 Tagen) @ caro

Sie lenken schon wieder ab. Raylauncher hatte angezweifelt, dass Probleme mit Mobilfunkanlagen tatsächlich Grund für einen Umzug sein können und über andere Gründe spekuliert. Wenn dieses Ablenkungsmanöver nicht greift, dann ist es eben eine "subjektive Entscheidung ohne Zwang (von außen)".

(seufz)

Das eine muss dem Anderen nicht widersprechen. Es gibt zum Beispiel Leute, die halten den Kinderlärm des nahen Spielplatzes nicht aus und ziehen weg. Ich würde in so einem Fall, einerseits, den tatsächlichen Grund für einen Umzug in einer allgemein lebensunfrohen Einstellung dieser Personen sehen, und weniger im Kinderlärm. Und ich würde, andererseits, rundheraus konstatieren, daß der Wegzug eine subjektive Entscheidung ohne äußeren Zwang darstellt.

Sie denken offenbar in autoritären Strukturen.

(abermals seufz)

Wenn Sie meinen. Aber, wo nur?

Die von mir genannten Beispiele sind Entscheidungen aus einem großen Leidensdruck heraus. Immerhin setzt man nicht einfach so 50.000 - 100.000 Euro in den Sand.

"Leidensdruck". Wieder so eine allkompatible Vokabel.

Manche Leute treffen, aus einem individuell empfundenen "Leidensdruck" heraus, mitunter noch sehr viel teurere Entscheidungen als nur eine über 50.000 Euro. Und auch wenn die Betroffenen es nicht wahr haben wollen: dafür ist nicht immer ihre Umgebung verantwortlich. Nicht selten sind (Beispiel) Probleme in der Ehe selbst ursächlich. Es gibt zum Beispiel das Phänomen von den Ehepaaren, die der Auseinandersetzung über die schwelende Krise ihrer Ehe durch Aktivismus ausweichen, zum Beispiel ein neues Haus bauen usw. Die also extragroße Projekte starten und sich neue Schulden auf den Hals laden, wo eigentlich das Bemühen um Klarheit angesagt wäre.

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Leidensdruck


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