Die [Mobilfunk-]Masche von Vivant (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 09.04.2016, 23:30 (vor 1321 Tagen) @ Gast

Schwere Vorwürfe gegen Vivant-Referent Jörn Gutbier

Vivant, das ist die politische Splitterpartei in Osten Belgiens, die Jörn Gutbier zum Vortrag geladen hat. Die örtliche Zeitung Grenzecho brachte nach den Vorträgen des deutschen Baubiologen einen Leserbrief, der das Vorgehen der Partei Vivant mMn treffend beschreibt:

Die Masche von Vivant

Ulrich Deller aus Raeren schreibt zu den Vortragsveranstaltungen von Vivant: Vivant greift Themen auf, an denen Bürger interessiert sind. Zum Teil sind die Themen alt und eine wirkliche neue Perspektive gibt es nicht. Im ersten Schritt wird den Bürgern Angst gemacht. Seien es die internationale Finanzwelt, die Pharmakonzerne, der Mobilfunk, die OECD, die EU-Bürokratie, alle wollen - so wird unterstellt - den Bürgern Schlechtes, und daher ist man zu Recht in einer Verteidigungshaltung. Dass Vivant selbst von den bekämpften Segnungen profitiert, bleibt außen vor. Im Gegenteil, alle, die diesen Institutionen Gutes abgewinnen, verraten die Interessen der Bürger und machen sich zu Handlangern z.B. des internationalen Kapitals.
[...]
Und der dritte Schritt: Vivant bedient sich der Unterstützung von selbsternannten Fachleuten, die im normalen Wissenschaftsbetrieb kein Bein an die Erde bekommen (das aber nicht aus mangelnder Fachlichkeit, so wird unterstellt, sondern wegen der Einflussnahme der Gegner). Jeder, der wissenschaftlich fundiert gegenargumentiert (z.B. beim Mobilfunk mit der enormen Forschungsdatenbank der RWTH in Aachen), ist dem Unterdrückungssystem schon verfallen. Rationalität spielt keine Rolle mehr.

Der ungekürzten Leserbrief gibt es <hier> zu lesen.

Ich meine in der Analyse von Herrn Deller gewisse Parallellitäten zur ödp zu erkennen. Auch deren Resonanz bei den Wählern bewegt sich im unteren einstelligen Prozentbereich, auch diese Partei schürt wie kaum eine andere Ängste gegenüber Mobilfunk und auch die ödp paktiert ungeniert mit Mobilfunkgegnern, wenn sie einen Nutzen für sich darin erkennt. Dummerweise für die ödp haben die Deutschen vor Flüchtlingen aber noch viel mehr Angst als vor Mobilfunk, deshalb musste die ödp bei der jüngsten Landtagswahl in BW eine Schlappe hinnehmen und andere Parteien an sich vorbei ziehen lassen.

In einem Klima der Angst geraten die Ängsteschürer für Arme mit ihrer unglaubwürdigen Mobilfunk-macht-krank-These böse unter die Räder. Denn spätestens seit Silvester wissen die Deutschen, wovor sie sich wirklich fürchten sollen. So zumindest erzählen ihnen das andere Ängsteschürer, die gegenüber den Mobilfunkheinis derzeit enorm Oberwasser haben und mit der Angst der Michels von Wahlsieg zu Wahlsieg getragen werden. Die Flüchtlingskrise ist das letzte, was die ohnehin angeschlagene Anti-Mobilfunk-Szene brauchen konnte. Im Buhlen um die besten Plätze unter den Angstschürern fallen Mobilfunkgegner zurück. Diagnose-Funk-Vorsitzer Jörn Gutbier muss jetzt schon auf kleine Bühnen in Belgien ausweichen und froh sein, wenn ihm trotz beträchtlicher Werbung nur 80 Leute zuhören wollen. Auch die Belgier haben heute ganz andere Probleme als ihnen ein paar Spinner weismachen wollen. Wie die vereinigten Mobilfunkgegner auf die schlechte Prognose reagieren und ob sie die Krise überleben, wir werden es sehen. Nicht auszudenken was mit der Szene passiert, erlebt Deutschland einen GAU oder einen Anschlag wie zuletzt in Paris und Brüssel.

In einem Punkt irrt Herr Deller: Diagnose-Funk wird sich hüten, einen Mucks gegen das EMF-Portal der RWTH zu machen. Denn ohne diese Datenbank kann der Verein mitsamt seinem "Wissenschafsressort" einpacken, weil das EMF-Portal die Basis für die verzerrten "Studienrecherchen" von Diagnose-Funk ist. Witzig ist das vor allem deshalb, weil Prof. Silny, Gründer der EMF-Datenbank von frühen Mobilfunkgegnern (Bürgerwelle) bis aufs Messer bekämpft und geschmäht wurde (Bürgerwelle-Pranger). Es passt wieder einmal trefflich zu Diagnose-Funk(y), dass dieser Verein ausgerechnet auf die Datenbank des Klassenfeindes so dringend angewiesen ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Belgien, Politik, Einflussnahme, Amateur, Wutbürgertum, Splitterpartei, Bühne


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