Verdacht der "Kompetenzinitiative" gegen SCENIHR (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 15.03.2019, 22:04 (vor 7 Tagen) @ H. Lamarr

In der Auseinandersetzung um die Salzburgleitung bedienten sich die Freileitungsgegner sogar der sogenannten Kompetenzinitiative, ein 2007 von dem emeritierten Literaturprofessor Karl Richter gegründeter Verein, in dem sich bevorzugt Mobilfunkgegner mit kommerziellen Absichten und verrentete Akademiker irrelevanter Fachrichtungen ein Stelldichein geben. Das konnte also nicht gut gehen. Und es ging auch nicht gut. Auszug aus dem Gerichtsentscheid:

[...] Auf die Frage der BF 62, auf welche Quellen sich der Sachverständige hinsichtlich der Unbedenklichkeit von elektromagnetischen Feldern beziehen würde, erklärte der SV Humanmedizin, dass er sich auf den momentanen Wissensstand und die Einschätzung relevanter Institutionen bezieht, gestützt auf die fachgutachterlichen Ausführungen des SV Elektrotechnik, die fachliche Expertise der deutschen Strahlenschutzkommission vom April 2011, auf die Ausführungen der WHO sowie auf das Fachgremium der Europäischen Kommission (SCENIHR). Diesbezüglich werfen die BF dem SV vor, dass SCENIHR eine Initiative sei, die „reines Lobbying“ darstelle.

Mit der in der mündlichen Verhandlung vorgelegten Beilage 27 versuchten die BF Beweise für die Einseitigkeit und Industriefreundlichkeit der SCENIHR vorzulegen, welche von der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V. vom 18.08.2014 erhoben wurden. Dem entgegnete der SV Humanmedizin schlüssig und nachvollziehbar in der während der mündlichen Verhandlung verfassten Stellungnahme (Beilage 57), dass aus dem vorgelegten Schreiben nicht ersichtlich ist, dass der Verdacht der Kompetenzinitiative zutrifft. Die SCENIHR bearbeitet viele Themenfelder - nicht nur EMF - und ermöglicht Experten, sich zu diversen Themenbereichen zu melden. Der SV Humanmedizin beurteilte die Erarbeitung von Opinions durch die SCENIHR (bspw. zu möglichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch EMF) als durchaus transparent und nachvollziehbar. [...]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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