Klaus Buchners Einkünfte: 44'385 Euro pro Monat (brutto) (Medien)

H. Lamarr @, München, Samstag, 24.11.2018, 15:17 (vor 426 Tagen) @ KlaKla

Nie war es leichter für die Partei so an Geld zu kommen.

Stimmt, wie die folgende Auflistung von Klaus Buchners Einkünften zeigt:

08611 Euro (brutto) Monatsgehalt als EU-Abgeordneter, netto 6712 Euro
04695 Euro Sitzungsgeld (313 Euro/pro Tag bei im Mittel 15 Sitzungsteilnahmen pro Monat)
02137 Euro Pension (50 Prozent seiner Pension als ehemaliger Hochschulprofessor)
04416 Euro Kostenerstattung pro Monat (Bürokosten)
24526 Euro Personalbudget für Klaus Buchners sechs Assistenten (drei davon Vollzeit)
__________
44385 Euro (brutto) pro Monat

Das Sitzungsgeld (4695 Euro pro Monat) spendet er nahezu vollständig seiner Partei.

Seine Auftritte als Mobilfunkgegner absolviert Klaus Buchner üblicherweise unentgeltlich. Doch es gibt Ausnahmen:

0300 Euro für einen Medizinischen Fachvortrag über Mobilfunkschäden im Europäischen Patentamt (2014)
1000 Euro für einen Medizinischen Fachvortrag über Mobilfunkschäden bei einer Schweizer Ärztefortbildung (2016)

Alle obigen Angaben habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt, sie stammen von Klaus Buchner selbst.

Kommentar: Buchners Transparenzinitiative ist auf den ersten Blick löblich, auf den zweiten Blick gibt er im wesentlichen nur preis, was ohnehin öffentlich bekannt ist. So bleiben auch bei ihm Fragen offen. Dass ein emeritierter Mathematikprofessor medizinische Fachvorträge hält, zählt zu den eher unwichtigen Fragen. Spannender ist, ob er als "politische Zwerg" (Tageszeitung tz, 2014) tatsächlich sechs Assistenten und drei Büros in Brüssel, Berlin und München benötigt. Eine postalische Adresse des Münchener Büros ist gegenwärtig unauffindbar, pikanterweise ist die dortige Assistentin (A. Demmerschmidt) ausschließlich über Handy erreichbar (die beiden anderen Büros zusätzlich über Festnetz).

Ich habe Klaus Buchner als integren Mann kennengelernt, dem es aus meiner Sicht nicht in den Sinn kommt, sich persönlich zu bereichern. Zugleich aber ist die ÖDP für ihn Lebensinhalt, er tut alles für seine politische Heimat. So halte ich es für gut möglich, dass er seiner chronisch klammen Kleinstpartei ohne Gewissensbisse über Umwege am Rand der Legalität weitere Zuwendungen aus seinem Monatsbudget bei der EU zukommen lässt. Auf Details will ich hier nicht weiter eingehen. Klaus Buchners Sitz im Europäischen Parlament hat so gesehen auch die weithin unbekannte soziale Daseinsberechtigung, dass er sechs Menschen, darunter ÖDP-Mitglieder, in Lohn und Brot hält, und er als Mäzen hilft, seine Partei Monat für Monat finanziell über Wasser zu halten. Unter diesen Umständen ist es nicht merkwürdig, dass die ÖDP im kommenden Mai ihr spendables professorales Zugpferd mit 78 Jahren noch einmal ins Rennen um einen Parlamentssitz schickt – sie hat nur dieses eine. Klaus Buchner kann sich ein Scheitern locker leisten, seine Partei nicht.

Hintergrund
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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Finanzierung, Buchner, ÖDP, Geldgeber, Sponsoren


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