IMOWOB Bruchköbel – was erreicht worden ist! (Allgemein)

Skeptiker, Samstag, 06.06.2009, 12:32 (vor 4993 Tagen) @ Skeptiker

Auf der Webseite der Stadt Bruchköbel werden dankenswerterweise alle durch das Planungsgutachten empfohlenen Basisstations-Standorte in einer Übersicht dargestellt:

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(Die Standortbezeichnungen sind leider z.T. verschoben und den farbigen Punkten nur durch Bilderrätseln eindeutig zuzuordnen. Auch moderne Software, sonst für das Standortplanen gut genug, hat anscheinend noch mit Bugs zu kämpfen).

Aus diesem Standortangebot wurden schliesslich einige bevorzugte Standorte priorisiert.

Die beiden mittig im Bild, augenscheinlich mitten im Wohngebiet befindlichen Standorte sind lt. Stadtverordnetenbeschluss vom 4.3.08 als reine UMTS-Standorte zu nutzen. Somit sind nach dieser Planung sämtliche GSM-Sender in Zukunft außerhalb der bewohnten Stadtgebiete anzusiedeln. Der Abstand von den Wohngebietsgrenzen beträgt nur in wenigen Fällen weniger als 300 m, oft 500m.

Das bedeutet, dass nahezu das gesamte bewohnte Stadtgebiet zu einer Zone festgeschrieben wird, in denen Handys in Zukunft auf hohe und volle Leistung regeln werden (*lt. Darstellung des bayer. Umweltamtes, siehe unten). Davon sind praktisch ausnahmslos die dicht besiedelten Kernbereiche aller Stadtteile betroffen, und insgesamt wohl weit mehr als 80% der Bruchköbeler Wohngebiete.

Es drängt sich auf, diese Verhältnisse graphisch darzustellen. Eine einfache Skizze der priorisierten Standorte vermittelt einen Eindruck, was mit der Planung festgeschrieben worden ist. Darin habe ich bewohnte Zonen farblich markiert, die sich in größerem Abstand als 500 m von der nächstgelegenen Basistation befinden:

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Diese Skizze könnte man sicherlich noch zu einer präziseren Darstellung ausarbeiten. Jedoch kann man auch der Meinung sein, dass diese Aufgabe durch den beauftragten Planer hätte übernommen werden müssen. Nach allem, was bekannt ist, hat er sie jedoch gar nicht erst gestellt bekommen. Die Berücksichtigung der durch sendende Handys verursachten Immission ist seinerzeit nicht auf der Agenda gewesen. Obwohl der Leitgedanke der städtischen Auftraggeber, „eine qualitativ hochwertige Mobilfunkversorgung bei gleichzeitiger Immissionsminimierung“ anzustreben, doch wohl auch im Hinblick auf das Verhalten der sendenden Handys hätte aufgefasst werden müssen.

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(*Abstandsbeziehung prinzipiell: Handy/Sendemast-SendeLeistung, Quelle: Bayer. Umweltamt)
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