Uffing: Baustart für 43 Meter hohen Mobilfunkmasten im Frühjahr (Medien)

Gast, Montag, 17.05.2021, 15:31 (vor 78 Tagen) @ KlaKla

Nun ist es fix: An der Uffiner Kläranlage wird ein 43 Meter hoher Mobilfunkmast entstehen. Das Landratsamt hat den Bauantrag eines Vodafone-Ablegers genehmigt.

Uffing – Das Thema hat Verschleißpotenzial. Uffing und der Mobilfunkmast – damit beschäftigt sich nun schon der dritte Bürgermeister. Andreas Weiß, 37 Jahre alt, hat sämtliche Episoden aus nächster Nähe erlebt. Er fuhr als Vertreter der Gemeinde mit nach Leipzig und feierte 2012 den großen Sieg vor dem Bundesverwaltungsgericht über die Telekom. In der nächsten Sitzung des Gemeinderats wird er nun verkünden, was sich für manchen Bürger wie die Kapitulationserklärung im ewigen Kampf des kleinen Uffing gegen die großen Konzerne liest. Das Landratsamt hat den Bauantrag des Vodafone-Ablegers Vantage Towers genehmigt. An der Kläranlage in Uffing wird ein Mobilfunkmast entstehen, 43 Meter hoch. Der Mobilfunkgigant avisiert den Baustart für Frühjahr 2022.
Uffing verhindert zumindest einen Mobilfunkmasten im Ortszentrum

Ist das nun eine Niederlage? Jein, muss man antworten. „Man kann sich nicht komplett dagegen wehren“, betont Weiß. Seit Jahren pocht die Landesregierung auf den Ausbau des Netzes in ländlichen Regionen. Anlagen sind nicht zu verhindern und sogar notwendig, noch dazu, wenn in der Pandemie jeder über die fehlende Digitalisierung in ruralen Gegenden klagt. Zum Positiven: Die Gemeinde, und das ist mehr als viele andere versucht, geschweige denn erreicht haben, hat einen Masten im Ortszentrum verhindert und ihn in den Außenbereich verbannt. Tragisch, dass es nun ausgerechnet Heimatschützer Dieter Wieland und seine Frau trifft, die in unmittelbarer Nähe wohnen. Das ist die pikante Note der Geschichte. Die Wielands wollen noch einmal mit dem Bürgermeister reden, konzedieren jedoch ihre Niederlage. „Unser Widerstand war umsonst“, sagt Dieter Wieland dem Tagblatt am Telefon. Weiß erklärt, es habe immer wieder vereinzelte Nachfragen zu dem Thema gegeben, jedoch keine opponierende Front. Mit dem Beschluss pro Bau aus dem Januar 2020 hat der Gemeinderat die Proteste abgeschmettert. Weiter ...


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