Frau W. hat keinen Sichtkontakt zum Sendemasten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 02.01.2011, 20:19 (vor 3004 Tagen) @ hans

.......Der Grund warum es mir schon 250m vom Haus entfernt gut ging und warum ich teilweise im eiskalten Betonkeller versuchte zu schlafen war gefunden.........Wohnen, Büro, Schlafen spielt sich alleinig in der teilabgeschirmten Küche meines Hauses ab......

Eine Frage an die Techniker: 250 Meter vom Haus weg geht es anscheinend ganz gut, nur im Haus anscheinend nicht. Nun schirmt ja eine Mauer auch ein gewisses Mass an Strahlen ab. Natürlich immer davon abhängig ob Holz, Ziegel, Beton... verwendet wurden. Müsste in so einer Wohnung die Strahlung nicht allein aufgrund der dämpfenden Wände kleiner sein als im draussen und nur gerade mal 250 Meter vom Haus entfernt?

Der Dachfirst von Frau W's Haus liegt rund 121,5 Meter von dem Sendemasten (Standort: 80999 München, Von-Kahr-Straße 61) entfernt. Unmittelbar neben dem Haus mit dem Masten aufm Dach hat übrigens - wie bestellt - ein Immobilienmakler seinen Sitz.

Frau W's Mast hat 3 x GSM 900/1800 und 3 x UMTS (alles T-Mobile) und 14,5 Meter horizontalen Sicherheitsabstand. Die Erstinbetriebnahme (GSM) war Ende Oktober 2001, die momentan letzte Betriebsanzeige ist vom 26. August 2010, alles zu erfahren hier.

Mit Google-Street-View habe ich mir die Situation vor Ort mal aus der Nähe angeschaut und eine verblüffende Feststellung gemacht: Frau W. sagt ja immerzu, der Mast strahle voll auf ihr quer stehendes Dach ein. Das aber kann nicht stimmen, denn ein wuchtiges Nachbarhaus zum Haus von Frau W. versperrt den direkten Sichtkontakt zum Sendemasten. Das Nachbarhaus hat einen normalen 1. Stock und oben drauf ein flach verlaufendes Satteldach. Bei Frau W. sieht es anders aus, bei ihr zieht sich das steile Satteldach bis zum Erdgeschoss runter, der 1. Stock ist also bereits unterm Dach und hat somit keine üblichen Außenwände. Beide Häuser sind ungefähr gleich hoch.

Da man mit Google-Earth sehr genau vermessen kann behaupte ich, Frau W. hat aus ihrem 1. Stock, dort ist ohnehin nur ein einziges Dachflächenfenster erkennbar, keinen direkten Sichtkontakt zum Sender in der Von-Kahr-Straße. Als Beleg für meine Behauptung nenne ich Google-Street-View, wo sich dies gut erkennen lässt. Um den Masten sehen zu können, müsste Frau W. mMn schon in den Dachboden klettern. Ich bin gespannt, was sie zu dem fehlenden Sichtkontakt sagen wird.

In Anbetracht der Umstände ist eine Beantwortung Ihrer Frage nicht ganz einfach, denn außer Frau W. weiß niemand, ob sie z.B. unterm Dach einen alukaschierte Dämmstoff hat verbauen lassen, der gut dämpfen würde. Wesentlich einfacher wäre es gewesen, im schmucken Häuschen von Frau W. zu messen. Das hatte ich Ihr vor ein paar Monaten angeboten, sie hat jedoch abgewinkt. Da Frau W. selber ein Messgerät der Christbaum-Klasse besitzt, könnte sie, wenn sie denn nur wollte, dem "Schmierentheater" ein Ende setzen und selber Messwerte gemessen in den Wohnräumen publizieren. Ich vermute sie macht es nicht, weil die Werte eher am baubiologischen Wohlfühllimit liegen.

Wir haben in etwa 90 Meter ebenfalls einen UMTS-Masten in Augenhöhe mit vollem Sichtkontakt, der bei uns mit rund 30 µW/m² reinkommt wenn ich direkt am zugewandten Fenster (geschlossen) messe (HF35C, Spitzenwert-Bewertung). Etwa 4 Meter ins Zimmer gegangen (noch immer Sichtkontakt) waren dann nur noch rund 9 µW/m² zu messen - also nix.

Eine Berechnungshilfe zur Wellenausbreitung (Funkfelddämpfung) gibt es hier. Ich bin da überschlägig bei UMTS auf rund 100 dB Dämpfung bei 250 Meter gekommen, was ganz schön viel ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Inbetriebnahme, Widerspruch, Sichtkontakt, Untermenzing, UMTS, Von-Kahr


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