Alte Bauernregel: Wer misst, misst Mist (Forschung)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 21.07.2021, 20:55 (vor 567 Tagen) @ Schutti2

Die “Span-Kalibrierung” soll mit einem Referenzgas bekannter CO2-Konzentration erfolgen. Diese Kalibriergas-Konzentration könnte also auch unter 20 % liegen.
Im Handbuch heißt es:
„It is recommended that the instrument is spanned to target the desired reading range (e.g. 5%); ideally this should not be a low level close to zero.“

Das liest sich so, dass das Messbereichsende durch Wahl eines Kalibriergases mit < 20% CO2 entsprechend nach unten verschoben werden kann. Und entsprechend bezöge sich das +- 1% Messunsicherheit dann auf den neuen Wert.

Einspruch Euer Ehren. Ich verstehe den Text so, dass nicht das Messbereichsende nach unten verschoben wird, sondern nur der Kalibrierbereich. Kalibriert mit z.B. 10-prozentigem Referenzgas endet der genaue Kalibrierbereich (Messunsicherheit ±0,1 %) bei 10 % CO2-Gehalt, gemessen aber kann, jedoch mit unbekannt schlechterer Genauigkeit, weiterhin bis 20 % CO2. Dies würde auch zu Walachs Klammer-Einschub ("das ist wichtig!") passen.

Eine Span von nur 5% wäre schonmal zu gering, wenn man angeblich bis zu 5,2 % gemessen haben will.

Wie kommen Sie auf den maximalen CO2-Messwert 5,2 %? Ich frage, weil der höchste im ergänzenden Dokument Measurements_All.xlsx genannte Messwert 4,8 % CO2 ist. Die maximale Messunsicherheit von +0,2 % CO2 draufgeschlagen (dann wäre es allerdings kein Messwert mehr) reicht es noch immer nicht zu 5,2 % CO2.

Rätselhaft :lookaround:.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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