Neues von Klitzing: Der elektrosensible Mensch (Allgemein)

Fee, Donnerstag, 19.08.2004, 09:56 (vor 5596 Tagen) @ mops

Vielleicht könnte ja die/der eine oder andere Elektrosensible dies mit eigenen Erfahrungswerten kommentieren. Denn wenn die lange Abklingdauer tatsächlich zutrifft, dann sind die klassischen kurzen Elektrosensibilitätstests, wie sie z. B. von der BaUA, Berlin, durchgeführt werden, wohl kaum aussagekräftig.

Ob ich hier in diesem Forum wohl mal etwas schreiben kann, ohne gleich angegriffen zu werden...

Hier meine Erfahrungen als Elektrosensibel: bei niederfrequenten Feldern dauert es eine gewisse Zeit, bis ich sie spüre. Beispiel: Eine längere Zugfahrt und zuhause spüre ich dann als Reaktion ein innerliches Vibrieren. Wenn ich an einem Ort trotz erhöhtem Magnetfeld überhaupt einschlafen kann, kommt am Morgen beim Aufwachen eine kurze Zeit ein "Nachzittern".

An einem früheren Wohnort mit hohen Magnetfeldern hat es ein halbes Jahr gedauert, bis die Elektrosensibilität ausgebrochen ist. Die erste Reaktion war eine Beeinträchtigung bezüglich Immunsystem, d.h. ich litt dort mit nur kurzen Unterbrüchen fast dauernd an Infekten, die kaum besserten. Dann kamen die ganz starken Symptome mit Schlaflosigkeit, Elendfühlen, Zittern. Ich wohnte dann einen Monat in einem Ferienchalet, es dauerte 5 bis 8 Tage, bis die Symptome ganz weg waren, doch eine gewisse Verbesserung war schon von der ersten Nacht an da.

Schon an unserem ersten Wohnort noch vor Ausbruch der ganz starken Elektrosensibilität war das erste, was uns auffiel, eine erhöhte Infektanfälligkeit, verstärkte Müdigkeit, eingeschränkte Belastbarkeit. Auffallend war, dass diese Symptome verschwanden, als wir an einem anderen Ort wohnten (später als elektrosmogarmen Ort per Messung bestätigt).

Mobilfunk und DECT habe ich zuerst wegen diesbzüglich damals feldarmem Wohnort nicht gespürt, dies änderte sich durch ein Mittagessen sehr nahe bei zwei starken 1800 MHz-Antennen in Senderichtung. Ich bekam starke stechende Kopfschmerzen und eine bleierne Müdigkeit. Später hatte ich Probleme durch ein DECT in einer oberen unbewohnten Ferienwohnung. Ein "wundes" Gefühl und eine erhöhte Empfindlichkeit auf Mobilfunk und DECT bleibt jeweils noch einige Tage. Es gibt auch meist relativ kurze Augenblicke auf der Autobahn, wo es mich richtig sticht im Kopf von den dortigen Antennen und das muss nicht unbedingt ganz nahe bei der Antenne sein, manchmal nimmt es wieder ab, wenn ich näher heranfahre.

Fazit: wenn man "nichts" finden will, macht man bestimmt Kurzzeitversuche, Feld eine Minute ein, eine aus usw. Wenn man ernsthaft etwas rausfinden möchte, wird es schon viel schwieriger.


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