Diagnose Funk: Letztes Gefecht um 40 Balzhausener (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 30.01.2014, 11:22 (vor 2798 Tagen) @ H. Lamarr

Die vier vereinigten Mobilfunkgegner Baden-Württembergs kämpft mit Schaufel und Eimer bewaffnet so rührend um die 40 Bewohner des Schwarzwalddorfes Balzhausen, dass es dafür Fleißpunkte geben muss. Die Frage, wer das alles bezahlt, stellt man besser nicht.

Der Südkurier berichtete am 29. Januar vom Schlachfeld:

Viele Informationswillige kommen zur Infoveranstaltung auch von weit her.

Stimmt. Aber darunter sind x Personen, die kamen, nicht weil sie "informationswillig" sind, sondern weil sie von den Vereinen der Anti-Mobilfunk-Szene dorthin bestellt wurden. Um Masse und Interesse vorzutäuschen. Diesen Protesttourismus pflegt die Szene seit jeher, Mobilfunkgegner lernen auf diese Weise immerhin Land und Leute kennen.

Weiter heißt es im Südkurier:

Drei Streiter gegen überhöhte Strahlenbelastung hatte die Balzhausener Bürgerinitiative um Karin Tritschler ins Haus des Gastes geladen: Peter Hensinger und Jörn Gutbier von der „Diagnose Funk“ sowie den Umweltmediziner Joachim Mutter. Der Abend geriet zum letzten Gefecht vor der Entscheidung des Gemeinderates bezüglich eines Funkmasts bei Balzhausen, die für den morgigen Donnerstag geplant ist. Den Bauantrag dafür hatte die Telekom gestellt.

Und dann geht es gleich weiter mit einer faustdicken Überraschung:

Nicht als Funkgegner sehe er sich sondern als Verbraucherschützer, betonte Hensinger eingangs.

[image]Der Peter hat's begriffen: Die Kunst der Darstellung ist die halbe Karriere. Schluckimpfung ist süß, Kinderlähmung ist grausam. Verbraucherschützger klingt gut, Mobilfunkgegner klingt ... Im Umpacken von schwachen Fakten zu dramatischen Schlagzeilen war der Anti-Mobilfunk-Verein schon immer gut, doch weil das alles mMn nur Theater ist, sollte der Vorsteher dort nicht Vorstand, sondern treffender Regisseur heißen.

"Verbraucherschützer" Hensinger (Foto), der eigenen Angaben zufolge auch in der Psychiatrie arbeitete, sieht sich seit Jahren von Bösen, z.B. Fälschern umgeben. Diesmal erkannte er die Forstverwaltung als Schuldigen, dass es in Balzenhausen überhaupt so weit kommen konnte.

Als extrem fragwürdig geißelte Hensinger die Rolle der Forstverwaltung, die das Grundstück für den Turm bei Balzhausen zur Verfügung stelle. „Hier gab es keine Information oder Anhörung, der Forst ist diktatorisch vorgegangen. Das steht allen Prinzipien der Landesregierung entgegen.“

Heute fällt im Gemeinderat aller Voraussicht nach die Entscheidung, ob Balzenhausen einen einzigen Mobilfunk-Standort bekommt, wie ihn z.B. München bereits mehr als 1000-mal hat. Es geht also darum, den Anschluss zu behalten - oder mit Ackerbau und Viehzucht glücklich zu werden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Interessenkonflikt, Verbraucherorganisation, Gutbier, Kommerz, Südkurier, Balzhausen


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