Funkloch-Petition: 500 Mitzeichner nach 1 Monat (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 19.07.2015, 15:53 (vor 1499 Tagen) @ H. Lamarr

Die Funkloch-Petition hat im ersten von sechs Monaten 500 Mitzeichner aus Deutschland mobilisieren können, 37 weitere kommen aus dem Ausland. Mitzeichnungen aus dem Ausland bleiben bei der Endabrechnung unberücksichtigt, deshalb zähle ich sie nicht mit.

Nach einem Hoch Anfang Juli mit bis zu 30 Zeichnungen am Tag hat die Petition in den letzten Tagen Mühe, über 5 Zeichnungen am Tag hinaus zu kommen. Das Ziel 130'000 Mitzeichner wird, dies lässt sich schon jetzt sagen, kolossal verfehlt, viel mehr als 2500 Mitzeichner am Ende wären aus heutiger Sicht eine Überraschung.

Aus München, Sitz des Vereins für Elektrosensible mit zuletzt 140 Mitgliedern, kamen bislang lediglich 32 Mitzeichner. Die Top 10 der Städte und Gemeinden zeigt, wo am erfolgreichsten für die Petition getrommelt wird (Stand: heute):

München 32
Starnberg 19
Garmisch-Partenkirchen 18
Weilheim-Schongau 14
Fulda 11
Esslingen 11
Breisgau-Hochschwarzwald 9
Waldshut 9
Bremen 8
Odenwaldkreis 8

Starnberg (23'000 Einwohner) hängt mit 19 Mitzeichnungen die Bundeshauptstadt (3'375'000 Einwohner) mit 16 Mitzeichnungen glatt ab. Die Erklärung dafür ist simpel: Die Größe einer Stadt ist nahezu bedeutungslos, wenn überhaupt, haben es Mobilfunkgegner in kleinen Gemeinden leichter als in Städten. Mobilfunkgegner versammeln sich immer um einen lokal aktiven Initiator oder Infektionsherd (in Städten zuweilen auch mehrere unabhängige Initiatoren), dessen Fleiß die Größe des Anti-Mobilfunk-Clusters bestimmt. Der Initiator in Starnberg kann in seiner kleinen Gemeinde mehr Leute motivieren als die Initiatoren in der anonymen Großstadt. Aber: Die Großstadt hat mehr Potenzial als das Städtchen, im Laufe der Monate wird Berlin daher Starnberg mit ziemlicher Sicherheit abhängen.

Den Angaben auf der Petitionsseite sollte man nicht blind vertrauen. So fällt auf, Berlin fehlt trotz 16 Mitzeichnungen in der Liste der Top-10-Städte, die Bundeshauptstadt wird allein als Bundesland geführt. Anders Bremen: Die Hansestadt wird als Stadt und als Bundesland geführt.

Aus Bamberg, Wirkungskreis von Dr. med. Waldmann-Selsam, kommen 3 Mitzeichner, ebenso viele kommen aus Kempten, dort wirkt Dr. med. Markus Kern. Aus Herrenberg gibt es nur 1 (anonymen) Mitzeichner.

Wie zu erwarten kommen die meisten Mitzeichner aus Bayern (170) gefolgt von Ba-Wü (115), schon weit abgeschlagen am dritten Platz ist Hessen (48). Schlusslicht mit gegenwärtig 2 Mitzeichnungen ist das Saarland, die sogenannte Kompetenzinitiative des Saarländers Karl Richter hat dort offensichtlich eine gegen Null gehende Außenwirkung. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt imponieren damit, bislang als einzige der 16 Bundesländer keine einzige Stimmabgabe geleistet zu haben.

In der Liste der Mitzeichner finden sich etliche Mobilfunkgegner, die öffentlich aktenkundig wurden. Hier einige mehr oder weniger bekannte Namen, die mir bei der schnellen Durchsicht aufgefallen sind. Fast noch interessanter aber sind die Namen, die in der Liste (noch) fehlen.

Elke Fertig
Dr. Cornelia Waldmann-Selsam
Klaus Dieter Beck
Elisabeth Jeß-Knecht
Claus Scheingraber
Prof. Dr. Ernst Liebhart
Helga Krause
Reinhard Lang
Tanja Maruhn
Ingrid von Brandt
Anke Kern
Marianne Buchmann
Christine Aschermann
Eva Weber
Werner Funk
Thomas Marwein
Helmut Breunig
Wilfried Kühling
Werner Thiede
Doris Hensinger
Dr. Stefan Spaarmann
Ellen Kruse

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Druck, Solidarität, Fundis, Frontkämpfer, Mitstreiter, Mitzeichner, Hannemann, Cluster, Bedeutungslos, Aktivisten


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