Arroganz der Macht (Allgemein)

caro, Samstag, 26.07.2008, 10:10 (vor 4931 Tagen) @ Raylauncher

Bei der Netzplanung durch Betreiber werden die vielen Größen auch jenseits der Feldstärke betrachtet und die Stationen dort geplant, wo sie aus funktechnischer, struktureller aber auch wirtschaftlicher Sicht erforderlich sind. Dann erzielt man einen guten RXqual, klare Zellstrukturen und als Beigabe eine geringe Sendeleistung auf beiden Seiten. Dies kann auch bedeuten, dass ein Mast auf einem benachbarten Hügel sinnvoll ist. Doch um das zu entscheiden ist u.a. Fachkompetenz, Kenntnis des Netzes und der Verkehrsströme sowie das entsprechende Datenmaterial erforderlich. Dies können Externe kaum leisten

Genau. Das können Externe nicht leisten, weil die Mobilfunkbetreiber sich weigern, ihre Netzplanung offen zu legen. Das wäre Grundvoraussetzung für wirklich schonende Mobilfunk-Konzepte. Auch Teilforschungs-Vorhaben des DMF sind an dieser massiven Verweigerungshaltung der Betreiber gescheitert. Würden sie ihre Netzplanung offen legen, würde sich vermutlich zeigen, dass in vielen Fällen eben nicht funktechnische Erfordernisse, sondern wirtschaftliche Überlegungen im Vordergrund stehen. Bevor man z.B. einen neuen Mast aufstellt, nimmt man lieber vorhandene Hausdächer, auch wenn der Standort vielleicht nicht so günstig ist. Wurde mir von der Vertreterin eines Mobilfunkbetreibers genau so bestätigt. Wenn Mobilfunkbetreiber inzwischen sogar schon den Überblick über die Anzahl ihrer Antennen an einzelnen Standorten verloren haben, dann fragt man sich doch, ob da nicht einfach eine sehr große Nachlässigkeit und Schlamperei herrscht. Kontrollieren kann´s ja eh keiner.

Tags:
, Netzplanung, Fachkompetenz, Schamperei, Zellstruktur


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