"EU-Briefing": Diagnose-Funk auf den Zahn gefühlt (II) (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 20.03.2020, 11:39 (vor 1043 Tagen) @ H. Lamarr

Zusammengefasst reduziert dies alles den vermeintlichen "Brennpunkt" von Diagnose-Funk zu einem kleinen funkelnden Sternchen am Firmament :-).

Peter Hensinger (Diagnose-Funk) sieht dies naturgemäß ganz anders. Anlässlich einer Rede vor Gesinnungsfreunden nutzte er am 1. März 2020 die Gelegenheit, das Papier von Miroslava Karaboytcheva zu einem "EU-Papier" aufzuwerten [ab Minute 4:15]:

Wir trauten unseren Augen nicht, als wir vor zwei Wochen ein Briefing-Papier der EU bekamen. Der Wissenschaftliche Dienst der EU hat ein Briefing-Papier für die Abgeordneten geschrieben.
[...]
Ein neues EU-Papier für Abgeordnete. Wir bringen des am Freitag in deutscher Übersetzung raus [Applaus des Publikums], da stehen noch viel mehr hammermäßige Sachen drin [...], also das isch ein Bapier, das müsst Ihr jedem Gemeinderat geben. [...]

Nach wie vor ungeklärt ist, warum Diagnose-Funk am 1. März eine deutsche Übersetzung des "Briefings" ankündigte, obwohl seitens des Wissenschaftlichen Dienstes eine deutsche Übersetzung seit mutmaßlich 11. Februar 2020 angeboten wird. Ein Vergleich der offiziellen Übersetzung mit der Übersetzung durch Diagnose-Funk nährt Zweifel. Beide Übersetzungen weisen stellenweise zwar Abweichungen auf, auffallend häufig sind jedoch vollständige Sätze exakt wortgleich. Für mich sieht es danach aus, Diagnose-Funk hat die offizielle Übersetzung lediglich geringfügig optisch verändert, um die geänderte Fassung – ohne Plagiatsvorwürfe zu riskieren – als eigene Übersetzung anpreisen zu können. Fachliche Schwächen der Originalübersetzung wurden bei der Bearbeitung nicht beseitigt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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