Autofreie Innenstädte – erst gehasst, dann geliebt (2021) (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 18.07.2021, 01:13 (vor 560 Tagen) @ H. Lamarr

Neue Verkehrskonzepte sollen Städte lebenswerter machen und dem Klima helfen – sorgen anfangs aber fast immer für heftigen Streit. Wenn die Effekte sichtbar werden, schwindet die Skepsis.

Es ging um 500 Parkplätze. In Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt wollte der Stadtrat den Autos in der mittelalterlichen Altstadt mit ihren teils engen Gassen etwas Platz wegnehmen und blockierten öffentlichen Raum freimachen. Eine Mehrheit der Volksvertreter war für die »autoarme Innenstadt«, Wissenschaftler unterstützen die Idee. Doch es wird nichts daraus.

Denn die Menschen lehnen die Idee ab. Mehr als 60 Prozent stimmten bei einem Bürgerentscheid parallel zur Landtagswahl im Juni gegen die Veränderungen, die Wahlbeteiligung lag bei 57 Prozent. Die Kampagne gegen die Neugestaltung hatte zuvor davor gewarnt, dass weniger Autos im Zentrum zwangsläufig das »Aussterben von jeglichem innerstädtischen Leben« zur Folge hätte und witterten »ideologisierte, autofeindliche Politik«. weiter ...

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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