Anerkennung für "Fee" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 20.06.2010, 19:06 (vor 3698 Tagen) @ Fee

Doch wenn man, auch aufgrund von gesperrten Gegnern wie Wuff und Charles, einer Uebermacht gegenüber steht und es vor allem noch darum zu gehen scheint, dass Gegner und Betroffene als Stichwortgeber herhalten müssen und es von manchen meiner Seite noch ungern gesehen wird, kann man über den Sinn weiterhin hier zu schreiben nachdenken.

Sie geben die Antwort selbst: Wenn zwei gesperrte Teilnehmer zu einer "Übermacht" Andersdenkender führen kann, dann bewegen wir uns hier ganz offensichtlich in einem bedeutungslosen Mikrokosmos, dessen Bewohner allesamt mühelos in meinem Wohnzimmer Platz nehmen könnten. Hinzukommt, dass Sie sich angreifbar machen, indem Sie Behauptungen koportieren. Sie behaupten zum Beispiel, "Charles" sei gesperrt. Richtig ist: "Charles" war gesperrt, er ist seit 6. Juni frei geschaltet. Bemerkt hat er davon nichts, weil er kein Forscher ist.

Nun zum eigentlichen Thema: Vergessen Sie die Expositionskammer, Betroffene sind keine Lampen und haben kein Strahlenfühlorgan ...

Das ist Ihre Sicht der Dinge. Frau Weber sieht dies anscheinend anders, sonst würde sie nicht mit den drei Trefferkönigen argumentieren, die den verpönten BAuA-Lampentest bei Dr. Kaul im ersten Durchgang mit 100 Prozent Trefferquote absolviert haben. Sie sollten Ihr Empfinden nicht immerzu auf alle EHS verallgemeinern. Wie Sie wissen hat auch Dr. Magda Havas die Sofortwahrnehmung bei DECT-Spürern gemeldet, und selbst "Charles" kennt EHS, die sofort reagieren, nicht zu reden von Uli Weiner, dem schon Handys in vorbeifahrenden Autos (angeblich) zu schaffen machen. Und sogar Sie, "Fee" berichteten einst hier im Forum, sie würden bei Autofahrten die Existenz von passierten Sendemasten spüren können - wenn das kein Lampenverhalten ist, was dann? Dass die Sofortwahrnehmer für EHS der Supergau in Glaubwürdigkeit sind (wegen der Testbarkeit) und deshalb unter allen Umständen die Behauptung der Sofortwahrnehmung zu unterlassen ist, diese Parole hat sich anscheinend noch nicht bis zu allen EHS herumgesprochen. Das wird wohl noch ein Weilchen dauern, diese Behauptungen aber, auch die von Frau Weber, sind nun mal dokumentiert und das Netz vergisst nichts so leicht. Das Totschweigen der Sofortwahrnehmer wird deshalb mMn die Testproblematik der EHS nicht grundsätzlich lösen.

Dazu kann es problematisch sein, Betroffene noch zusätzlich zu befelden.

Das ist nur eine Behauptung, Dr. Warnke und andere berichten das glatte Gegenteil, nämlich Reversibilität (Feld weg, Beschwerden weg).

Mein auf mich selber zugeschnittener individueller DECT-Test mit sofortiger Abbruchmöglichkeit bei Ausbruch der Symptome und genügend Erholungszeit wäre jedenfalls schon einmal eine Verbesserung.

Sie haben diesen Test mWn nicht gemacht und es zuletzt auch abgelehnt, ihn zu machen.

Ebenso wie das zusätzliche Messen am Menschen, wie es z.B. Dr. Klitzing anbietet.

Die Fragwürdigkeit dieser Messerei ist kürzlich von "Kuddel" gezeigt worden, eine Studie speziell zur Herzratenvariabilität im Schlaf (also ohne psychische Einflüsse!) ergab 1998 keinen Befund (Mann K, Röschke J, Connemann B, Beta H (1998) No effects of pulsed high-frequency electromagnetic fields on heart rate variability during human sleep. Neuropsychobiology 38: 251-256).

Ihr Argument, dass die vielfältigen Störungen verschwinden, wenn der Einfluss der Strahlung oder die ROS/RNS-Bildung abgestellt wird, ...

Das ist nicht mein Argument, sondern eins von Dr. Warnke.

... nützt mir nicht viel, denn es stimmt zwar, dass ich ohne Elektrosmog bzw. unterhalb meiner eigenen niedrigen Grenzschwelle beschwerdefrei bin, jedoch fehlt es immer mehr an den Orten, wo solche geringe Strahlung ist. D.h. mit einer allfälligen erhöhten Empfindlichkeit und neuen schlimmeren Symptomen, wie ich sie durch die zusätzliche HF-Befeldung bekommen könnte und wie ich sie gemäss meiner Erfahrung bei NF-Verursachern bereits erlebt habe, müsste ich weiterhin auf dieser verstrahlten Welt ausharren und da möchte ich alles tun zur grösstmöglichen Deexposition und Reduktion der Empfindlichkeit und nicht noch zusätzlich verstrahlen.

Ja, Ihr Standpunkt ist mir bekannt, Sie müssen dies nicht wiederholen.

Es stimmt nicht, dass ich irgendwas absichtlich nicht zitiert haben soll, ich habe den Ausschnitt, worauf es mir ankam kopiert und den dazugehörenden Link angegeben.

Brav! Ich bestehe nicht auf dem Gegenteil.

Wozu ich dafür bereit bin, ist für Laboruntersuchungen, ich habe nun eine Blutentnahme durchführen lassen, die auf Quecksilber, Blei und Kadmium untersucht wird (Resultat folgt), die ältere Untersuchung auf Quecksilber erfragt, war ein Speicheltest von 1999 und Herrn Dr. Dahmen angeschrieben wegen den Untersuchungen der Mainzer-Studie.

Meine Anerkennung, "Fee", das ist das Konstruktivste, was ich seit Jahren von Ihnen gelesen habe. Ich finde es sehr begrüßenswert, dass Sie selber in eigener Sache aktiv werden.

Ein möglicher Schlüsselindikator für EHS könnte dieser Nitrostress sein, den ich ebenfalls untersuchen liess und der ein auffälliges Resultat gezeigt hat, ebenso wie der Redox-Test, bei dem sich etwas ähnliches gezeigt hat.

Mit solchen vagen Aussagen ist allerdings niemandem gedient, ein Scan der Messwerte wäre als Diskussionsgrundlage (möglicherweise) geeignet. Die Klammer habe ich gesetzt, weil ich nicht weiß, ob jemand im Forum kompetent etwas zu Blutwerten sagen kann.

Was ich mich frage, weshalb dieser Nitrostress von Dr. Warnke seit Jahren erwähnt wird und so wenig Konkretes für die EHS daraus entstanden ist.

Das hatten wir doch schon. Dr. Warnke hat sein Modell nicht wissenschaftlich prüfen lassen, indem er es bei einer seriösen Fachpublikation veröffentlicht hat. Er ist damit sowas wie der Einäugige unter den Blinden. Das ist definitiv zu wenig, um wirklich Wirkung zu haben, die über Bewunderung durch Laien hinausgeht. Ich könnte Ihnen z.B. locker etwas über die Formatierung von Festplatten mit FAT32 und besonders kleiner Clustergröße erzählen und würde damit vermutlich bei ihnen Eindruck schinden, ein echter Experte würde über mein Wissen nur müde lächeln.

Gibt es konkrete Vorschläge wie diese "ROS/RNS-Bildung abgestellt" werden kann und bessert es dann mit der EHS?

Das fragen Sie mich? Ich könnte Ihnen nur meine belanglose Meinung als Laie sagen, das aber hilft Ihnen nicht im geringsten weiter.

Ich kenne jedenfalls einige Betroffene, die wie ich Nahrungsergänzungsmittel nehmen, was auch gegen diesen Nitrostress helfen soll, aber unter Elektrosmogeinfluss geht es keine Spur besser.

Danke für die Vorlage, "Fee" ;-). Die Mittelchen können doch nicht wirken, dazu müsste eine physische Fehlfunktion vorliegen, bei psychischen Fehlfunktionen versagt das Zeugs auf ganzer Linie. Wann raffen Sie es endlich: Die Geschäftemacher interessieren sich einen Dreck für die Probleme von EHS, die versuchen nur, euch mit pseudowissenschaftlichem Habitus das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der Weg über "Mittelchen" ist für mich zweifelsfrei ein Holzweg, der Königsweg führt über wissenschaftliche Untersuchungen, wenngleich Sie dann damit rechnen müssen, dass das Ergebnis nicht unbedingt Ihren Erwartungen entspricht - die Wahrheit kann manchmal verdammt schmerzhaft sein.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Mainz, Sofortwahrnehmung, Lampentest, Röschke, Deexposition, Sofortwahrnehmer


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