Fehlstart: Funkstrahlung.ch bleibt unerhört (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 11.05.2011, 12:37 (vor 2989 Tagen)

Presse-Informationen sollen die Presse informieren. Sendemastengegner in der Schweiz möchten diese einfache Regel außer Kraft setzen, sie versuchen die Presse mit mehr oder weniger kruden Spekulationen in sogenannten Medienmitteilungen zu manipulieren.

Konkreter Anlass ist eine "Medieninformation", herausgegeben vom neuen sogenannten "Dachverband Elektrosmog Schweiz und Liechtenstein". Wieso es überhaupt einen Dachverband braucht, wenn die Anzahl aktiver Sendemastengegner von Jahr zu Jahr mehr dahin schmilzt und z.B. der Schweizer Elektrosmog-Kongress 2011 mit immerhin 11 Veranstaltern höchstens noch 180 Leute anzieht (das Personal der Veranstalter ist da schon mitgezählt) ist nach wie vor ungeklärt. Vermutlich haben sich die Schweizer von der Angeberei der Deutschen anstecken lassen, die gerne mit "Landesverbänden" prahlen, deren Belegschaft dann freilich nur zwei oder drei Akteure zählt.

Formell gegründet wurde der "Dachverband" der Schweizer am 30. April 2011, anlässlich des Gigaherz-Kongresses.

Bevor ich mich jetzt aber noch weiter verzettle hier also der Link zu dieser verunglückten ersten "Medienmitteilung" des "Dachverbands" vom 9. Mai 2011: http://gigaherz.ch/pages/posts/nfp-57--manipulation-der-oeffentlichen-meinung1717.php

Wie üblich habe ich nachgeschaut, wie denn die Presse auf diese sogenannte Medienmitteilung reagiert hat. Das Instrument dazu ist "Google News", ein Scanner, der ständig etwa 700 der wichtigsten deutschsprachigen Medien nach neuen Meldungen durchforstet.

Heute, am 11. Mai ist das Resultat (noch) ernüchternd: Keine einzige der 700 Nachrichtenquellen wollte das Genörgel des Dachverbands bringen. Gut so, denn substanzielle Medieninformationen sehen anders aus. Es gibt allerdings gar keine Meldung zu Funkstrahlung.ch, nicht einmal eine kritische, die sich mit der albernen Verschwörungsthese des "Dachverbands" beschäftigt.

Meine Meinung: Mit "Kinderpostspielen" wie der Gründung von Dachverbänden im Vogelhäuschenformat tun sich Sendemastengegner keinen Gefallen. Es gibt keinerlei Bedarf an Dachverbänden, solange diese nur ebenso substanzlos argumentieren wie die Verbände, deren Dach sie sein wollen, und solange die Anzahl der Akteure noch nicht einmal größere Wohnzimmer füllt. Die Krux der Sendemastengegner liegt nicht in mangelhafter Organisation, sie liegt in der schwachen Argumentation, die sich im wesentlichen auf Behauptungen, Verdrehungen, Irrtümer, Unterstellungen und Verschwörungstheorien stützt, zuweilen auch auf Schlimmeres. Dringend wünschenswert wäre mehr handwerkliche Kunst und weniger Klappern - so dies den Akteuren von ihrer Qualifikation her überhaupt möglich ist. Zweifel daran sind erlaubt. Der Präsident von Gigaherz ist beispielsweise ein unter Dyskalkulie leidender verrenteter Elektriker, dessen besonderes Merkmal die enthemmte Beschimpfung Andersdenkender ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Rentner, Kinderpost, Manipulation, Meinungsbildung, Narrenhaus, Verein, Funkstrahlung, Landesverband, Dyskalkulie


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